Der 1. FC Köln, Bundesliga-Schlusslicht und am kommenden Sonnabend der nächste Gegner des HSV im Volkspark, ist mit einem Sieg in die zweite Saisonhälfte gestartet. Winter-Einkauf Simon Terodde sorgte mit seinem Treffer in der sechsten Minute der Nachspielzeit für das 2:1 im Rhein-Derby gegen Gladbach. Damit verringerte der FC den Abstand auf den Vorletzten aus Hamburg auf sechs Zähler.

Gute Paraden, aber drei Gegentore und keine Punkte. Dementsprechend bedient war Torwart Christian Mathenia: „Ich wiederhole mich jede Woche: Im Großen und Ganzen haben wir eine gute Partei gemacht, aber keine Punkte. Wir stecken tief unten drin und überwintern da jetzt. Jetzt geht es darum, in der Rückrunde in jedem Spiel über 90 Minuten alles zu geben und den Verein da rauszuholen.“

Sportchef Jens Todt hat sich nach dem 1:3 in Gladbach zur schlechten Hinrunde des HSV geäußert: „Wir haben durch einen eigenen Fehler das Gegentor zum 1:2 kassiert und uns damit selbst in Schwierigkeiten gebracht. Das tut weh. Die Realität sind 15 Punkte aus 17 Spielen. Daran gibt es nichts schön zu reden. Es ist unsere eigene Schuld, dass wir dort stehen, wo wir stehen. Wir müssen uns jetzt schütteln, das Team den Kopf freikriegen. Die Qualität für die erste Liga ist da und ich bin fest davon überzeugt, dass wir aus der Situation herauskommen.“

1:3 in Gladbach – ein ganz bitterer Ausklang des HSV-Jahres. Der Dino wird zumindest auf dem Relegationsplatz überwintern, heute droht sogar der Absturz auf Rang 17. Boss Heribert Bruchhagen sagt zu der brisanten Lage: „Wir haben uns das erneut selbst zuzuschreiben. Wir bringen uns durch gravierendste Fehler um den Erfolg. Das zieht sich wie ein roter Faden durch unsere Hinserie – und das werden wir in der Rückserie abstellen! Wir werden den HSV in der Rückrunde so sehen wie im letzten Jahr. Ich bin überzeugt, das wir genügend Qualität haben, um am Ende drei Mannschaften hinter uns zu lassen.“

Trainer Markus Gisdol war der Frust nach der Niederlage in Gladbach deutlich anzumerken. Im ZDF sagte er: „Es überwiegt der Ärger. Da fällt es gerade schwer, weit nach vorne zu blicken. Ich kann es nicht mehr hören, dass wir es gut gemacht haben. Wir haben 15 Punkte. Das ist viel zu wenig. Wir machen die einfachsten Fehler und verlieren dadurch Spiele und geben Punkte weg. So holst du dann auch keine und hast es unglaublich schwer, überhaupt durch die Saison zu kommen.“

André Hahn hat ausgerechnet gegen seinen Ex-Klub zum Ausgleich getroffen. Gereicht für einen Punkt hat es trotzdem nicht. Nach dem Spiel sagte er im ZDF: „Ich glaube nicht, dass Gladbach heute die bessere Mannschaft gewesen ist. Wir machen aber einfach viel zu viele leichte Fehler und laden unsere Gegner zum Tore schießen ein. Das müssen wir abstellen.“