90 Minuten lang durfte Gotoku Sakai auch heute für Japan ran. Gerade eben endete der Test im Iran, 1:1 hieß es am Ende. Sakai kehrt damit mit 180 Minuten in den Beinen und reichlich Spielpraxis von seiner Länderspielreise zum HSV zurück.

Gute Nachrichten erhielt Bruno Labbadia von zwei seiner Nationalspieler. Albin Ekdal meldete sich telefonisch bei seinem Trainer und teilte ihm mit, dass er heute Abend nicht in Schwedens Startelf steht. Der Grund: Er ist gelb-vorbelastet und würde bei einer Verwarnung heute gegen Moldawien im ersten Playoff-Spiel passen müssen. Auch Gotoku Sakai meldete sich bei Labbadia – und berichtete, dass er wie schon gegen Syrien auch morgen gegen den Iran in Japans Stammformation stehen wird. Sehr zur Freude Labbadias: „Das ist perfekt, denn er braucht Spielpraxis.“

Diese Kunde wird Bruno Labbadia mit Freude zur Kenntnis nehmen. Gotoku Sakai durfte bei Japans 3:0 gegen Syrien im Rahmen der asiatischen WM-Qualifikation 90 Minuten lang ran – genau so hatte es sich sein Trainer beim HSV erhofft. „Er braucht jetzt dringend Spielpraxis“, erklärte Labbadia noch direkt vor Sakais Abreise. Gesagt, getan. Die Japaner liegen in ihrer Qualifikationsgruppe nach vier von acht Partien mit zehn Zählern in Führung, vor den Syrern (neun). Nur der Gruppensieger erreicht die nächste Quali-Runde.

Gern hätte es Bruno Labbadia gesehen, wenn Gotoku Sakai nicht zum japanischen Nationalteam reisen müsste. „Wir haben auch mit den Leuten gesprochen“, so der Trainer. „Aber aufgrund von Verletzungssorgen geht es leider nicht. Nun hoffen wir, dass er zumindest in einem der beiden Spiele dort zum Einsatz kommt. “ Sakai spielte in Berlin erstmals in dieser Bundesliga-Saison für den HSV, ist nun eine Alternative auf der linken Abwehrseite – und braucht Spielpraxis.

Im Anschluss an die heutige Partie bei Hertha BSC geht es für die Profis mit dem Bus zurück nach Hamburg – schon morgen aber werden sie sich in alle Himmelsrichtungen verstreuen. Acht Profis wurden für Länderspiele nominiert. Albin Ekdal (Schweden), Emir Spahic (Bosnien), Ivica Olic (Kroatien), Johan Djourou (Schweiz) und Zoltán Stieber (Ungarn) kämpfen um die EM-Tickets, Marcelo Díaz muss in der WM-Quali mit Chile ran. Gotoku Sakai reist zum japanischen Nationalteam, während Michael Gregoritsch für Österreichs U21 im Einsatz sein wird.