Als sie Michael Gregoritsch im vergangenen Sommer für 5,5 Millionen Euro zum FC Augsburg verkauften, waren die HSV-Bosse davon überzeugt, einen guten Deal gemacht zu haben. Schließlich war der 23-jährige Österreicher in seinen zwei Jahren in Hamburg nie ein fester Bestandteil der Startelf. Nun dürfte das anders aussehen: Mit acht Treffern und fünf Torvorlagen ist „Gregerl“ der viertbeste Scorer der Hinrunde, seit Marktwerk ist auf neun Millionen Euro angestiegen und der Angreifer brennt schon jetzt auf das Duell mit dem Ex-Klub zu Beginn der zweiten Saisonhälfte beim FCA: „Ich freue mich auf das Spiel und versuche, Dinge besser zu machen als in der Hinrunde. Die Niederlage in Hamburg (0:1, d. Red.) hat mir sehr wehgetan. Wir wollen zu Hause gewinnen und natürlich wäre es schön zu treffen.“

Für 5,5 Millionen Euro Ablöse war Michael Gregoritsch im Sommer vom HSV nach Augsburg gewechselt. Für den Österreicher und seinen neuen Verein ist der Transfer bislang ein Volltreffer. Acht Saisontore hat der 23-jährige Stürmer bereits erzielt und dazu vier Treffer vorbereitet. Nur drei Bundesliga-Spieler haben mehr Scorer-Punkte als „Gregerl“. Mit einer Durchschnittsnote von 2,82 hat er es in die MOPO-Elf der Hinrunde geschafft. Am 13. Januar kommt es beim Rückrunden-Auftakt in Augsburg zum erneuten Wiedersehen mit seinem Ex-Klub HSV.

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Ex-HSV-Profi Michael Gregoritsch (23, schon sechs Tore für Augsburg) freut sich aus der Ferne für seinen ehemaligen Teamkollegen Fiete Arp. „Ich will über den HSV nicht groß sprechen, da ich nicht mehr in Hamburg unter Vertrag stehe. Was mich aber sehr freut, ist die Entwicklung von Fiete Arp. Er ist ein Super-Junge, der dem ganzen Verein guttut“, sage Gregoritsch der „Sport Bild“ und prophezeite dem Talent eine große Zukunft: „Ich war damals bei seinem ersten Trainingslager Anfang 2017 mit dabei, als er gerade seinen 17. Geburtstag gefeiert hat. Wir haben im Hotel Tür an Tür gewohnt, ich habe versucht, ihm ein bisschen zu helfen. Er ist schüchtern, aber seine Qualitäten auf dem Platz sind überragend. Er hat die Fähigkeiten, sich bei jeder Mannschaft durchzusetzen. An ihm wird ganz Deutschland noch viel Freude haben.“

Mit einem Sieg hätte Werder den HSV auf einen Abstiegsplatz verdrängen können, doch die Bremer hatten die Rechnung ohne Michael Gregoritsch gemacht. Dem früheren Hamburger, von den Fans des Liga-Dinos liebevoll „Gregerl“ genannt, gelang beim 3:0 des FC Augsburg ein Doppelpack. Er steht nun bei fünf Saisontoren, zwei weniger als das gesamte HSV-Team., das auf dem Relegations-Rang bleibt.

Rückkehrer Michael Gregoritsch fiel im Volkspark nur durch eine Schwalbe im Hamburger Strafraum ein, zeigte sich nach dem Abpfiff aber immerhin einsichtig: „Ja, da habe ich mich hinreißen lassen. Das war ein Fehler, dafür habe ich mich auch direkt entschuldigt. Wenn der Schiedsrichter gepfiffen hätte, wäre ich auch zu ihm gegangen und hätte es ihm gesagt“, so der Augsburger Angreifer.