Henning Vöpel ist Leiter des Hamburgischen WeltWirtschafts-Instituts (HWWI) und beschäftigt sich schon seit vielen Jahren mit der wirtschaftlichen Bedeutung des HSV für die Stadt. Er geht davon aus, dass der Bundesliga-Dino jährlich etwa 100 Millionen Euro durch Hotelübernachtungen, Taxifahrten, Kneipentouren und Restaurantbesuche für Hamburg einbringt. Damit seien entsprechend 700 bis 800 Arbeitsplätze durch den HSV entstanden. „Im ersten Jahr nach dem Abstieg würden wohl 30 Millionen Euro an Wertschöpfung wegfallen, in einem zweiten Jahr wären es dann schon 50 Millionen“, erklärte Vöpel im NDR und rechnete vor: „Das würde einen Verlust von 200 bis 300 Arbeitsplätzen bedeuten. Sportlich, wirtschaftlich und strategisch wäre ein Abstieg eine gefährliche Zäsur.“

Neben Verantwortlichen und Fans zittern auch Vertreter aus Politik und Wirtschaft vor dem Abstieg des Liga-Dinos. „Wir wissen um die große Bedeutung des HSV für Marketing und wirtschaftliche Effekte für die Stadt“, sagte Hamburgs Tourismus-Chef Michael Otremba dem NDR. „Ein Abstieg würde wohl Einbußen für Gastronomie und Einzelhandel bedeuten. Natürlich betrachte ich deshalb die Situation beim HSV mit Sorge.“

Am Sonnabend feiert Leverkusens Jonathan Tah (22) mal wieder seine Rückkehr in den Volkspark. Im großen Interview, das heute in der gedruckten MOPO erschienen ist, spricht die Hamburger Jung über die missliche Lage beim HSV, sein Vorbild Boateng und seinen Traum von der WM. Zur Partie sagt Tah: „Das wird ein Kampfspiel. Und diesen Kampf werden wir annehmen müssen. Ich glaube, dass wir zunächst über die Mentalität und Bereitschaft gehen müssen, das spielerische Element wird sich dann von alleine ergeben. Der HSV wird alles abfeuern, was ihm zur Verfügung steht. Da müssen wir richtig gegenhalten.“

Erst die Arbeit mit der Mannschaft, dann mit den Medien. Um 15 Uhr soll es auf den Platz gehen, im Anschluss an die erste Einheit als HSV-Coach stellt sich Bernd Hollerbach den Fragen der Reporter. Eine Liebeserklärung an Hamburg hatte er schon im Mai 2016 als Trainer der Würzburger Kickers im Gespräch mit der MOPO abgegeben: „Hamburg ist und bleibt für mich immer meine zweite Heimat. Ich bin nach wie vor gerne dort, auch wenn die Zeit zuletzt etwas knapp war. Wenn es möglich ist, versuche ich freie Tage in Hamburg zu verbringen, besuche Sandro im ‚La Bruschetta‘. Ich hänge sehr an dieser Stadt und seinen Menschen“, sagte Hollerbach damals.

Noch ist offen, wie es für Aaron Hunt nach der laufenden Saison weitergeht. Der Vertrag des 31-Jährigen beim HSV läuft aus, er könnte ablösefrei wechseln. Seine Zukunft sieht Hunt aber in Hamburg. Auf die Frage der „Bild“ nach seiner Lieblingsstadt antwortete er: „Ganz klar Hamburg. Eine schöne, lebenswerte Stadt. Auch wenn es noch nicht entschieden ist, kann ich mir vorstellen, nach der Karriere an der Elbe zu leben.“

Er war als Spieler und Trainer immer ein Liebling der Fans. Kürzlich forderte Ex-Präsident Jürgen Hunke sogar seine Rückehr zum HSV. Doch Thomas Doll hat für seine Zukunft andere Pläne. Der 51-Jährige schließt mit Hamburg ab, hat laut „Bild“ seine Wohnung in Eppendorf gekündigt und ist nun in seiner Wahlheimat Budapest auf der Suche nach einem Grundstück, um sich in Ungarn ein Haus zu kaufen. „Mir gefällt es sehr, sehr gut. Eine tolle Stadt mit angenehmer Atmosphäre. Hier ist es sehr lebenswert“, sagte Doll, der mit Ferencvaros um die Meisterschaft kämpft.

Das Präsidium des DFB hat auf seiner heutigen Sitzung in Frankfurt die zehn Spielorte festgelegt, mit denen sich der DFB um die Ausrichtung der EM 2024 bewerben wird. Und Hamburg ist mit der Arena des HSV dabei! Durchsetzen konnten sich im Rahmen des Bewerbungsverfahrens zudem Berlin, München, Düsseldorf, Stuttgart, Köln, Leipzig, Dortmund, Gelsenkirchen und Frankfurt. Nicht berücksichtigt wurden Bremen, Nürnberg, Hannover und Mönchengladbach.

Vor dem Härtetest gegen Espanyol Barcelona (1:1)  schmetterte Lotto King Karl zum x-ten Mal seinen Kult-Hit „Hamburg, meine Perle“. Eine Veränderung gibt es im Liedtext. Nach dem Abgang von René Adler zum FSV Mainz 05 heißt es jetzt nicht mehr „Wenn du aus Leverkusen kommst, ist dein Torwart hier bei uns zu Hause“, sondern „… ist dein Papa hier bei uns zu Hause“.