Hannovers Österreicher Martin Harnik, ein gebürtiger Hamburger, hat ein Angebot in der Winterpause von Werder Bremen bestätigt. „Natürlich macht man sich seine Gedanken, wenn so eine Anfrage kommt. Jedes Angebot ehrt einen Spieler auch, und bei Werder hat meine Profilaufbahn ja auch begonnen“, sagte der Torjäger dem „Redaktionsnetzwerk Deutschland“. Das Bremer Angebot lehnte 96-Manager Horst Heldt jedoch ab. „Für mich ist es auch eine Wertschätzung, wenn der Verein von vornherein sagt, dass er mich nicht abgeben will. Dementsprechend bin ich mit der Entscheidung absolut zufrieden und glücklich, hier zu sein“, erklärte Harnik. „Nichtsdestotrotz habe ich immer betont – und das ist auch so geblieben -, dass ich mich in Hannover super wohl fühle.“

Eigentlich stand der Wechsel von Jairo Samperio zu Hannover 96 schon fest. Der 24-jährige Flügelstürmer von Mainz 05 war schon am Dienstagabend nach Hannover gereist und sollte am Mittwoch nach dem Medizincheck mit dem Team trainieren. Nachdem der Aufszeiger bereits finanzielle Einigung mit Mainz und auch mit dem Spieler (Gehalt und Vertragslänge) erzielt hatte, ist der Deal dennoch geplatzt. 96-Manager Horst Heldt: „Es ist sehr schade, wir hätten den Spieler gern unter Vertrag genommen. Allerdings hat sein Berater Christian Wein, obwohl wir ihm ein branchenübliches Angebot unterbreitet haben, seine eigenen Interessen mit übertriebenen Forderungen über die der Vereine und seines Spielers gestellt.“ Laut „Kicker“ könnte der HSV ein Grund dafür sein, denn Sportchef Jens Todt soll Jairo Samperio als Ersatz für Nicolai Müller im Fokus haben.

Die Verantwortlichen des HSV verfolgten eine Fortsetzung der Zusammenarbeit mit Matthias Ostrzolek nicht mit Nachdruck, andere Personalien sind wichtiger. Hannovers Manager Horst Heldt schlug zu und stellte zufrieden fest: „Wir freuen uns sehr, mit Matthias einen vielseitig einsetzbaren Spieler für uns gewonnen zu haben. Er kann sowohl auf der Außenbahn als auch im zentralen Mittelfeld spielen. Mit seiner Verpflichtung werden wir die Qualität des Kaders erhöhen.“ 

Lange war er beim HSV im Gespräch, doch am Ende zerschlug sich ein Engagement. Nun hat der langjährige Schalker Horst Heldt eine neue Aufgabe gefunden. Zweitligist Hannover 96 hat Geschäftsführer Martin Bader freigestellt und Heldt als neuen Sportdirektor engagiert. Auch der bisher als Sportlicher Leiter arbeitende Christian Möckel ist nach 96-Angaben nicht mehr für Hannover tätig. Trainer Daniel Stendel darf hingegen vorerst weiter machen.

Plötzlich kommt Horst Heldt wieder ins Spiel. Der frühere Schalke-Macher, mit dem sich Dietmar Beiersdorfer vor wenigen Wochen nicht auf ein Engagement einigen konnte, versteht sich bestens mit mit dem neuen Vorstands-Boss Heribert Bruchhagen – und gilt nun als aussichtsreicher Kandidat auf den Sportchef-Posten beim HSV. HIER unser Artikel zum Boss-Beben.

Horst Heldt hat erstmals über die gescheiterten Gespräche mit dem HSV gesprochen. „Ich habe mich mit Klaus-Michael Kühne, Karl Gernandt und Dietmar Beiersdorfer in der Schweiz getroffen. Am Ende haben wir festgestellt, dass wir bezüglich der Kompetenzverteilung unterschiedlicher Meinung sind. Somit ist eine Zusammenarbeit nicht zustande gekommen“, erzählt Heldt in „Sport Bild“. „Natürlich hätte es mich gereizt, den HSV dort hinzubringen, wo er eigentlich stehen müsste: nach oben! Denn der HSV ist ein fantastischer Klub. Aber nach unserem Treffen habe ich noch einmal mit Didi Beiersdorfer telefoniert. Wir haben gemeinsam festgestellt, dass eine Zusammenarbeit keinen Sinn macht.“

Der HSV auf Sportchefsuche. Neben Horst Heldt gilt auch Karlsruhes Jens Todt als Kandidat. Allerdings spricht wenig dafür, dass der frühere HSV-Jugendchef den Job bekommt. „Ich weiß von nichts, bei mir hat sich niemand vom HSV gemeldet“, sagte KSC-Präsident Ingo Wellenreuther der MOPO. „Das müsste der HSV ja aber tun, wenn er Interesse an Herrn Todt hat.“ Alles deutet nun darauf hin, dass Horst Heldt der alleinige Favorit auf den Posten ist.

Im Rennen um den Sportchef-Posten beim HSV hat sich ein heißer Kandidat verabschiedet. „Ich habe meine Bereitschaft am Donnerstagabend in einem Gespräch mit Dietmar Beiersdorfer zurückgezogen“, sagte Nico Jan Hoogma der MOPO. „Ich stehe nicht mehr zur Verfügung. Was die Gründe betrifft, möchte ich nicht ins Detail gehen. Ich war nicht einverstanden mit dem Prozess“, stellte der 48-jährige frühere HSV-Kapitän fest. Im Rennen sind damit nur noch Ex-Schalke-Manager Horst Heldt sowie ein dritter Kandidat. Zuletzt wurde Jens Todt vom Zweitligisten Karlsruher SC gehandelt.