Der HSV feiert gegen Berlin einen echten Kampfsieg. Für Lewis Holtby ist es genau der richtige Weg. „Wir wussten, dass uns ein dreckiges Spiel erwartet und wir alles reinwerfen müssen. Man sieht, was mit maximalem Kampf, großer Leidenschaft und den Fans im Rücken möglich ist“, erklärte Holtby fügte mit Blick auf den Abstiegskampf hinzu: „Der Sieg ist wichtig, weil wir so im Abstiegskampf von hinten wieder Druck gemacht haben. Es bleibt hinten ganz, ganz eng und in der Bundesliga kann jeder jeden schlagen. Wir müssen uns weiter auf uns konzentrieren, den HSV nach vorne bringen.“

Seit vier Spielen ist Hertha BSC in der Fremde ohne Dreier. Heute in Hamburg soll die Negativserie enden – und Trainer Pal Dardai sind für dieses Vorhaben im Volkspark alle Mittel Recht: „Wir müssen nicht schön spielen. Ich will lieber eine aggressive Mannschaft sehen, die schnell kontert und am Ende gewinnt. Das kann von mir aus auch ein hässlicher Sieg sein“, stellte der Berliner Coach fest.

Dass Hertha BSC als Tabellenfünfter auf Europapokal-Kurs ist, wundert Markus Gisdol nicht. Der Trainer des HSV lobt den heutigen Gegner in höchsten Tönen. „Sie haben eine sehr disziplinierte Mannschaft, die stabil auftritt und sehr gut verteidigt – besonders nach einer Führung. Sie halten das Spiel extrem einfach, haben ihre Grundtugenden parat und sind eine ganz schwer zu bespielende Mannschaft, die wenig Räume und Situationen zulässt. Natürlich wollen wir das Spiel gewinnen, aber von der Erwartungshaltung her muss man gegen so eine gute Mannschaft vielleicht auch mal nur einen Punkt mitnehmen“, so Gisdol.

Beim HSV konnte er sich nicht so recht durchsetzen, doch bei Hertha BSC hat Per Ciljan Skjelbred sein Glück gefunden. Der Norweger zählt zu den festen Größen im Team der Berliner und kehrt mit großem Selbstvertrauen in den Volkspark zurück. „Hamburg hat eine gute Truppe, gute Spieler – aber wir sind die bessere Mannschaft und das müssen wir auch zeigen“, sagte Skjelbred.