Für den Direktor Sport des HSV, Bernhard Peters, war die Reise nach Hoffenheim eine in die Vergangenheit. Nach dem 0:2 gegen seinen Ex-Klub analysierte er: „Hoffenheim ist verdient als Sieger aus dem Spiel gegangen. Sie haben sehr selbstbewusst gespielt und waren uns sowohl in den Zweikämpfen als auch im Durchsetzungsvermögen überlegen. Auch ihre Torchancen waren deutlich gefährlicher als unsere. Unsere Jungs haben insgesamt schon dazugelernt, setzen dies aber noch nicht mit der hunderprozentigen Überzeugung um. Vielleicht lag das heute auch daran, dass wir zu schnell mit 0:2 hintenlagen. Wir waren in den meisten Situationen einfach drei bis vier Schritte zu spät. Aber es geht weiter, die nächsten Spiele müssen wir unbedingt gewinnen. Und das können wir auch schaffen.“

In der Fremde geht einfach nichts. Der HSV blieb in Hoffenheim im 14. Auswärtsspiel in Folge sieglos. Innerhalb einer Bundesliga-Spielzeit erlebten die Hamburger nie eine längere Durststrecke auf des Gegners Platz (1970/71 und 1972/73 auch je 14 Partien). Diese Saison stehen noch zwei Auswärtsspiele in Wolfsburg und Frankfurt an.

Da wird die nächste Strafe fällig. Kurz vorm Anpfiff der zweiten Hälfte des Spiels in Sinsheim zündelte es gewaltig im HSV-Gästeblock, der DFB wird das mit einer fünfstelligen Strafe quittieren. Denn der HSV beziehungsweise seine Fans sind Wiederholungstäter. Zuletzt hatte der Verein wegen Verfehlungen seiner Anhänger in Bremen satte 80.000 Euro zahlen müssen. Die nächste Rechnung folgt ganz bestimmt.

Foto: Witters

Im vierten Spiel als HSV-Cheftrainer hat Christian Titz seine zweite Niederlage kassiert. Sein Fazit: „Wir waren völlig zurecht 0:2 nach der ersten Hälfte hinten. Wir hätten uns nicht beschweren dürfen, wenn es noch ein Tor mehr gewesen wäre. Keiner hat zugepackt. Wir haben das Spiel völlig verdient verloren. Aber die Mannschaft gibt sich nicht auf. Es sind noch zwölf Punkte zu vergeben. Wir werden bis zum Schluss alles geben!“

Sejad Salihovic kam gegen seinen Ex-Klub Hoffenheim in der 76. Minute als Joker zum Einsatz – sein erstes Spiel unter HSV-Trainer Christian Titz. Die Niederlage konnte der Bosnier aber nicht mehr verhindern. Nach dem 0:2 sagte Salihovic bei Sky: „In der ersten Halbzeit waren wir nicht wach genug, deswegen haben wird das Spiel verloren. Die zweite Halbzeit war dann etwas besser. Es wird immer schiweriger, aber wir lassen uns nicht unterkriegen. Die Spiele werden weniger. Gegen Freiburg wollen wir natürlich gewinnen.“

Foto. Getty Images

Auswärts bleibt der HSV viel zu harmlos. Bei der TSG Hoffenheim gab es eine verdiente 0:2-Niederlage für das Team von Trainer Christian Titz. Serge Gnabry (18.) und Adam Szalai (27.) erzielten die Tore. Da Köln 1:2 in Berlin verloren hat, bleibt der Dino immerhin auf Platz 17. Mit weiterhin 22 Punkten hat der HSV fünf Punkte Rückstand auf den 16. Mainz, der allerdings noch am Montag gegen Freiburg spielt. Es folgen noch vier Spieltage.

So hat der HSV gespielt: Pollersbeck – Sakai, Gideon Jung, van Drongelen (76. Salihovic), Santos – Steinmann (33. Ekdal) – Holtby, Waldschmidt (63. Arp) – Kostic, Hunt, Ito