Da ist aber einer voller Selbstvertrauen und Adrenalin! Lewis Holtby, Matchwinner gestern gegen Freiburg (1:0) und mit drei Treffern in den zurückliegenden vier Spielen in Topform, ist davon überzeugt, dass der HSV die Klasse noch hält. An die Konkurrenz im Kampf gegen den Abstieg aus Wolfsburg, Freiburg und Mainz richtete er eine knackige Botschaft: „Aus psychologischer Sicht bin ich lieber der Jäger als der Gejagte. Denen, die noch vor uns stehen, kann ich nur sagen: In eurer Haut möchte ich nicht stecken.“

Lange Zeit spielte Lewis Holtby keine Rolle mehr, doch seit der Amstübernahme durch Christian Titz ist der Mittelfeldf-Mann wieder eine feste Größe im HSV-Team. Für die verbleibenden Partien, allen voran für das Duell mit dem SC Freiburg, hat er sich viel vorgenommen, wie er bei „HSVtv“ betonte: „Wir müssen unser Spiel durchbringen, fokussiert sein und an unsere Stärken glauben. Wir müssen an das Heimspiel gegen Schalke denken, wie aggressiv, aber auch mit wie viel Spielwitz wir an die Sache herangegangen sind. Zeigen wir die gleiche Einstellung, dann bin ich davon überzeugt, dass wir das Spiel gewinnen werden. Ich nenne die letzten Spiele ‚Final Four‘, da muss es brennen.“

Er ist immer für eine Überraschunng gut! Nachdem sich Torwart Christian Mathenia im Training am Fuß verletzte und die Vormittagseinheit vorzeitig beenden musste, übernahm Lewis Holtby eine ungewohnte Rolle: Der Mittelfeld-Mann streifte sich die Handschuhe des Keepers über und rückte zwischen die Pfosten.

Lewis Holtby zeigte im Training sein Können als Torwart. (Foto: Witters)

 

Mit seinem Treffer zum zwischenzeitlichen 2:1 zählt Lewis Holtby zu den Matchwinnern beim HSV nach dem 3:2 gegen Schalke. Nach dem Abpfiff stellte der Mittelfeld-Mann großes Selbstvertrauen zur Schau: „Wir haben keine Angst! Vor niemanden!“, sagte Holtby im Hinblick auf die kommenden Aufgaben: „Wir sind der Hamburger Sport-Verein. Jeder weiß, was am Ende möglich ist.“

Lewis Holtby sagte zu seinem ungewöhnlichen Jubel nach dem 2:1 bei Sky: „Ich habe den Einkaufszettel aufgeschrieben, den ich Montag noch erledigen muss… Nein, ich denke nicht drüber nach, wenn ich ein Tor schieße. Wir spielen jetzt Fußball, knallen das Ding nicht mehr einfach nach vorne. Das machen wir seit drei Spieltagen, heute haben wir uns belohnt.“