Horst Hrubesch zählt zu den größten Stürmern in der Geschichte des HSV und des deutschen Fußballs. Bei seinem Ex-Verein hat er nun einen ausgemacht, der einmal in seine Fußstapfen treten könnte. Bei der Verleihung der Fritz-Walter-Medaille in Gold an Fiete Arp für den besten Spielers seines Jahrgangs hielt DFB-Sportdirektor Hrubesch ein Loblied auf den 17-Jährigen: „Der Junge hat etwas. Nein, eigentlich hat er alles! Ich glaube, dass er dem HSV den Weg nach oben ebnen kann.“

HSV-Legende und DFB-Sportdirektor Horst Hrubesch ist schon vor dem Finale heute (20.45 Uhr, ZDF live) gegen Spanien stolz auf das Auftreten der deutschen U21 mit den beiden Hamburgern Julian Pollersbeck und Gideon Jung bei der EM in Polen. „Das sind echte Typen, die vom ersten Tag an als Mannschaft aufgetreten sind. Da steht einer für den anderen ein“, sagte Hrubesch, der dem Team auch im Finale gegen Topfavorit Spanien einiges zutraut: „Die Chancen stehen 50:50. In einem Finale gibt es kein Abwarten, beide Werden voll draufgehen. Unser Ziel ist der Titel.“

Auf den Tag genau vor 34 Jahren gewann der HSV zum bisher letzten Mal die deutsche Meisterschaft. „Jetzt hat der Pott seinen Deckel“, sagte Kapitän Horst Hrubesch nach dem 2:1 bei Schalke 04. Zuvor hatte das Team von Trainer Ernst Happel bereits den Europapokal der Landesmeister gewonnen. Hrubesch und Wolfgang Rolff erzielten vor 70.300 Zuschauern im Parkstadion die Tore. 

Uli Stein läuft in Gelsenkirchen mit der Meisterschale eine Ehrenrunde. (Foto: Witters)

DFB-Sportdirektor Horst Hrubesch verlost in Kooperation mit den Organisatoren der Cyclassics seine persönliche Prämie für den Gewinn der deutschen Meisterschaft mit dem HSV in der Saison 1981/82. Damals konnten die Hamburger Profis zwischen einem Rennrad und einem Farbfernseher wählen – der Kapitän entschied sich für das Rad, mit dem er später einige Male an den Cyclassics teilnahm. „Ich freue mich, wenn ich mit der Aktion Sportfans dazu animieren kann, sich für die Cyclassics anzumelden“, sagt Hrubesch. „Mit der Verlosung des Rennrads haben wir noch ein Bonbon für alle, die noch mit der Anmeldung hadern.“ Alle Informationen zur Verlosung: www.velothon.com/de-de/events/hamburg-cyclassics/das-event/gewinnspiel.aspx#axzz4eas3GECb

HSV-Idol Horst Hrubesch verlost sein Rennrad, das er 1982 als Meisterprämie erhielt.

Warum tun sich neue Spieler nach ihrem Wechsel zum HSV häufig schwer? Mergim Mavraj hat dafür auch eine interessante Erklärung. „Der HSV ist einfach ein krasser Verein. Beckenbauer hat dieses Trikot getragen, Seeler, Hrubesch – große Idole für den gesamten deutschen Fußball“, sagte der 30-Jährige dem „Kicker“ und fügte hinzu: „Die Größe eines Klubs bedeutet aber eben immer auch Druck. Es ist eine Typenfrage, ob man dem gewachsen ist.“ Der albanische Nationalspieler geht davon aus, dass es ihm gelingen wird, seine zuvor in Köln gezeigte Qualität auch für den HSV aufzubieten. „Jeder individuell noch so starke Spieler ist abhängig davon, wie der Verein und die Gruppe funktionieren. Und genau in der Hinsicht habe ich ein gutes Gefühl. Es kehrt grad Ruhe in Hamburg ein, die Mannschaft harmoniert, das sind wichtige Voraussetzungen.“

Hansi Flick hat seinen Posten als DFB-Sportdirektor überraschend aufgegeben. Vorläufig übernimmt HSV-Legende und Ex-U21-Coach Horst Hrubesch die Aufgaben des ehemaligen Assistenten von Bundestrainer Joachim Löw, teilte der DFB am Montag mit. „Hansi Flick hat in den vergangenen Jahren ausgezeichnete Arbeit geleistet und den Bereich sehr gut aufgestellt“, sagte Hrubesch, der zuletzt die Olympia-Auswahl zu Silber in Rio geführt hatte. „Eine wichtige Aufgabe in den kommenden Monaten wird für uns alle sein, gemeinsam gute Voraussetzungen für die anstehende U 21-EM und den Confed-Cup zu schaffen. Außerdem wird mein Fokus auf einer erfolgreichen Teilnahme an der U 19-Europameisterschaft in Georgien sowie der U 20-Weltmeisterschaft in Südkorea liegen.‘

HSV-Legende Horst Hrubesch (65) wird seinem früheren Verein in näherer Zukunft nicht helfen. „Es hat informative Gespräche gegeben und von mir die klare Aussage, dass ich in dieser Konstellation nicht zur Verfügung stehe. Ich leide mit dem HSV. Ich glaube aus der Entfernung immer wieder festgestellt zu haben, dass es zwischen Präsidium, Manager und Trainer meist nie so funktioniert hat, wie man sich das vorstellt“, sagte Hrubesch bei Sky Sport News HD: „Ich vermisse beim HSV die Einheit und deshalb wird es höchste Zeit aufzuhören, laufend die Trainer zu wechseln. Es wird Zeit eine Einheit zu sein und nach außen klar darzustellen, was man eigentlich will.“