Huub Stevens warnt den HSVvor der 2. Liga. Der ehemalige Rothosen-Trainer sagte der Welt: „In der 2. Liga wird anders gespielt. Der HSV ist der Favorit, um als Meister direkt wieder aufzusteigen. Den Druck haben die Spieler. Damit müssen sie umgehen können.“ Zudem sieht der 64-Jährige eine große Hürde in der Favoritenrolle des erstmaligen Absteigers:  „Wenn du der Top-Favorit bist, sind alle Gegner heiß. Für sie ist es das Spiel des Jahres und der Reiz, den Favoriten zu ärgern. Ob Sandhausen oder wer auch immer – die anderen Mannschaften können alle fei aufspielen, weil keiner etwas von ihnen erwartet. Den Druck gewinnen zu müssen, hat der HSV – in jedem Spiel. Alle anderen sind die Underdogs, die nichts zu verlieren haben. Der HSV ist gefragt, die Spieler sind gefragt.“

Ex-HSV-Trainer Huub Stevens steht auf der Kandidatenliste für ein Mandat im Aufsichtsrat des FC Schalke 04. Der 64-jährige Niederländer will sich bei der Mitgliederversammlung am 3. Juni zur Wahl stellen, wie der Verein am Dienstag bekanntgab. Außer Stevens wurden vom Wahlausschuss drei weitere Kandidaten zugelassen. Die Wahl von zwei Aufsichtsratsmitgliedern ist einer der Tagesordnungspunkte bei der Mitgliederversammlung. Stevens ist seit 1996 Mitglied des FC Schalke 04.

Ex-HSV-Trainer Huub Stevens hat sich im Fußball-Talk „Doppelpass“ bei SPORT1 zur frühen Auswechslung von Dennis Diekmeier beim 0:6 gegen die Bayern geäußert. Er zeigte dabei Verständnis für die Entscheidung von Trainer Bernd Hollerbach, den Rechtsverteidiger schon in der 24. Minute vom Feld zu nehmen und griff Diekmeier hart an: „Wenn er so spielt, ist es besser ihn rauszunehmen. Sonst stehst du ja mit zehn Mann da!“ Stevens setzt für die weitere Entwicklung des HSV Hoffnung in den neuen Aufsichtsratsvorsitzenden: „Bernd Hoffmann weiß, was er vorhat. Alles an Bernd Hollerbach festzumachen, ist der falsche Weg. Die Spieler sind gefragt. Du darfst jetzt nicht aufgeben. Du musst um jeden Meter kämpfen. Solange es theoretisch möglich ist, müssen sie dran glauben. Ich finde den Kader gar nicht so schlecht. Ich kann mir nicht vorstellen, dass der Trainer noch mal gewechselt wird.“ Dem Niederländer gefiel allerdings nicht, dass Hoffmann in München nicht in der Allianz Arena war. „Du musst doch selbst im Stadion sein. Du kannst doch nicht Donnerstag Leute rauswerfen, und dann nicht im Stadion sein“, sagte er. Hoffmann war während des Spiels auf der Rückreise aus dem Familienurlaub in Dubai. Unverständnis äußerte der Ex-Trainer auch zur geschmacklosen Plakat-Aktion einiger Anhänger, die den Profis gedroht hatten und elf Kreuze im Volkspark aufgestellt hatte. „Die Fans können auch anders, können auch eine positive Stimmung entfachen“, sagte Stevens. „Das habe ich 2007 selbst erlebt, die Fans waren fantastisch.“ Sich bereits mit dem Abstieg abzufinden, wäre ein großer Fehler, glaubt der 64-Jährige: „Solange wie die Chance da ist, musst du daran festhalten. Du musst für jeden Meter kämpfen.“

 

 

 

Ex-HSV-Trainer Huub Stevens ist am Sonntag zu Gast im Fußball-Talk „Doppelpass“ (11 Uhr, SPORT1). Der Niederländer soll gemeinsam mit Moderator Thomas Helmer, Freiburgs Sportvorstand Jochen Saier und SPORT1-Experte Reinhold Beckmann über den Niedergang des HSV und die Frage, was nach den Entlassungen von Heribert Bruchhagen und Sportchef Jens Todt passieren soll, diskutieren.

Kapitän Gotoku Sakai bestätigt, dass Trainer Bernd Hollerbach beim HSV die Zügel angezogen hat. „Wir sprechen mehr über Fußball, rücken enger zusammen. Wir müssen uns gemeinsam pushen, trainieren viel, auch wenn es manchmal wehtut. Es ist aber der richtige Weg. Wir brauchen eine harte Hand“, sagte der 27-Jährige der „Bild“-Zeitung. Er stehe neuerdings um kurz vor sieben Uhr morgens auf. „Nur bei Trainer Huub Stevens in meiner Stuttgarter Zeit war es noch früher. Da mussten wir 7.30 Uhr in der Kabine sein und um 8 Uhr wurde gefrühstückt.“