Der Wechsel von Lukas Mai vom FC Bayern München zum HSV könnte sich zerschlagen. Das 18-jährige Abwehr-Juwel hatte am Sonnabend in Hannover sein Profi-Debüt für den Rekordmeister gegeben, spielte in der Innenverteidigung neben Jerome Boateng ordentlich und wurde im Anschluss von Trainer Jupp Heynckes und Sportdirektor Hasan Salihamidzic gelobt. „Mir imponiert, dass er unaufgeregt spielt. Er ist kopfballstark und hat eine gute Spieleröffnung. Er darf Fehler machen, hat er aber nicht“, sagte Heynckes über Mai und ergänzte: „Ich bin hochzufrieden.“ Mai war für Verhandlungen schon in Hamburg, Salihamidzic aber schob einem Wechsel nun einen Riegel vor, will den Vertrag verlängern. „Lukas Mai verlässt den FC Bayern nicht. Davon gehen wir aus“, sagte er: „Wir sind jetzt mit ihm in guten Gesprächen.“ Der Plan des HSV ist es, Mai und den 19-jährigen Mittelstürmer Manuel Wintzheimer vom FCB zu verpflichten. Mai wurde am 31. März 2000 geboren und ist der erste im neuen Jahrtausend geborene Spieler, der für die Profis des FC Bayern zum Einsatz kam.

Mit David Bates hat sich der HSV eine interessante Personalie für den Neustart im Sommer gesichert. Und der Innenverteidiger ist nicht der erste Schotte beim HSV. In der Saison 86/87 kickte Mark McGhee im Volkspark. Der schottische Mittelstürmer brachte es sogar auf vier Länderspieleinsätze und zwei Tore. Beim HSV gelangen dem Angreifer in  33 Pflichtspieleinsätzen sieben Tore. Inzwischen ist der 60-Jährige als Trainer aktiv. Von Januar 2013 bis August 2017 war McGhee Co-Trainer der schottischen Nationalmannschaft unter Gordon Strachan.

Mark McGhee Foto: Witters

Es ist ein Auf und Ab bei Albin Ekdal. Nachdem der Schwede am Montag mal wieder das Training vorzeitig abgebrochen hatte, wirkte er am Dienstag wieder munter mit – und das auf ungewohnter Position. Trainer Christian Titz testete den 28-Jährigen als Innenverteidiger. Das könnte auch eine Option für das HSV-Spiel beim VfB Stuttgart am Sonnabend sein. „Ich will grundsätzlich nichts ausschließen“, sagte Titz. „Wir haben heute erstmals einen Eindruck davon bekommen. Jetzt müssen wir schauen, inwieweit es bei Albin überhaupt reicht bis Samstag.“

Zieht es Kyriakos Papadopoulos zurück in seine Heimat? Das berichtet zumindest das griechische Onlineportal Metrosport. Laut Informationen des Portals sei der griechische Erstligist PAOK Saloniki an den Diensten von „Papa“ interessiert. Mit dem schottischen Serienmeister Celtic Glasgow soll es zudem einen weiteren Interessenten geben. Beim HSV droht dem beinharten Verteidiger der Rauswurf. Papadopoulos hatte nach der Pleite gegen Berlin (1:2) Trainer Christian Sitz für dessen Aufstellung scharf kritisiert. Der Grieche schmorte erstmals seit seinem Wechsel zum HSV für 90 Minuten auf der Bank.

 

 

Lang, lang ist’s her. Von 2007 bis 2010 kickte Jerome Boateng für den HSV. Gestern absolvierte er sein bereits 250. Pflichtspiel für die Bayern – und traf womöglich für längere Zeit zum letzten Mal auf seinen Ex-Klub. Boatengs Zweikampfquote gegen den HSV lag übrigens bei 100 Prozent! Die HSV-Angreifer zwangen ihn allerdings auch nur in fünf direkte Duelle.

Als einziger Innenverteidiger des HSV hat es Kyriakos Papadopoulos in die „Kicker-Rangliste des deutschen Fußballs“ geschafft. Während der Grieche nach seiner starken Rückserie im Frühjahr 2017 aber noch als fünftbester zentraler Abwehmann der Liga eingeordnet war, taucht der 25-Jährige inzwischen nur noch in der untersten Kategorie „Blickfeld“ auf. Dort hat das Fachmagazin zehn Innenverteidiger aufgelistet, die nicht zu den 17 besten gehören. Angeführt wird das Ranking von Mats Hummels (Bayern München), der seine Spitzenposition aus dem Vorjahr damit verteidigen konnte. Mergim Mavraj schaffte es nicht unter die besten 27 Innenverteidiger.

Die Hoffnung auf eine Verpflichtung von U21-Europameister Marc-Oliver Kempf ist ohnehin nur noch gering. Nun aber ist das Feld der interessierten Vereine erneut größer geworden. Nach Informationen der „Bild“-Zeitung ist Kempf auch beim VfB Stuttgart ein Thema. Ob die Schwaben aber bereit sind, die vom SC Freiburg geforderte zweistellige Millionensumme für den 22-jährigen Innenverteidiger auf den Tisch zu legen, ist offen.

Jetzt ist es offiziell! Der HSV hat Bjarne Thoelke vom Karlsruher SC verpflichtet. Der 25-jährige Innenverteidiger unterschrieb nach bestandenem Medizincheck einen Vertrag bis 2018. „Bjarne ist ein physisch starker Spieler, den ich noch sehr gut aus meiner Zeit in Karlsruhe kenne. Er ist eine sinnvolle Verstärkung für unseren Defensivbereich, allen voran für die Innenverteidigung. Wir trauen ihm die 1. Bundesliga absolut zu und begrüßen ihn herzlich beim HSV“, erklärte Sportchef Jens Todt. Beim HSV erhält er die Rückennummer 22.

HSV-Sportchef Jens Todt (l.) mit Zugang Bjarne Thoelke. (Foto: Twitter/HSV)

Markus Gisdol kennt und schätzt ihn. Daher erscheint es nur logisch, dass auch Ermin Bicakcic (26) ein Kandidat ist, wenn es um die Frage geht, welche Innenverteidiger in der Winterpause den HSV noch verstärken können. Stand heute gibt es aber keinen Kontakt mit dem 15-fachen bosnischen Nationalspieler. „Es gibt keine Anfrage des HSV an uns oder an die TSG Hoffenheim“, teilten Bicakcics Berater der Sport Business AG der MOPO auf Nachfrage mit. „Ermin hat seinen Vertrag in Hoffenheim gerade verlängert. Wir gehen daher momentan davon aus, dass er auch in Hoffenheim bleibt. Sollte es von Seiten des Vereins eine andere Planung geben, müsste der HSV auf die TSG zukommen.“

HSV-Trainer Gisdol hat von Juli 2014 bis Oktober 2015 als Hoffenheimer Coach mit Bicakcic zusammengearbeitet. Bicakcic hatte seinen Vertrag beim Tabellenfünften der Bundesliga erst am 23. September bis 2020 verlängert, seinen Stammplatz aber zuletzt verloren.