Das Präsidium des HSV e.V. hat nach Abstimmung mit dem Beirat die Kandidaten für die künftige Besetzung des Aufsichtsrates der HSV Fußball AG benannt. Das amtierende Kontrollgremium hat  sich dem Votum angeschlossen und empfiehlt die aktuellen Aufsichtsratsmitglieder Andreas C. Peters und Felix Goedhart sowie Michael Krall, Max-Arnold Köttgen und Marcell Jansen zur Wahl. „Gemeinsam mit den beteiligten Gremien haben wir aus meiner Sicht für unseren HSV eine qualifizierte und gute Wahl getroffen“, sagt Vereinspräsident Jens Meier, der sich gleichzeitig bei den ausscheidenden Mitglieder bedankt: „Wir bedanken uns schon jetzt bei Karl Gernandt, Dieter Becken und Bernd Bönte für ihr Engagement. Alle drei haben uns mitgeteilt, dass sie für die nächste Amtszeit nicht mehr zur Verfügung stehen. Wir wissen, was sie für unseren HSV geleistet haben.“

Der frühere HSV-Profi und Aufsichtsrats-Anwärter Marcell Jansen vertraut für das Spiel in Freiburg voll und ganz auf die Hamburger Doppel-Spitze. „Die Par­tie beim Sport­club wird zum oft zi­tier­ten Sechs­punk­te-Spiel und zum Cha­rak­ter-Test. Mit einem Sieg kön­nen wir einen gro­ßen Schritt in der Ta­bel­le ma­chen“, schreibt er in seiner „Bild“-Kolumne und erklärt: „Ich denke, die Dop­pel­spit­ze mit Fiete Arp und Bobby Wood wie zu­letzt gegen Hof­fen­heim wird auch in Frei­burg funk­tio­nie­ren. Fiete hat geile Lauf­we­ge, geht toll in die Eins-ge­gen-eins-Du­el­le. Bobby macht viele Bälle fest, hat gegen Hof­fen­heim Selbst­ver­trau­en ge­tankt.“

4000 HSV-Anhänger sind Sonntag in der Veltins Arena dabei. Dazu gehört auch Marcell Jansen. Und der Ex-Profi tritt die Reise mit einem guten Gefühl an. Er glaubt, dass der HSV bei den zuletzt in sechs Pflichtspielen in Folge ungeschlagenen Schalkern etwas holen kann. Bei Twitter schreibt Jansen:

Der frühere HSV-Profi Marcell Jansen hat erneut betont, dass er sich ein Mitwirken im Aufsichtsrat der Fußball AG vorstellen kann. „Wenn Menschen davon überzeugt sind, dass ich mit meiner Art irgendwas zum Gesamtwerk beitragen kann – und sei es auch nur als Puzzle, dann wäre ich bereit. Ich kann mir das prinzipiell vorstellen, weil es mir um den Verein geht und nicht um Einzelschicksale“, wird Jansen bei „Sportbuzzer“ zitiert. HSV-e.V.-Chef Jens Meier habe ihn angesprochen, „und ich habe ihm gesagt, dass ich mich dem Verein verbunden fühle“, sagte der 32-Jährige.

In dieser Woche werden in der HSV Fußball AG die Weichen für die Zukunft gestellt. Am Mittwoch trifft sich der Aufsichtsrat zum letzten Mal in der aktuellen Besetzung, dann wird das Gremium neu aufgestellt. Nach MOPO-Informationen hat Karl J. Pojer, Vorsitzender der Geschäftsführung von Hapag-Lloyd Kreuzfahrten, seine Kandidatur mittlerweile zurückgezogen. Der Vorstand des Unternehmens soll sein Veto eingelegt haben. Damit wäre wieder ein Platz frei für einen Vertrauten von Investor Klaus-Michael Kühne. Darum hatte es zuletzt Streit mit Präsident Jens Meier gegeben. Als sichere Anwärter auf einen Posten im Aufsichtsrat gelten HEK-Boss Jens Luther und Ex-HSV-Profi Marcell Jansen.

Die Weichen für die Zukunft der HSV Fußball AG werden am 18. Dezember gestellt, wenn bei der Hauptversammlung der künftige Aufsichtsrat gebildet wird. Nach MOPO-Informationen werden HEK-Boss Jens Luther und Ex-Profi Marcell Jansen einziehen. Wie „Bild“ berichtet, ist auch Karl J. Pojer, Vorsitzender der Geschäftsführung von Hapag-Lloyd Kreuzfahrten, ein heißer Kandidat. Aus dem aktuellen Gremium soll Andreas Peters seine Arbeit fortführen, aber den Vorsitz (vermutlich an Luther) abgeben. HSV-Präsident Jens Meier ist gesetzt. Offen ist, ob es für den Vertrauten von Investor Klaus-Michael Kühne, Karl Gernandt, sowie Felix Goedhart und Dieter Becken im sechsköpfigen Aufsichtsrat weitergeht. Bernd Bönte steigt aus.