Es wäre der China-Kracher zum neuen Jahr. Der HSV soll mit dem chinesischen Unternehmen SIPG über einen Verkauf von bis zu zehn Prozent seiner Anteile verhandeln, könnte so auf eine Finanzspritze von bis zu 30 Millionen Euro hoffen. Das berichtet „Spiegel Online“. Auf MOPO-Nachfrage dementierte HSV-Präsident Jens Meier dies allerdings deutlich: „Da ist nichts dran. Das ist komplett aus der Luft gegriffen.“ Finanz-Vorstand Frank Wettstein erklärte: „Auch wenn die Kooperation zwischen den Vereinen exzellent läuft, haben wir weder mit SIPG über eine Beteiligung verhandelt, noch ist uns dieses Interesse überhaupt zugetragen worden.“

 

Es ist ein Termin, den viele HSV-Mitglieder mit Spannung erwarten – denn es dürfte zu einer Kampfabstimmung kommen. Aller Voraussicht nach wird Ex-HSV-Boss Bernd Hoffmann bei der Mitgliederversammlung für den Posten des Präsidenten kandidieren und damit gegen Amtsinhaber Jens Meier antreten. Nun steht auch der Ort des Geschehens fest: Am Sonntag, den 18. Februar, bittet der HSV e.V. ab 11 Uhr in die Kuppel (Luruper Chausee 30), direkt neben der Trabrennbahn in Bahrenfeld. Im vergangenen Januar war noch die Volksbank Arena im Volkspark Veranstaltungsort.

Positive Nachrichten vom HSV e.V. Das abgelaufene Geschäftsjahr wurde mit einem operativen Gewinn von 166.000 Euro abgeschlossen. Präsident Jens Meier zeigte sich mit der Entwicklung zufrieden: „Unser Ziel ist es immer mit einer soliden Finanzpolitik die Basis für den Verein langfristig zu stärken.  Dies ermöglicht uns notwendige Investitionen zu tätigen und damit wichtige Vereinsprojekte, die  zum Teil Jahrzehnte lang nicht möglich waren, zu verwirklichen.“

Nach den Absagen von Karl J. Pojer (Hapag-Lloyd Cruises) und Jens Luther (HEK) hat HSV-Präsident Jens Meier offenbar einen neuen prominenten Namen für die Liste des neu zu besetzenden Aufsichtsrates gefunden. Nach einem Bericht des „Hamburger Abendblatts“ soll Michael Krall, stellvertretender Vorstandssprecher der Wirtschaftsprüfungsgesellschaft KPMG, dem Gremium ab dem kommenden Jahr angehören. Der Wirtschaftsfachmann scheidet Ende des Jahres bei KPMG aus und wäre voraussichtlich auch der Top-Kandidat für den Vorsitz des Aufsichtsrats, der von der Hauptversammlung des HSV im Januar gewählt werden soll. Der aktuelle Aufsichtsratsvorsitzende Andreas Peters will die Leitung des Gremiums abgeben, soll aber neben Meier und Felix Goedhart dem Aufsichtsrat erhalten bleiben. Neben Krall soll Ex-Profi Marcell Jansen zu dem Sechser-Gremium dazustoßen. Damit fehlt nun nur noch ein Name auf der Liste.

Zuletzt gab es Stimmen aus der Politik, die sich kritisch mit Jens Meiers Engagement für den HSV auseinandersetzten. Der Präsident bezog nun eindeutig Stellung. Dass sein Job als Hafen-Chef „unter dem HSV e.V. leidet, ist schlichtweg falsch und absurd! Ich engagiere mich so lange für den Verein, wie ihr es wollt“, sagte er den Mitgliedern und entete großen Applaus. Zudem stört sich Meier sehr an dem mittlerweile zurückgezogenen Abwahlantrag: „So etwas sorgt für Verunsicherung bei Unterstützern des Vereins!“ Er habe Sponsoren zuletzt nicht versichern können, ob er nach der Mitgliederversammlung noch im Amt sei. Das Resultat: „Wir konnten deshalb keine weiteren Sponsorengelder einnehmen, weil alle abgewartet haben. Das ist schade.“