Im Januar hatte der HSV Sportchef Jens Todt vom KSC verpflichtet. Zwar mussten die Rothosen keine Ablöse für den zum damaligen Zeitpunkt bereits beurlaubten Manager zahlen, dennoch einigte man sich auf ein Ablösespiel, dessen Einnahmen in die Kasse des KSC fließen sollten.

Nun berichten die „Badischen Neuesten Nachrichten“, dass stattdessen doch Geld nach Karlsruhe fließen soll. Beim HSV ist diese Forderung allerdings nicht eingegangen, wie der Verein auf MOPO-Nachfrage bestätigte. Bislang habe der KSC noch keine Terminvorschläge für das Ablösespiel eingereicht. Der HSV habe allerdings die Möglichkeit Terminvorschläge abzulehnen. Sollte keine Einigung erzielt werden können, müssten laut HSV-Angaben beide Vereine nach einer alternativen Lösung suchen. Diese könnte auch monetär ausfallen.

 

Trotz seiner Verletzung musste Filip Kostic zum serbischen Nationalteam reisen. Wie HSV-Sportchef Jens Todt der MOPO bestätigte, steht nach wie vor nicht fest, wann Kostic zurückkehren darf. Nach Meinung des HSV ist der Offensivmann nach seinem Muskelfaserriss im Adduktorenbereich noch längst nicht einsatzfähig. Die Serben aber pochten auf die Abstellungspflicht.

Der Countdown zum Nordderby läuft. Am Sonnabend treffen die zwei kriselnden Nordklubs HSV und Werder Bremen aufeinander. Warum es beim Liga-Dino aktuell mit vier Niederlagen und 0:10 Toren nicht läuft, hat Sportchef Jens Todt dem „Weser Kurier“ verraten: „Wir haben früh in der Saison fünf Ausfälle von Stammspielern gehabt. Das tut uns weh, weil wir keinen Kader haben, der das ohne Weiteres wegsteckt.“

Kritik an der Kaderplanung wies Todt dabei zurück: „Unser Ziel war es, den Kader zu reduzieren und die Kaderkosten runterzufahren. Das haben wir getan. Wir fahren da sicherlich einen harten Kurs. Aber ich glaube, dass niemand davon ausgehen konnte, dass uns nach den ersten Spieltagen fünf Stammspieler ausfallen.“

Vor dem wegweisenden Derby gegen Bremen glaubt der Sportchef zudem, dass in der Ruhe die Kraft liegt. „Jeder weiß, woher der HSV kommt. Wir kommen aus einer denkbar schwierigen Situation und haben es aus meiner Sicht im letzten Jahr sensationell geschafft, noch drinzubleiben. Jetzt sammeln wir uns und wollen uns stabilisieren. Andere Träume haben wir derzeit nicht. Da tut uns Bescheidenheit gut.“

Dennoch glaubt Todt daran, dass „der HSV schon diese Wucht entwickeln kann, die uns möglicherweise in die obere Hälfte bringt. Da haben wir sicherlich Möglichkeiten, die andere Standorte nicht haben. Aber dafür müssten uns erst mal zwei, drei stabile Jahre gelingen.“

Die bittere Klatsche in Leverkusen ging auch Jens Todt nahe. Dennoch fand der Sportchef positive Ansätze. „Wir habe  es in den ersten 20 Minuten ähnlich gemacht wie gegen Dortmund. Danach haben wir es aber dem Gegner mit zu einfachen Fehlern viel zu leicht gemacht.” Hoffnung macht ihm aber, dass „wir als Team anders auftreten, als in vielen Phasen der letzten Saison. Jetzt müssen wir unsere Punkte gegen andere Teams holen.“

Die Premier League hat die Transferperiode für das kommende Jahr verkürzt. In England soll das Transferfenster künftig um 17 Uhr am letzten Donnerstag vor dem Saisonstart schließen. Eine Entscheidung, über die sich auch Jens Todt freut. Der HSV-Sportchef: „Ich begrüße die Entwicklung in England und bis absolut dafür, das Transferfenster früher zu schließen. Ich bin bereit, jeden Vorstoß zu unterstützen, der auch in Deutschland zu diesem Ergebnis führt.“

HSV-Investor Klaus Michael Kühne hat die nächste Runde des verbalen Rundumschlags eingeläutet und Sportchef Jens Todt sowie Stürmer Pierre-Michel Lasogga angegriffen. Nun hat sich Todt zu den Attacken des Milliardärs geäußert: „Wir stehen uneingeschränkt hinter jedem einzelnen Spieler unseres Kaders. Wir befinden uns mit Herrn Kühne wie bisher in einem offenen und konstruktiven Austausch. Wir freuen uns jetzt auf den Bundesligastart und konzentrieren uns voll darauf.”

Jetzt ist es offiziell! Der HSV hat Bjarne Thoelke vom Karlsruher SC verpflichtet. Der 25-jährige Innenverteidiger unterschrieb nach bestandenem Medizincheck einen Vertrag bis 2018. „Bjarne ist ein physisch starker Spieler, den ich noch sehr gut aus meiner Zeit in Karlsruhe kenne. Er ist eine sinnvolle Verstärkung für unseren Defensivbereich, allen voran für die Innenverteidigung. Wir trauen ihm die 1. Bundesliga absolut zu und begrüßen ihn herzlich beim HSV“, erklärte Sportchef Jens Todt. Beim HSV erhält er die Rückennummer 22.

HSV-Sportchef Jens Todt (l.) mit Zugang Bjarne Thoelke. (Foto: Twitter/HSV)

Wird er der nächste Neue des HSV? Saulo Decarli (25) werde nach Hamburg wechseln, das hatte Christian Constantin, der Präsident des FC Sion, ausgeplaudert. Die MOPO hakte beim Berater des Braunschweiger Innenverteidigers nach. „Der HSV ist ein ganz toller und natürlich hoch interessanter Verein. Es ist Saulos Traum, in der Schweizer Nationalmannschaft zu spielen und da hat ihm Vladimir Petkovic (Schweizer Nationaltrainer, d. Red.) klar signalisiert, dass er dieses Ziel nur erreichen wird, wenn er in der ersten Liga spielt“, sagt Berater Dieter Langhans. „Es hat mit dem HSV allerdings bisher keine konkreten Gespräche gegeben.“ Sportchef Jens Todt hatte Decarli zwar mehrfach beobachtet. So wirklich heiß scheint die Nummer aber bisher nicht zu sein. Der Freiburger U21-Nationalspieler Marc-Oliver Kempf (22) liegt nach MOPO-Informationen aussichtsreicher im Rennen.

Liebend gern hätte der HSV sich in der Abwehrmitte mit Felix Uduokhai verstärkt. Doch das 19 Jahre alte Talent von 1860 München wird nicht zum HSV wechseln. „Wir haben uns mit ihm beschäftigt, aber es wird keinen Wechsel zum HSV geben“, sagte Sportchef Jens Todt der MOPO. Stattdessen soll Uduokhai andere Optionen prüfen.

Am Mittwochabend trafen sich HSV-Boss Heribert Bruchhagen und Sportchef Jens Todt mit den Aufsichtsräten. Diese drängten die sportlich Verantwortlichen dazu, den Gehalts-Etat drastisch zu senken – von 56 auf 48 Millionen Euro. Erst wenn dieses Ziel erreicht oder annähernd erreicht ist, sollen neue Spieler verpflichtet werden. Nicht davon betroffen ist allerdings der geplante Transfer von Torwart Julian Pollersbeck. Der HSV hat dem 1. FC Kaiserslautern bereits ein erstes Angebot unterbreitet, ist damit aber nach Informationen der Fachzeitschrift „Kicker“ bei den Pfälzern abgeblitzt. 3,5 Millionen Euro plus erfolgsabhängige Bonuszahlungen wollen die Lauterer für den U21-Nationaltorhüter mindestens einstreichen, heißt es. Neben dem HSV zeigen auch Eintracht Frankfurt und der VfL Wolfsburg Interesse an einer Verpflichtung. Auch der Aufsichtsrat der Hamburger ist sich daher bewusst, dass ein Zurückziehen aus den Verhandlungen zum jetzigen Zeitpunkt die Chancen auf eine Verpflichtung des 22-Jährigen dramatisch verschlechtern würde.