André Hahn gehört zu den HSV-Profis, denen eine Woche im Trainingslager auch Trennungsschmerz bereiten. Der 27-Jährige muss bis zum 8. Januar schließlich nicht nur auf Ehefrau Ragna, sondern auch auf seinen Sohn Julien (2) verzichten. „Für jeden, der Frau und Kinder hat, ist diese Phase immer etwas unangenehm“, gestand Hahn der „Bild“. „Doch das gehört zu unserem Beruf dazu – das wissen wir und unsere Familien.“ Die Video-Anrufe würden die Situation deutlich erleichtern. „Wir haben das große Glück, dass es heutzutage so etwas wie Face-Time gibt“, sagt Hahn. „Mein Sohn fängt langsam an, das zu verstehen und erkennt mich auf dem Handy. Das erleichtet die Trennung von der Familie.“

Am Montag geht es für den HSV für acht Tage ins Wintertrainingslager nach Jerez. Eigentlich sollte auch Nicolai Müller (Kreuzbandriss) die Reise nach Spanien mit antreten. Über die Feiertage wurden die Pläne nun allerdings wieder geändert. Müller soll seine Reha doch lieber in Hamburg fortsetzen. Er bleibt an der Elbe.

Wenn der HSV an Neujahr Richtung Jerez de la Frontera abhebt, startet er in das längste Trainingslager aller Bundesliga-Teams. Acht Tage dauert das Camp in Andalusien, nur Werder Bremen, das in Algorfa in der Region Alicante untergebracht ist, bleibt ebenso lange im Süden. Acht Mannschaften bleiben in diesem Winter aufgrund der kurzen Pause übrigens in Deutschland. Von den zehn Teams, die wegfliegen, zieht es neun nach Spanien, die Bayern schlagen ihr Trainingslager in Doha/Katar auf. Testspielgegner Freiburg trainiert übrigens in Sotogrande und damit in rund 120 Kilometern Entfernung zum HSV. Neben diesen beiden Teams sind auch Borussia Dortmund und der VfL Wolfsburg in Andalusien untergebracht. Beide Mannschaften schlagen ihre Zelte in Marbella auf.