Trainer Christian Titz wollte die Arbeit seiner Vorgänger beim HSV im „Sportclub“-Interview nicht bewerten. „Es war nicht meine Aufgabe, über die anderen zu urteilen“, sagte er. Konkreter wurde der inzwischen 47-Jährige, bei der Frage, ob seine Mannschaft, die er mit Teambuildingmaßnahmen versucht hat, zusammenzuschweißen, vorher kein Team gewesen sei. „Doch, das glaube ich schon“, antwortete Titz. „Aber wenn du über einen längeren Zeitraum nicht gewinnst, ist es ganz normal, dass es Unzufriedenheiten in der Kabine gibt. Mit der Zeit bilden sich auch Gruppen. Durch solche Maßnahmen versuchen wir, das wieder zu verändern und kurzfristig eine positive Stimmung reinzubekommen.“

HSV-Trainer Christian Titz hat sich nach seiner brisanten und riskanten Kader-Entscheidung vor dem Hertha-Spiel zu seinen Beweggründen geäußert. Über eine mögliche Unruhe in der Kabine sagte er in der „Bild“: „Wir mussten uns für 18 Mann entscheiden. Dass einige, die sich darin nicht wiedergefunden haben oder auf der Bank saßen, reagieren, ist nicht ungewöhnlich. Ich kann die Enttäuschung sogar nachvollziehen. Ich war ja auch mal Spieler. Wenn du nicht spielst, hast du eine gewisse Wut auf den Trainer. Im Abstiegskampf, bei einer Mannschaft, die schon ein Stück weit abgeschlagen ist, ist es eine Wunschvorstellung, dass dort Harmonie und Ruhe herrschen. Nur – hätten wir am Wochenende gewonnen, gäbe es jetzt dieses Thema nicht.“

Für den HSV war es ein Feiertag, für RB Leipzig eine ganz bittere, weil unerwartete Pleite. Den Hamburger 3:0-Sieg bei den Bullen am 11. Februar 2017 haben beide Seiten nicht vergessen. RB-Trainer Ralph Hasenhüttl dient die Niederlage, um seine Stars vor dem vermeintlich angeschlagenen Gegner zu warnen. „Wir haben noch etwas gutzumachen“, sagt er. „Und wir haben einen Plan.“ Dazu gehört eine spezielle Form der Motivation. In der RB-Kabine will der Österreicher heute einen Zeitungs-Ausschnitt vom Februar-Spiel aufhängen.

Schreck in der Morgenstunde! Durch einen überhitzten Saunaofen kam es im Kabinentrakt des Volksparkstadions am Mittwochmorgen zu einem Entstehungsbrand mit heftiger Rauchentwicklung. Trainer, Profis und Betreuer mussten die Räume verlassen, nachdem die Feuerwehr mit einem Löschzug an der Arena anrückte. 15 Retter waren im Einsatz, der um 10.30 Uhr beendet wurde. Der Saunaofen wurde abgekühlt, bevor offene Flammen schlagen konnten.

Nach dem Training hat sich Bruno Labbadia heute gegenüber den Journalisten zum Streit zwischen Emir Spahic und Lewis Holtby geäußert – und den „Bild“-Bericht teilweise dementiert. Ihm sei davon nichts bekannt, sagte der HSV-Trainer. Es soll in der Kabine zwar etwas lauter gewesen sein, aber einen richtigen Streit habe es nicht gegeben. „Es ist doch gut, wenn die Spieler auch mal lauter werden“, sagte der 49-Jährige.