Wer geht? Wer bleibt? Wer kommt? In den kommenden Wochen wird es beim HSV reichlich Bewegung geben. Trainer Christian Titz und Kaderplaner Johannes Spors basteln am Aufgebot für die erste Zweitliga-Saison in der Klub-Geschichte. Die MOPO gibt einen Überblick, welche Profis auch für die nächste Spielzeit unter Vertrag stehen und wie lang sie an den HSV gebunden sind:

Tor: Julian Pollersbeck (2021), Christian Mathenia (2019), Tom Mickel (2019)

Abwehr: Kyriakos Papadopoulos (2020), Gideon Jung (2022), Rick van Drongelen (2022), Mergim Mavraj (2019), David Bates (2022, Zugang von Glasgow Rangers), Stephan Ambrosius (2021), Douglas Santos (2021), Josha Vagnoman (2019)

Mittelfeld: Matti Steinmann (2020), Albin Ekdal (2019), Mohamed Gouaida (2019), Walace (2021), Vasilije Janjicic (2020), Alen Halilovic (2020, war an UD Las Palmas verliehen)

Angriff: Filip Kostic (2021), Tatsuya Ito (2021), André Hahn (2021), Bakery Jatta (2019), Fiete Arp (2019), Bobby Wood (2021), Luca Waldschmidt (2020), Pierre-Michel Lasogga (2020, war an Leeds United verliehen), Batuhan Altintas (2019, war an Giresunspor verliehen), Manuel Wintzheimer (2022, Zugang vom FC Bayern)

Es wird beim HSV einen personellen Einschnitt geben, so viel steht fest. Aber Frank Wettstein stellte kürzlich bereits klar, dass man die Kaderplanung selbstbestimmt vorantreibe. „Wir sind nicht gezwungen, Spieler aktiv auf den Markt zu geben und werden bestimmt nicht jeden wechselwilligen Profi ziehen lassen, der uns mit in diese Lage gebracht hat“, sagte der HSV-Vorstand. Und weiter: „Es werden Spieler auf uns zukommen, die vielleicht Alternativen haben. Dann muss man sehen, ob das für uns attraktiv ist.“

Der Countdown zum Nordderby läuft. Am Sonnabend treffen die zwei kriselnden Nordklubs HSV und Werder Bremen aufeinander. Warum es beim Liga-Dino aktuell mit vier Niederlagen und 0:10 Toren nicht läuft, hat Sportchef Jens Todt dem „Weser Kurier“ verraten: „Wir haben früh in der Saison fünf Ausfälle von Stammspielern gehabt. Das tut uns weh, weil wir keinen Kader haben, der das ohne Weiteres wegsteckt.“

Kritik an der Kaderplanung wies Todt dabei zurück: „Unser Ziel war es, den Kader zu reduzieren und die Kaderkosten runterzufahren. Das haben wir getan. Wir fahren da sicherlich einen harten Kurs. Aber ich glaube, dass niemand davon ausgehen konnte, dass uns nach den ersten Spieltagen fünf Stammspieler ausfallen.“

Vor dem wegweisenden Derby gegen Bremen glaubt der Sportchef zudem, dass in der Ruhe die Kraft liegt. „Jeder weiß, woher der HSV kommt. Wir kommen aus einer denkbar schwierigen Situation und haben es aus meiner Sicht im letzten Jahr sensationell geschafft, noch drinzubleiben. Jetzt sammeln wir uns und wollen uns stabilisieren. Andere Träume haben wir derzeit nicht. Da tut uns Bescheidenheit gut.“

Dennoch glaubt Todt daran, dass „der HSV schon diese Wucht entwickeln kann, die uns möglicherweise in die obere Hälfte bringt. Da haben wir sicherlich Möglichkeiten, die andere Standorte nicht haben. Aber dafür müssten uns erst mal zwei, drei stabile Jahre gelingen.“