Kapitän Gotoku Sakai bestätigt, dass Trainer Bernd Hollerbach beim HSV die Zügel angezogen hat. „Wir sprechen mehr über Fußball, rücken enger zusammen. Wir müssen uns gemeinsam pushen, trainieren viel, auch wenn es manchmal wehtut. Es ist aber der richtige Weg. Wir brauchen eine harte Hand“, sagte der 27-Jährige der „Bild“-Zeitung. Er stehe neuerdings um kurz vor sieben Uhr morgens auf. „Nur bei Trainer Huub Stevens in meiner Stuttgarter Zeit war es noch früher. Da mussten wir 7.30 Uhr in der Kabine sein und um 8 Uhr wurde gefrühstückt.“

Neuer Trainer, neuer Kapitän? Markus Gisdol hatte einst Johan Djourou abgesetzt und Gotoku Sakai das Amt übertragen. Doch jetzt muss auch der Japaner um die Binde fürchten. „Ich habe mir einen ersten Eindruck verschaft und ja schon gesagt, dass es für alle wieder von vorne los geht“, stellte Bernd Hollerbach fest. Und weiter: „Darüber werde ich erst mal mit der Mannschaft sprechen und mich dann vor dem Spiel entscheiden.“

Gotoku Sakai haderte mit dem 1:3 in Mönchengladbach. „An der Niederlage sind wir selbst schuld“, befand der HSV-Kapitän. „Wir haben viele Konterchancen zugelassen. Das ist genau das, was Gladbach wollte.“ Vom kämpferischen Einsatz könne man der Mannschaft keinen Vorwurf machen. Der Japaner forderte aber auch: „Wir können nicht ruhig bleiben, müssen ein bisschen Druck spüren.“