Der SC Freiburg muss seine Startelf im Heimspiel gegen den HSV erneut umbauen. Nach der Verletzung von Marc Oliver Kempf, der einen Muskelfaserriss im Oberschenkel erlitt, wird entweder Caglar Söyüncü oder Philipp Lienhart in der Innenverteidigung spielen. Im defensiven Mittelfeld ist der Einsatz von Amir Abrashi wegen eines Infekts fraglich. Trainer Christian Streich wird eventuell auch in der Offensive eine Veränderung vornehmen, nachdem Bartosz Kapustka zuletzt gegen Mainz (2:1) nicht überzeugen konnte. Für ihn könnte Florian Kath, der gegen den FSV sein erstes Bundesligator erzielte, zum Zug kommen.

Bittere Nachricht für den kommenden HSV-Gegner! Im Keller-Krimi am Freitag muss der SC Freiburg auf Marc-Oliver Kempf verzichten. Der 22-jährige Innenverteidiger zog sich gegen Mainz (3:1) am vergangenen Sonnabend einen Muskelfaserriss im Oberschenkel zu. Wie der Klub heute mitteilte, wird der U21-Europameister für das Team von Trainer Christian Streich „aller Voraussicht nach erst wieder nach der Winterpause zum Einsatz kommen können“.

Es ist kein Geheimnis, dass Marc-Oliver Kempf vom SC Freiburg bei Jens Todt hoch im Kurs steht. Zwar hatte der Sportchef des HSV eine Verpflichtung des 22-jährigen Innenverteidigers schon abgeschrieben, doch jetzt öffnet sich vielleicht noch einmal die Tür: Mit Philipp Lienhart (20) von Real Madrid B haben die Breisgauer einen weiteren Spieler für das Abwehrzentrum per Leihe plus Kaufoption präsentiert. Gut möglich, dass U21-Europameister Kempf (Vertrag bis 2018) nun die Freigabe erhält und der HSV mitbietet.

Gestern zum Auftakt der U21-EM in Polen musste sich HSV-Profi Gideon Jung (22) gegen Tschechien (2:0) mit der Joker-Rolle begnügen, erst nach 66 Minuten wurde er eingewechselt. Bundestrainer Stefan Kuntz zog ihm Marc-Oliver Kempf (22) vor. Laut „Bild“ könnten Jung und der Abwehr-Mann in der kommenden Saison in Hamburg Kollegen werden. Denn er soll auf der Wunschliste stehen, ebenso wie Harvard Nordtveit (West Ham United) und natürlich Kyriakos Papadopoulos, dessen Leihe abläuft und der Leverkusen gehört. Kempf steht bis 2018 in Freiburg unter Vertrag und wird von Volker Struth beraten.