Liverpools Superstar Mohamed Salah schießt derzeit alles in Grund und Boden. In 43 Pflichtspielen gelangen dem Ägypter in der laufenden Saison bereits 38 Treffer, weitere 13 Tore bereitete er vor. Beinahe hätte der 25-Jährige für den HSV gestürmt, gleich dreimal boten die Hamburger ihm einen Vertrag an: Im Januar 2014 wollte der damalige Sportchef Oliver Kreuzer ihn vom FC Basel holen, Salah entschied sich für den FC Chelsea. Im Januar 2015 verhandelte Peter Knäbel über ein Leihgeschäft, doch der Angreifer wechselte zum AC Florenz. Im Sommer 2015 wagte Knäbel einen erneuten Versucht, aber Salah schloss sich dem AS Rom an. Dort erzielte er 29 Tore in 65 Spielen – und zog schließlich für 42 Millionen Euro nach Liverpool zu Teammanager Jürgen Klopp weiter.

Schnappt sich der HSV einen Angreifer aus dem Star-Ensemble von Jürgen Klopp? Auf jeden Fall steht der belgische Sturm-Allrounder Divock Origi beim FC Liverpool vor dem Absprung, wie Vater und Berater Mike Origi erklärte: „Divock wird Liverpool verlassen, weil er regelmäßig spielen muss.“ Aus der Premier League ist Tottenham an dem 23-Jährigen interessiert, „aber es gibt auch Möglichkeiten in Deutschland und Frankreich“, verriet Papa Origi, ohne im Detail auf Vereine einzugehen. Interessant für den HSV: Der Klopp-Klub ist auch einem Leihgeschäft nicht abgeneigt, wenn der Spieler (Vertrag bis 2019) viele Einsätze bekommen würde.

Als Spieler schaffte es Markus Gisdol nicht in die Bundesliga, doch als Trainer hat sich der 47-Jährige längst im Profigeschäft etabliert. Doch gibt es dennoch Kollegen, zu denen der HSV-Coach auf- und sich etwas abschaut? Bei „NDR 90,3“ verriet Gisdol: „Mit Vorbildern tue ich mich grundsätzlich schwer. Das sind eigentlich meine Eltern. Im normalen Leben kenne ich die Personen zu wenig. Aber ich finde so eine Mischung aus Hitzfeld und Klopp ganz gut.“

Nach Informationen des „Daily Star“ hat der FC Liverpool mit Trainer Jürgen Klopp nun ebenfalls Interesse an HSV-Kandidat Neven Subotic angemeldet. „Starsport“ zitiert den 28-jährigen Verteidiger zudem mit einer Lobeshymne auf seinen Ex-Coach: „Jürgen war und ist eine wichtige Person in meinem Leben. Ich verdanke ihm viel. Mit ihm und Dortmund hatte ich eine super Zeit. Dafür bin ich ewig dankbar.“ Subotic sollen zudem Anfragen vom FC Arsenal, Everton und Middlesbrough sowie mehreren Bundesliga-Klubs vorliegen. 

Beim HSV haben sich die Trainer in den zurückliegenden Jahren die Klinke in die Hand gedrückt. Kontinuität? Fehlanzeige! 2008 war sich der damalige Vorstand Bernd Hoffmann mit Jürgen Klopp einig, der Vertrag ausgehandelt. Doch Sportchef Dietmar Beiersdorfer war unsicher und schickte einen Scout nach Mainz, um den Coach unter die Lupe zu nehmen. Im Interview mit dem „RedaktionsNetzwerk Deutschland“ erinnert sich Klopp an den geplatzten Wechsel nach Hamburg. Ob ihn das getroffen habe? „Ja, das kann ich so sagen. Ich wollte als Trainer wahrgenommen werden. Der HSV hat so eine Art Casting gemacht: flapsiger Umgang mit der Presse, Unpünktlichkeit, Löcher in den Jeans, Raucher. Rauchen stimmt leider. Unpünktlich ist eine absolute Unwahrheit. Ich war in meinem Leben nie unpünktlich, wenn ich es irgendwie verhindern konnte. Und was war das Letzte? Flapsig im Umgang mit der Presse. Ja, was soll das? Und dann noch der Spitzname Kloppo, verbunden mit der Frage nach Autorität. Ich habe damals gesagt: ‚So, Freunde, falls noch Interesse besteht, wollte ich nur mal sagen: no way. Ruft nie wieder an, das mache ich nicht. Ich bin Fußballtrainer und wenn euch solche Sachen wichtig sind, seid ihr die Falschen. Dann können wir nicht zusammenarbeiten.'“ Klopp ging nach Dortmund und arbeitet nun in England beim FC Liverpool.

Als Stammspieler wurde er mit Borussia Dortmund 2011 und 2012 Deutscher Meister, doch seit Thomas Tuchel im vergangenen Sommer das Trainer-Amt beim BVB von Jürgen Klopp übernommen hat, spielt Neven Subotic nur noch eine Nebenrolle. In der Hinrunde plagten ihn zudem Rückenprobleme, nur drei Einsätze stehen in dieser Saison zu Buche. Vieles spricht dafür, dass der 27-jährige Innenverteidiger die Borussen trotz Vertrags bis 2018 nach der laufenden Serie verlässt. Und wie die „Sport Bild“ berichtet, bemüht sich der HSV intensiv um eine Verpflichtung des serbischen Nationalspielers.  

Im Fokus des HSV: Dortmunds Neven Subotic (Foto: Witters)