Der HSV versetzt sich und seine Fans ja schon seit Jahren in Angst und Schrecken. Sportlich tanzt der Liga-Dino dauerhaft auf der Rasierklinge. Wirtschaftlich pfeift der Traditionsklub auf dem letzten Loch, zumal sich Investor Klaus-Michael Kühne weigert, das nächste Rettungspaket zu schnüren. Und jetzt, wo der neue Trainer Bernd Hollerbach all seine Hoffnung darauf baut, dass man im ganzen Verein vom Vorstand über die Mannschaft bis hin zum Platzwart die Reihen schließt und als Einheit auftritt, fliegt an der Spitze alles auseinander. Weil bekannt wurde, dass sich Aufsichtsräte dafür stark machten, den HSV-Vorsitzenden Heribert Bruchhagen und Sportchef Jens Todt zu stürzen, ist die Stimmung vergiftet. Die ohnehin schon wackelige Führung wurde weiter geschwächt. Wer soll sie noch ernst nehmen? Mal ehrlich: So schlimm wie jetzt war es noch nie um den HSV bestellt!

Matthias Linnenbrügger