Unter Tayfun Korkut ist der VfB Stuttgart noch ungeschlagen, holte 17 Punkte aus sieben Spielen. Nun träumen die Fans von einem Durchmarsch bis Saisonende und sogar dem Einzug in die Europa League. Zumal es am Sonnabend im eigenen Stadion gegen den Tabellenletzten geht. Doch Trainer Korkut warnt davor, die Hamburger auf die leichte Schulter zu nehmen: „Wir gehen nicht mit dem Gedanken ins Spiel, dass der HSV schon weg und leicht zu schlagen ist. Der HSV hat individuelle Qualität im Team. Wir sind vorbereitet. Wir werden wieder auf uns und unser Spiel schauen. Das wird wichtig sein.“ Einen Spannungsabfall bei seinen Profis erkennt er dabei nicht: „Ich spüre, dass alle voll da sind. Jeder Spieler will in die Mannschaft. Ich bin mir sicher, dass wir mit der richtigen Einstellung ins Spiel gehen werden.“

Dem VfB Stuttgart ist ein Riesenschritt Richtung Klassenerhalt gelungen. Durch ein Tor von Mario Gomez gewann der Aufsteiger mit 1:0 (1:0) beim FC Augsburg und kletterte auf Platz 13. Der Vorsprung auf den Vorletzten HSV beträgt nun schon zehn Punkte. Der Trainerwechsel hat sich bei den Schwaben ausgezahlt: Tayfun Korkut holte sieben von neun Zählern.

Nach der Trennung von Hannes Wolf hat HSV-Konkurrent Stuttgart einen Nachfolger gefunden: Tayfun Korkut (zuletzt Leverkusen, davor Kaiserslautern und Hannover) wird neuer Cheftrainer des VfB. Der 43-Jährige erhält beim Tabellen-15. einen Vertrag bis Sommer 2019. Die Schwaben haben aus den vergangenen acht Spielen nur einen Sieg geholt. Korkut ist gebürtiger Stuttgarter und hat 2011 die U19 des VfB trainiert. Jetzt kehrt er zurück.

Nach dem gruseligen Auftritt des HSV in Augsburg (0:1) zum Auftakt der Rückrunde und dem fünften Spiel in Folge ohne Sieg wächst auch der Druck auf Markus Gisdol. Sollte sein Team am kommenden Sonnabend zu Hause gegen das abgeschlagene Schlusslicht Köln verlieren, wäre er kaum noch zu halten. Doch welche Trainer und Nachfolge-Kandidaten sind eigentlich auf dem Markt? Die MOPO hat folgende Retter-Aspiranten ausgemacht: Peter Bosz (54, zuletzt Dortmund, seit Dezember ohne Job), Tayfun Korkut (43, zuletzt Leverkusen, seit Juni ohne Job), Slaven Bilic (49, zuletzt West Ham United, seit November ohne Job), Markus Weinzierl (43, zuletzt Schalke 04, seit Juni ohne Job), Andries Jonker (55, zuletzt Wolfsburg, seit September ohne Job).