Medien: Hoffmann und Co. diskutierten über Hollerbach-Aus

Gestern traf sich im Volksparkstadion erstmals der neue Aufsichtsrat der HSV Fußball AG. Anschließend wurde offiziell bekanntgegeben, dass der frühere KPMG-Vorstand Michael Krall den Vorsitz im Gremium behält und sich der kürzlich zum Klub-Präsidenten gewählte Bernd Hoffmann mit dem Posten des Stellvertreters begnügt. Wie das „Abendblatt“ berichtet, hat dieser dafür geworben, im Abstiegsfall den kompletten Austausch der Führungsriege herbeizuführen, also Vorstands-Boss Heribert Bruchhagen, Sportchef Jens Todt und Trainer Bernd Hollerbach zu entlassen. Brisant: Es soll gestern sogar darüber diskutiert worden sein, den erst am 22. Januar verpflichteten Hollerbach nach fünf Spielen ohne Sieg (der HSV holte unter ihm zwei von 15 Punkten) schon wieder abzulösen. Eine solche Entscheidung müsste aber der Vorstand treffen, da sich der Aufsichtsrat nicht in das operative Geschäft einmischen darf.

Hoffmann verzichtet auf Chef-Posten im Aufsichtsrat

Am Abend hat sich der Aufsichtsrat der HSV Fußball AG zu einer Sitzung im Volksparkstadion getroffen. Erstmals mit dabei: Klub-Präsident Bernd Hoffmann, der auf den angestrebten Vorsitz im Gremium verzichtet und künftig als Stellvertreter von Michael Krall fungiert. „Unser Aufgabenfeld ist umfangreich, die Arbeitsteilung in einem starken Team finde ich sinnvoll. Wir müssen unsere Kräfte bündeln“, wird Hoffmann auf der Internetseite des Vereins zitiert. Das Interesse des Vereins als Hauptgesellschafter der HSV Fußball AG sieht er durch den Aufsichtsratsvorsitzenden Krall gut vertreten, der am 6. Februar auf der Hauptversammlung der HSV Fußball AG zum Aufsichtsrat gewählt und bei der anschließenden konstituierenden Sitzung zum Vorsitzenden des Gremiums ernannt worden war. „Wir pflegen einen vertraulichen Austausch und wollen als Team unserer Verantwortung gerecht werden, die uns von der Hauptversammlung übertragen wurde“, so Krall.

Präsident Hoffmann spricht heute mit Aufsichtsratschef Krall

Die Wahl zum Präsidenten des HSV feierte Bernd Hoffmann gestern in engem Kreis bei einem Italiener in Eppendorf, heute stürzt er sich in die Arbeit. Ganz oben auf der Agenda steht ein Telefongespräch mit Michael Krall, seit knapp zwei Wochen Chef des Aufsichtsrats der Fußball AG. Fraglich, ob er auch im Amt bleibt, denn Hoffmann selbst strebt den Posten an der Spitze des Gremiums an.

Gewählt! Das ist der neue HSV-Aufsichtsrat

Der neue HSV-Aufsichtsrat steht! Mit dabei sind nach der heutigen Hauptversammlung der HSV Fußball AG: Michael Krall (Vorsitzender), Felix Goedhart, Ex-Profi Marcell Jansen, Max-Arnold Köttgen und Dr. Andreas C. Peters sowie Jens Meier als Präsident des HSV e. V. . „Die Aktionäre haben uns heute ihr Vertrauen ausgesprochen. Wir sind uns der Bedeutung der Aufgabe bewusst und beginnen morgen mit der Arbeit“, sagte Rats-Boss Krall. Meier wird als sein Stellvertreter fungieren. Die Kontrolleure sind für fünf jahre gewählt worden. Meier dankte den ausgeschiedenen Aufsichtsräten Karl Gernandt, Dieter Becken und Bernd Bönte für ihr geleistetes Engagement.

Der neue Aufsichtsrat der HSV Fußball AG: Marcell Jansen, Dr. Andreas C. Peters, Jens Meier, Max-Arnold Köttgen, Michael Krall und Felix Goedhart (v.l.) (Foto: HSV Fußball AG)

Kandidaten für den neuen Aufsichtsrat stehen fest

Das Präsidium des HSV e.V. hat nach Abstimmung mit dem Beirat die Kandidaten für die künftige Besetzung des Aufsichtsrates der HSV Fußball AG benannt. Das amtierende Kontrollgremium hat  sich dem Votum angeschlossen und empfiehlt die aktuellen Aufsichtsratsmitglieder Andreas C. Peters und Felix Goedhart sowie Michael Krall, Max-Arnold Köttgen und Marcell Jansen zur Wahl. „Gemeinsam mit den beteiligten Gremien haben wir aus meiner Sicht für unseren HSV eine qualifizierte und gute Wahl getroffen“, sagt Vereinspräsident Jens Meier, der sich gleichzeitig bei den ausscheidenden Mitglieder bedankt: „Wir bedanken uns schon jetzt bei Karl Gernandt, Dieter Becken und Bernd Bönte für ihr Engagement. Alle drei haben uns mitgeteilt, dass sie für die nächste Amtszeit nicht mehr zur Verfügung stehen. Wir wissen, was sie für unseren HSV geleistet haben.“