Liverpools Superstar Mohamed Salah schießt derzeit alles in Grund und Boden. In 43 Pflichtspielen gelangen dem Ägypter in der laufenden Saison bereits 38 Treffer, weitere 13 Tore bereitete er vor. Beinahe hätte der 25-Jährige für den HSV gestürmt, gleich dreimal boten die Hamburger ihm einen Vertrag an: Im Januar 2014 wollte der damalige Sportchef Oliver Kreuzer ihn vom FC Basel holen, Salah entschied sich für den FC Chelsea. Im Januar 2015 verhandelte Peter Knäbel über ein Leihgeschäft, doch der Angreifer wechselte zum AC Florenz. Im Sommer 2015 wagte Knäbel einen erneuten Versucht, aber Salah schloss sich dem AS Rom an. Dort erzielte er 29 Tore in 65 Spielen – und zog schließlich für 42 Millionen Euro nach Liverpool zu Teammanager Jürgen Klopp weiter.

Oliver Kreuzer weiß ganz genau, was über die HSV-Bosse hineinbricht, wenn sich Klaus-Michael Kühne mit seinen Tiraden zu Wort meldet. Schließlich erlebte er es selbst, als der Investor ihn im Sommer 2013 als „Drittliga-Manager“ brandmarkte. Vor dem Liga-Start gegen Augsburg (1:0) hatte Kühne mal wieder losgelegt, neben der Führungsriege auch Angreifer Pierre-Michel Lasogga („Flop des Jahrhunderts“) übel kritisiert. „Es ist planlos, was Kühne da macht. Er soll einfach den Mund halten“, sagte Kreuzer bei „sport1.de“. Die Aussagen seien „skandalös und despektierlich. Das gehört sich einfach nicht.“ Damit schade der Mäzen dem Verein, es sei eine „brutale Kapitalvernichtung, weil Pierre ein Spieler des HSV ist, der noch zwei Jahre Vertrag hat. Einerseits will man den Spieler loswerden, andererseits haut Kühne so ein Ding raus.“

So ein Transfer im Profifußball kann schon ziemlich kompliziert sein. Weil Hakan Calhanoglu von Bayer Leverkusen mit einem Gewinn von 7,5 Millionen Euro (Einkauf: 14,5, Verkauf 22) an den AC Mailand abgegeben wird, erhält der HSV 750.000 Euro (zehn Prozent). Das handelte der damalige Sportchef Oliver Kreuzer im Sommer 2014 so aus. Allerdings hatte er laut eigener Aussage zwei Jahre zuvor auch mit dem Karlsruher SC eine zehnprozentige Beteiligung verabredet. 75.000 Euro der HSV-Provision gehen also an den Zweitliga-Absteiger. Manager dort: Oliver Kreuzer.

Nach sieben Punkten aus acht Spielen und dem Absturz auf den letzten Tabellenplatz in der Zweiten Liga steht Ex-HSV-Trainer Mirko Slomka beim Karlsruher SC schon wieder vor dem Aus. Laut „kicker“ hat Sportdirektor Oliver Kreuzer, der schon in Hamburg mit Slomka zusammengearbeitet und ihn zum KSC geholt hatte, bereits Kontakt zu Dirk Schuster (zuletzt Augsburg) aufgenommen.

MOPO-Reporter Simon Braasch hat Juve-Star Tomás Rincón in Italien besucht. „Der HSV war und ist in meinem Herzen“, sagte ihm der 29 Jahre alter Venezolaner, der von 2009 bis 2014 in Hamburg gespielt hat. Die Trennung unter dem damaligen Sportchef Oliver Kreuzer („Er wollte mich nicht mehr“) sei sehr schwierig gewesen. „Es hat mich sehr traurig gemacht und wehgetan“, sagte Rincón. „Ich bin dem HSV aber sehr dankbar und wünsche ihm nur das Beste.“ Das ausführliche Interview lesen Sie heute in der gedruckten MOPO. Es lohnt sich!

Tomás Rincón mit MOPO-Reporter Simon Braasch

Gemeinsam wollten sie beim Karlsruher SC den Karren aus dem Dreck ziehen. Ex-HSV-Sportchef Oliver Kreuzer holte im Winter den früheren HSV-Trainer Mirko Slomka als Retter. Doch es riecht nach stark nach dem Super-GAU: Nach dem indiskutablen 0:3 daheim gegen Fortuna Düsseldorf bleibt der KSC Tabellenletzter. „Wir haben versagt“, bekannte Kreuzer.

Der Karlsruher SC wird immer zum Klub der Ex-Hamburger. Nachdem der neue Sportchef Oliver Kreuzer schon Mirko Slomka als Cheftrainer verpflichtete, kommt nun der nächste Ex-HSVer nach Baden. Zlatan Bajramovic, bis September 2014 bereits unter Slomka Assistent in Hamburg, übernimmt diesen Posten nun beim KSC. Zuletzt war Bajramovic Cheftrainer des baden-württembergischen Oberligisten Bahlinger SC.

Zwei Ex-Hamburger vereint in Karlsruhe: Mirko Slomka ist neuer Trainer des KSC. Der 49-Jährige unterzeichnete bei den Badenern einen Vertrag bis 2018. „Ausschlaggebend waren vor allem die sehr guten Gespräche mit den Verantwortlichen und das Wissen um die fruchtbare Zusammenarbeit mit Oliver Kreuzer in der Vergangenheit. Auf dieser Basis ist es aus meiner Sicht möglich, hier mit allen gemeinsam etwas zu entwickeln“, sagte Slomka. Sportdirektor Kreuzer erklärte: „Mit Mirko haben wir unseren Wunschtrainer für uns gewinnen können. Ich kenne ihn sehr gut aus unserer gemeinsamen Zeit in Hamburg und bin mir sicher, dass er beim KSC erfolgreich arbeiten wird.“ In Hamburg wurde Slomka im September 2014 entlassen, seither war er ohne Anstellung als Trainer. Auch Kreuzer musste 2014 beim HSV gehen.