Im Januar hatte der HSV Sportchef Jens Todt vom KSC verpflichtet. Zwar mussten die Rothosen keine Ablöse für den zum damaligen Zeitpunkt bereits beurlaubten Manager zahlen, dennoch einigte man sich auf ein Ablösespiel, dessen Einnahmen in die Kasse des KSC fließen sollten.

Nun berichten die „Badischen Neuesten Nachrichten“, dass stattdessen doch Geld nach Karlsruhe fließen soll. Beim HSV ist diese Forderung allerdings nicht eingegangen, wie der Verein auf MOPO-Nachfrage bestätigte. Bislang habe der KSC noch keine Terminvorschläge für das Ablösespiel eingereicht. Der HSV habe allerdings die Möglichkeit Terminvorschläge abzulehnen. Sollte keine Einigung erzielt werden können, müssten laut HSV-Angaben beide Vereine nach einer alternativen Lösung suchen. Diese könnte auch monetär ausfallen.

 

Fünf Jahre lang, von 2007 bis 2012, wurde Florian Stritzel beim HSV ausgebildet, schaffte aber nicht den Sprung zu den Profis. Nach einer Zwischenstation in Karlsruhe nimmt der 23-Jährige nun einen neuen Anlauf: Stritzel unterschrieb für zwei Jahre bei Bundesliga-Absteiger Darmstadt 98.

Gemeinsam wollten sie beim Karlsruher SC den Karren aus dem Dreck ziehen. Ex-HSV-Sportchef Oliver Kreuzer holte im Winter den früheren HSV-Trainer Mirko Slomka als Retter. Doch es riecht nach stark nach dem Super-GAU: Nach dem indiskutablen 0:3 daheim gegen Fortuna Düsseldorf bleibt der KSC Tabellenletzter. „Wir haben versagt“, bekannte Kreuzer.

Nun hat auch HSV-Boss Heribert Bruchhagen Stellung zum bevorstehenden Wechsel Jens Todts zum HSV genommen. Er sagt: „Wir führen derzeit viele Gespräche, unter anderem auch mit dem KSC bezüglich Jens Todt. Das bedeutet allerdings nicht, dass es hier schon eine Einigung gibt. Über mögliche Ablösemodalitäten kann ich natürlich nichts verraten, außer so viel, dass die von einigen Medien kolportierten Vereinbarungen über Ablösesummen im sechsstelligen Bereich vollkommen absurd sind.“ Klingt eher defensiv – nach MOPO-Informationen soll der Deal aber weiterhin morgen abgeschlossen werden. KSC-Boss Ingo Wellenreuther bestätigte die Einigung bereits.

Jens Todt kommt zum HSV, der Karlsruher SC erhält Geld für seinen zuletzt freigestellten Sportchef. Allerdings: Die in den Raum gestellte Ablöse im niedrigen sechsstelligen Bereich wird wohl nicht fließen. Nach MOPO-Informationen soll der KSC lediglich die Einnahmen aus dem vereinbarten Testspiel erhalten. Dieses soll in der kommenden Sommerpause stattfinden.

Der Karlsruher SC wird immer zum Klub der Ex-Hamburger. Nachdem der neue Sportchef Oliver Kreuzer schon Mirko Slomka als Cheftrainer verpflichtete, kommt nun der nächste Ex-HSVer nach Baden. Zlatan Bajramovic, bis September 2014 bereits unter Slomka Assistent in Hamburg, übernimmt diesen Posten nun beim KSC. Zuletzt war Bajramovic Cheftrainer des baden-württembergischen Oberligisten Bahlinger SC.

Zwei Ex-Hamburger vereint in Karlsruhe: Mirko Slomka ist neuer Trainer des KSC. Der 49-Jährige unterzeichnete bei den Badenern einen Vertrag bis 2018. „Ausschlaggebend waren vor allem die sehr guten Gespräche mit den Verantwortlichen und das Wissen um die fruchtbare Zusammenarbeit mit Oliver Kreuzer in der Vergangenheit. Auf dieser Basis ist es aus meiner Sicht möglich, hier mit allen gemeinsam etwas zu entwickeln“, sagte Slomka. Sportdirektor Kreuzer erklärte: „Mit Mirko haben wir unseren Wunschtrainer für uns gewinnen können. Ich kenne ihn sehr gut aus unserer gemeinsamen Zeit in Hamburg und bin mir sicher, dass er beim KSC erfolgreich arbeiten wird.“ In Hamburg wurde Slomka im September 2014 entlassen, seither war er ohne Anstellung als Trainer. Auch Kreuzer musste 2014 beim HSV gehen.

Jens Todt ist nicht mehr Sportdirektor in Karlsruhe – kommt er nun nach Hamburg? KSC-Präsident Ingo Wellenreuther sagte „Sport1“: „Wir haben Herrn Todt freigestellt, er hat aber bei uns noch einen Vertrag bis zum 30. Juni 2017. Ob der Weg nun frei ist zum HSV, weiß ich nicht. Bei mir hat sich niemand vom HSV gemeldet. In den vergangenen Wochen gab es nie einen Anruf aus Hamburg, ich wäre schließlich dafür zuständig. Herr Todt hat uns gegenüber immer betont, dass es keinen Kontakt zum HSV gegeben hat.“