Bei sieben Punkten Rückstand auf den Relegationsplatz ist die Ausgangslage vor dem Spiel gegen Schalke (18.30 Uhr) völlig klar. Der HSV MUSS gewinnen, um überhaupt noch eine Minimalchance auf den Klassenerhalt zu haben. Spannend wird dabei auch die Frage sein, wie sich Kyriakos Papadopoulos, der erstmals unter Christian Titz von Beginn an spielt, schlagen wird. Folgen auf die großen Worte nun Taten? Wir dürfen gespannt sein.

Wenn  Kyriakos Papadopoulos am Mittwoch wieder in Hamburg aufdribbelt, wird er von Trainer Christian Titz, den er nach dem 1:2 gegen Hertha BSC heftig attackiert hatte, zum Krisengespräch geladen. Das Selbstbewusstsein des Griechen wird dann vermutlich weiterhin recht ausgeprägt sein. Mit seiner Nationalmannschaft feierte der HSV-Verteidiger am Abend nämlich einen 1:0-Erfog gegen WM-Teilnehmer Ägypten. Nikolaos Karelis vom KRC Genk traf in der 29. Minute zum Sieg der Griechen. Die Ägypter waren in Zürich allerdings ohne ihren Superstar Mohamed Salah vom FC Liverpool aufgelaufen. Papadopoulos spielte 90 Minuten durch.

Nachdem er das 0:1 der Griechen gegen die Schweiz 90 Minuten von der Bank aus verfolgt hatte, steht HSV-Verteidiger Kyriakos Papadopoulos zur Stunde gegen Ägypten in der Startelf des Teams von Nationaltrainer Michael Skibbe. Das Freundschaftsspiel gegen die Nordafrikaner wird im Letzigrundstadion in Zürich ausgetragen. Papadopoulos verteidigt an der Seite von Michalis Bakakis (AEK Athen).

Kyriakos Papadopoulos spielt heute um 20 Uhr in Zürich mit der griechischen Nationalmannschaft gegen Ägypten. Am Mittwoch wird der Grieche nach seiner Attacke gegen Trainer Christian Titz in Hamburg zurückerwartet. Titz wird sich „Papa“ dann persönlich zur Brust nehmen. „Wir werden uns morgen zusammensetzen und in Ruhe austauschen“, kündigte Titz an.

Mit Momo Kwarteng, Mohamed Gouaida, Ogechika Heil und Jonas David waren am Montag vier Spieler aus der U21 oder U19 beim HSV-Training mit dabei. Im Laufe der Woche will Christian Titz die Gruppe aber erneut verkleinern. „Wir werden mit Torhütern 25 oder 26 Spieler sein. Aber das wird erst Ende der Woche der Fall sein, weil wir erst am Donnerstag alle Spieler zurück haben“, blickte der Coach auf die Rückkehr der acht Spieler (Bobby Wood, Filip Kostic, Gotoku Sakai, Rick van Drongelen, Vasilije Janjicic, Kyriakos Papadopoulos, Mergim Mavraj, Tatsuya Ito), die sich auf Länderspielreisen befinden.

Der Freitag war ein Großkampftag aus Sicht der HSV-Nationalspieler. Fünf Hamburger waren heute im Einsatz, wobei einer sich mit der ungeliebten Bankrolle begnügen musste. Dabei gab es aus HSV-Sicht nur ein einziges Erfolgserlebnis. Vasilije Janjicic gewann mit der Schweizer U20 ein Testspiel auf Malta gegen die U21 des Gastgebers mit 3:1. Der 19-Jährige erzielte dabei das Tor zum 2:0. Gotoku Sakai durfte in Lüttich eine Halbzeit ran. Der HSV-Kapitän spielte mit den Japanern 1:1 gegen Mali. Auch für Josha Vagnoman gab es ein Unentschieden. Der 17-Jährige spielte mit der deutschen U20 in Eilenburg 2:2 gegen Frankreich. Kyriakos Papadopoulos hatte gleich doppelten Grund zum Ärger. Zum einen verloren seine Griechen in Athen 0:1 gegen die Schweiz, zum anderen saß „Papa“ erneut 90 Minuten auf der Bank. Filip Kostic stand hingegen 90 Minuten auf dem Platz, wird aber kaum glücklicher gewesen sein. Der 14-Millionen-Mann des HSV verlor in Turin mit seinen Serben 1:2 gegen Marokko und machte dabei kein gutes Spiel. Ab 23.30 Uhr steht für Tatsuya Ito mit der japanischen U21 noch ein Testspiel gegen Venezuela an. Das Spiel wird im Rahmen eines Vierländerturniers in Asunción, der Hauptstadt Paraguays, ausgetragen.

Es war eine Situation, die Kyriakos Papadopoulos überhaupt nicht schätzt; bei der griechischen Nationalmannschaft aber wird der HSV-Verteidiger vermutlich eher akzeptieren, dass er am Abend 90 Minuten auf der Bank saß. In Athen sah „Papa“ im Testspiel gegen die Schweiz eine 0:1 (0:0)-Niederlage seiner Griechen. Nationaltrainer Michael Skibbe hatte in der zweiten Hälfte zwar sechs Wechsel vorgenommen, Papadopoulos aber kam als einer von vier Feldspielern nicht zum Einsatz. Am Dienstag gibt es eine neue Gelegenheit. Dann treffen die Griechen um 20 Uhr in Zürich auf Ägypten.