Er wurde 2015 zum HSV-Retter, jetzt soll Bruno Labbadia den VfL Wolfsburg in der Bundesliga halten. Doch nach dem 0:3 in Gladbach zeigte sich der Trainer entsetzt und enttäuscht: „Wir sind überhaupt nicht in die Zweikämpfe gekommen, hatten sehr einfache Ballverluste und haben Gladbach in die Karten gespielt. Da läufst du dann nur hinterher. Wir haben als Mannschaft nicht funktioniert, das müssen wir schnell wieder ändern.“

Schwerer Abend für Bruno Labbadia und den VfL Wolfsburg! Zur Halbzeit liegt sein Team im Borussia-Park mit 0:3 zurück. Kurz vor der Pause übertölpelte Christoph Kramer die gesamte VfL-Defensive, die sich bei einem Freistoß noch in der Mauer formieren wollte. Da Schiedsrichter Tobias Stieler, übrigens aus Hamburg, den Ball freigegeben hatte, schob Kramer die Kugel mehr oder weniger ins leere Tor. Gut für den HSV, leisten die „Fohlen“ doch Schützenhilfe im Abstiegskampf!

So ist das im Profifußball! 2015 rettete Bruno Labbadia den HSV, führte den Klub in die Relegation gegen Karlsruhe und zum Klassenerhalt. Mittlerweile ist der Trainer beim VfL Wolfsburg gelandet – und in Hamburg hoffen sie auf eine Pleite ihres einstigen Retters heute (20.30 Uhr) in Gladbach. Acht Punkte beträgt derzeit der Vorsprung der „Wölfe“ auf den HSV. Nächste Woche kommt es dann zum direkten Aufeinandertreffen.

Der VfL Wolfsburg hat einen weiteren Befreiungsschlag im Abstiegskampf verpasst und zu Hause gegen Augsburg trotz guter Chancen nur 0:0 gespielt. Das Labbadia-Team hat jetzt acht Punkte mehr als der HSV (22) auf dem Konto. Die Wölfe stehen wie Freiburg (spielt Montag beim 16. Mainz/27 Punkte) bei 30 Zählern. Der Sport-Club und der VfL sind übrigens die nächsten Gegner des HSV.

In der Fürung des Automobil-Konzerns Volkswagen stehen bedeutende Veränderungen bevor. Im Vorstand wird es Personalwechsel geben, die sich auch auf den VfL Wolfsburg auswirken. So wird unter anderem Aufsichtsratschef Francisco Javier Garcia Sanz zurückziehen. Trainer Bruno Labbadia ist wegen des VW-Bebens besorgt, wie er vor dem wichtigen Heimspiel im Abstiegskampf morgen (20.30 Uhr) gegen Augsburg eingestand: „Natürlich interessiert das auch die Mannschaft”, sagte Labbadia, meine Aufgabe ist es aber, solche Dinge fernzuhalten und nicht so groß zu thematisieren. Wir können dem Verein am meisten helfen, wenn wir auf dem Platz funktionieren.”

Drei Spiele, ein Punkt. Die Bilanz von Bruno Labbadia, HSV-Retter von 2015, beim VfL Wolfsburg ist enttäuschend. Die Niedersachsen haben sieben Punkte Vorsprung auf den Vorletzten HSV, treffen morgen (18.30 Uhr) auf den Liga-Zweiten Schalke 04. „Das ist eine besondere Situation, über die ich mich schon am Anfang gewundert habe, dass wenig registriert und offenbar nicht erkannt wird, wo man ist“, sagte der VfL-Coach im Ausblick auf den Abstiegskampf in den kommenden Wochen.

Bruno Labbadia wird neuer Trainer des abstiegsbedrohten Bundesliga-14. VfL Wolfsburg. Der 52-Jährige tritt die Nachfolge des am Montag überraschend zurückgetretenen Schweizers Martin Schmidt an. Für Labbadia dürfte die Erfahrung im Abstiegskampf gesprochen haben. Der frühere Stürmer rettete vor drei Jahren den HSV mit einer famosen Aufholjagd vor dem fast sicheren Abstieg. Neben Labbadia wurden auch Jens Keller, Markus Weinzierl (beide vereinslos), Lucien Favre (OGC Nizza) und Kenan Kocak (SV Sandhausen) gehandelt.

Mit einem Punkt Vorsprung auf den Relegationsplatz und Mainz 05 sowie sieben Punkten vor dem Vorletzten HSV steht der VfL Wolfsburg derzeit auf Platz 14 – und nun ohne Trainer da. Wie der „Kicker“ berichtet, hat Martin Schmidt (50) bei den Niedersachsen heute hingeschmissen. Möglich, dass Ex-HSV-Coach Bruno Labbadia nun zum Retter der „Wölfe“ werden soll. Er war schon vor der Schmidt-Verpflichtung im Oktober 2017 in Gesprächen mit dem VfL.