Zum Sieg hat es nicht gereicht, aber immerhin blieb der HSV gegen Wolfsburg (0:0) zum dritten Mal in Folge unbesiegt und sogar ohne Gegentor. Die gelang Markus Gisdol erstmals seit seinem Einstieg als HSV-Trainer im September 2016. So ein Bollwerk errichtete zuletzt sein Vorgänger Bruno Labbadia im September 2015, als auch er mit den Rothosen dreimal ohne Gegentreffer blieb.

Beim 1. FC Köln soll es noch vor der heutigen Verpflichtung von Armin Veh als neuen Geschäftsführer Sport Überlegungen gegeben haben, Bruno Labbadia als neuen Trainer und „Feuerwehrmann“ zu verpflichten. Gegenüber Sky sagte der ehemalige HSV-Trainer nun: „Nein, ich werde nicht Trainer in Köln. Schwer zu sagen, wann sie mich wieder in der Bundesliga sehen.“ Momentan wird der FC von U19-Coach Stefan Ruthenbeck trainiert.

Eigentlich war schon alles klar, beide Parteien einig. Doch an einem wichtigen Detail scheiterte der Deal zwischen Coach Bruno Labbadia und Werder Bremen. Während die Klubführung den HSV-Retter von 2015 vorerst nur bis Saisonende verpflichten wollte, bestand Labbadia auf einen Vertrag bis 2019. Weil er damit auf taube Ohren stieß, ließ der Trainer die Verhandlungen platzen. Die Bremer machten daraufhin Interimslösung Florian Kohfeldt zumindest bis Hinrunden-Ende zum Chef.

Zweimal hatten sich die Verantwortlichen von Werder Bremen mit Bruno Labbadia getroffen, die Einigung war nah. Doch nun gaben sie den Ex-HSV-Trainer einen Korb und gaben bekannt, dass U23-Coach Florian Kohfeldt zumindest bis zur Winterpause für die Profis verantwortlich bleibe. Er hatte bei seinem Debüt in Frankfurt (1:2) verloren. Labbadia, im Sommer 2016 in Hamburg entlassen, bleibt also auf Jobsuche.

Nach wie vor ist Ex-HSV-Trainer Bruno Labbadia einer der heißesten Anwärter auf den zu vergebenden Posten bei Werder Bremen. Sein vermeintlich heißester Rivale ist nun aus dem Rennen: Adi Hütter verlängerte seinen Vertrag bei Young Boys Bern, dem Tabellenführer der Schweizer Liga. Der Reiz, mit YB erstmals seit 32 Jahren wieder Meister zu werden, ist für ihn größer, als nach Bremen zu wechseln. Die Gespräche der Bremer mit Labbadia könnten nun weiter Fahrt aufnehmen. Werder trifft nach der Länderspiele daheim im Nordderby auf Hannover 96.

Sie haben es nach der Entlassung von Alexander Nouri zunächst mit der internen Lösung probiert und U23-Trainer Florian Kohfeldt an die Linie gestellt. Nach der Niederlage in Frankfurt setzen die Macher von Werder Bremen nun ausgerechnet auf den HSV-Retter von 2015. Am Sonntag soll Bruno Labbadia als neuer Coach vorgestellt werden, einen Vertrag bis 2018 erhalten. Übrigens: Der Ex-Profi bleibt in Hamburg wohnen und wird täglich zum Training am Weserstadion pendeln.

Rutscht der HSV heute auf einen direkten Abstiegsplatz ab? Ausgerechnet Werder will dafür sorgen. Mit einem Sieg bei Eintracht Frankfurt (20.30 Uhr) würden die Bremer am Nordrivalen vorbeiziehen. Es ist das erste Spiel seit der Entlassung von Trainer Alexander Nouri, der von U23-Coach Florian Kohfeldt ersetzt wurde. Vermutlich ist er allerdings nur eine Übergangslösung, als heißer Kandidat gilt Bruno Labbadia.

Werder Bremen sucht einen neuen Trainer, hoch im Kurs beim Hamburger Konkurrenten steht Ex-HSV-Coach Bruno Labbadia. Der aber bekommt nun Konkurrenz von einem weiteren früheren Hamburger: Raphael Wicky, seit Sommer Trainer des Schweizer Meisters FC Basel, steht ebenfalls auf der Wunschliste der Bremer.