Eigentlich war schon alles klar, beide Parteien einig. Doch an einem wichtigen Detail scheiterte der Deal zwischen Coach Bruno Labbadia und Werder Bremen. Während die Klubführung den HSV-Retter von 2015 vorerst nur bis Saisonende verpflichten wollte, bestand Labbadia auf einen Vertrag bis 2019. Weil er damit auf taube Ohren stieß, ließ der Trainer die Verhandlungen platzen. Die Bremer machten daraufhin Interimslösung Florian Kohfeldt zumindest bis Hinrunden-Ende zum Chef.

Zweimal hatten sich die Verantwortlichen von Werder Bremen mit Bruno Labbadia getroffen, die Einigung war nah. Doch nun gaben sie den Ex-HSV-Trainer einen Korb und gaben bekannt, dass U23-Coach Florian Kohfeldt zumindest bis zur Winterpause für die Profis verantwortlich bleibe. Er hatte bei seinem Debüt in Frankfurt (1:2) verloren. Labbadia, im Sommer 2016 in Hamburg entlassen, bleibt also auf Jobsuche.

Nach wie vor ist Ex-HSV-Trainer Bruno Labbadia einer der heißesten Anwärter auf den zu vergebenden Posten bei Werder Bremen. Sein vermeintlich heißester Rivale ist nun aus dem Rennen: Adi Hütter verlängerte seinen Vertrag bei Young Boys Bern, dem Tabellenführer der Schweizer Liga. Der Reiz, mit YB erstmals seit 32 Jahren wieder Meister zu werden, ist für ihn größer, als nach Bremen zu wechseln. Die Gespräche der Bremer mit Labbadia könnten nun weiter Fahrt aufnehmen. Werder trifft nach der Länderspiele daheim im Nordderby auf Hannover 96.

Sie haben es nach der Entlassung von Alexander Nouri zunächst mit der internen Lösung probiert und U23-Trainer Florian Kohfeldt an die Linie gestellt. Nach der Niederlage in Frankfurt setzen die Macher von Werder Bremen nun ausgerechnet auf den HSV-Retter von 2015. Am Sonntag soll Bruno Labbadia als neuer Coach vorgestellt werden, einen Vertrag bis 2018 erhalten. Übrigens: Der Ex-Profi bleibt in Hamburg wohnen und wird täglich zum Training am Weserstadion pendeln.

Rutscht der HSV heute auf einen direkten Abstiegsplatz ab? Ausgerechnet Werder will dafür sorgen. Mit einem Sieg bei Eintracht Frankfurt (20.30 Uhr) würden die Bremer am Nordrivalen vorbeiziehen. Es ist das erste Spiel seit der Entlassung von Trainer Alexander Nouri, der von U23-Coach Florian Kohfeldt ersetzt wurde. Vermutlich ist er allerdings nur eine Übergangslösung, als heißer Kandidat gilt Bruno Labbadia.

Werder Bremen sucht einen neuen Trainer, hoch im Kurs beim Hamburger Konkurrenten steht Ex-HSV-Coach Bruno Labbadia. Der aber bekommt nun Konkurrenz von einem weiteren früheren Hamburger: Raphael Wicky, seit Sommer Trainer des Schweizer Meisters FC Basel, steht ebenfalls auf der Wunschliste der Bremer.

Werder Bremen, Rivale des HSV im Abstiegskampf, hat Trainer Alexander Nouri entlassen. Das gab der Klub einen Tag nach dem 0:3 gegen den FC Augsburg bekannt. Die Entscheidung traf die Geschäftsführung „nach intensiven Gesprächen“ bereits am Sonntagabend. Auch Co-Trainer Markus Feldhoff wurde freigestellt. Der bisherige U23-Coach Florian Kohfeldt übernimmt die Vorbereitung auf die Partie am Freitag bei Eintracht Frankfurt, dann folgt die Länderspielpause. Als Nachfolger für Nouri wird der frühere HSV-Coach Bruno Labbadia gehandelt.

In Bremen ist die Not nach acht Spieltagen noch größer als beim HSV, mit vier Punkten liegt Werder sogar noch drei Zähler hinter dem Nordrivalen auf dem vorletzten Platz. Sollte auch am Sonntag (13.30 Uhr) bei Schlusslicht Köln kein Sieg gelingen, müsste Trainer Alexander Nouri wohl gehen. Als Nachfolger wird Bruno Labbadia heiß gehandelt, der in der Saison 2014/15 den HSV vor dem Abstieg rettete und in der vergangengen Serie nach dem fünften Spieltag entlassen worden war. Seither ist Labbadia arbeitslos.