Alexandru Maxim hat den HSV als Gegner überaus gerne, in nun sechs Bundesliga-Duellen gegen den Dino war er an sechs Toren beteiligt. Drei seiner zwölf Bundesliga-Tore markierte der Rumäne gegen die Hanseaten, gegen keinen Klub traf er so oft. Und noch ein HSV-Experte schlug wieder zu: Danny Latza erzielte nun vier seiner sechs Bundesliga-Tore gegen Hamburg.

Sejad Salihovic hat in der Nachspielzeit sein erstes Tor im HSV-Trikot erzielt – leider kam das 2:3 zu spät. Der Joker hat damit 29 seiner 33 Elfmeter in der Bundesliga verwandelt. Von den aktuellen Bundesliga-Spielern schoss kein anderer Spieler so viele Strafstöße und traf vom Punkt so oft.

Kaufen kann sich der HSV dafür nichts, aber immerhin: Der Tor-Fluch ist besiegt! Walace erlöste die Hamburger und sorgte für den ersten Ttreffer seit dem zweiten Spieltag (damals hatte Lewis Holtby in der Nachspielzeit gegen Köln getroffen). Nach zuvor 458 torlosen Minuten durfte endlich wieder gejubelt werden. Nach dem Schlusspfiff aber leider nicht.

Foto: Witters

Nach dem Abpfiff wurden die Mainzer Spieler für ihren Sieg über den HSV von den Fans gefeiert. Der Aufforderung der Anhänger, zu ihnen auf den Zaun zu klettern, kam Torwart René Adler aber nicht nach. Er lehnte dies aus Respekt vor seinem Ex-Klub Hamburg ab. Diesen Job übernahmen Maxim und Stefan Bell.

Das hat Trainer Markus Gisdol zur Pleite gegen Mainz gesagt: „Wir haben ein gutes Spiel gemacht. Es ist schwer, diese Niederlage zu akzeptieren und zu bewerten. Wir müssen unsere Konsequenz offensiv und defensiv deutlich verbessern. Wir haben große Chancen liegen gelassen, im Gegenzug Tore gefangen. Wir können nichts mitnehmen, obwohl mehr drin gewesen wäre.“

André Hahn hatte in Durchgang eins den Führungstreffer auf dem Fuß, vergab aber. Nach dem Spiel sagte er bei Sky: „In der ersten Halbzeit haben wir ganz gut gespielt. Unser altes Thema ist die Chancenverwertung. Den muss ich machen, ohne wenn und aber! Dann laufen wir wieder einem Rückstand hinterher. Wir müssen jetzt ruhig weiterarbeiten und es auf dem Platz umsetzen.“

So lautet Mergim Mavrajs Analyse zur Niederlage gegen Mainz bei Sky: „Wir haben im ersten Durchgang ganz gut gespielt, hatten durch André Hahn noch eine gute Chance. In der zweiten Halbzeit haben wir dann leider die entscheidenden Fehler gemacht. Wir müssen unser Spiel stabilisieren, offensiv wie defensiv. Wer vor der Saison nach oben geschaut hat: Willkommen in der Realität!“