Tatsächlich: Ex-HSV-Profi Nigel de Jong (33) hat bei Mainz 05 einen Vertrag bis zum Sommer unterschrieben. Der Holländer war zuletzt bei Galatasaray Istanbul aktiv. Der 81-malige Nationalspieler kommt ablösefrei. Erstmals seit seinem Abschied aus Hamburg 2009 wird der defensive Mittelfeldspieler also wieder in der Bundesliga auflaufen. „Nigel ist ein Anführer, eine Kämpfernatur, aber auch ein klarer Kopf und ein topprofessioneller Spieler“, sagte 05-Sportvorstand Rouven Schröder: „Er soll der Mannschaft mit seiner ungeheuren fußballerischen Erfahrung und seinem Charakter wichtige Impulse in der Rückrunde geben.“ De Jong fügte an: „Die Mannschaft steht für eine sehr gute Organisation und den Willen, offensiven Fußball zu zeigen. Mir gefällt auch die Geschichte von Mainz 05, der Verein hat sich aus eigener Kraft in der Bundesliga etabliert. Ich möchte Mannschaft und Verein helfen, in dieser Saison ihre Ziele zu erreichen. Ich freue mich über meine Rückkehr in die Bundesliga, eine der europäischen Top-Ligen.“ Das Wiedersehen für ihn mit dem HSV steigt am 3. März im Volkspark.

Eine überraschende Bundesliga-Rückkehr steht offenbar unmittelbar bevor: Mainz 05 soll vor der Verpflichtung von Ex-HSV-Star Nigel de Jong stehen! Das berichtet die „Bild“. Der 33-Jährige hat seinen Vertrag bei Galatasaray Istanbul (kein Saisoneinsatz) aufgelöst und könnte schon am Wochenende bei den Mainzern anheuern. Der Vize-Weltmeister von 2010 hat zwischen 2006 und 2009 insgesamt 94 Pflichtspiele für den HSV absolviert. Dann wechselte er für 18 Mio. Euro Ablöse zu Manchester City. Danach spielte der Holländer noch für den AC Mailand und Los Angeles Galaxy. De Jongs bester Moment als Hamburger war im März 2006: Im Münchner Schneegestöber behielt er kurz vor Schluss die Übersicht und köpfte seinen HSV zum 2:1-Sieg – der erste Erfolg in München nach 24 (!) Jahren. 

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Nicht nur der HSV (15. Platz, 15 Punkte) ist heute gegen Frankfurt gefordert, auch drei Konkurrenten im Abstiegskampf treten an: Den Anfang macht der VfL Wolfsburg (11. Platz, 18 Punkte) um 18.30 Uhr gegen RB Leipzig. Zeitgleich mit dem Liga-Dino spielen der SC Freiburg (16. Platz, 15 Punkte) gegen Mönchengladbach sowie Mainz 05 (14. Platz, 16 Punkte) gegen Borussia Dortmund mit Neu-Coach Peter Stöger.

Zuletzt feierte der SC Freiburg einen wichtigen Heimsieg gegen Mainz (2:1), nun soll im Keller-Duell mit dem HSV der nächste Sieg her. Allerdings rechnet Christian Streich damit, dass es noch schwerer wird. „Wir müssen es noch besser machen und stabiler sein“, sagte der SCF-Coach. „Sie werden genauso draufgehen wie gegen Hoffenheim und versuchen, uns mit Pressing und Balleroberungen aus dem Konzept zu bringen.“

Wie schon beim letzten Auswärtsspiel in Mainz sowie beim bis dato letzten Sieg des HSV in Köln (3:1) am zweiten Spieltag wird Dr. Felix Brych das Gastspiel der Hamburger in Berlin pfeifen. Der 42-jährige Jurist aus München absolviert im Olympiastadion sein 238. Bundesliga-Spiel. Insgesamt leitet Brych zum 31. Mal eine Partie mit HSV-Beteiligung – und die bisherige Bilanz unter ihm ist positiv: zwölf Siege, acht Unentschieden und zehn Niederlagen.

Gerade hat er mit Mainz seinen Ex-Klub HSV besiegt, jetzt ist René Adler zurück im Norden: Heute ist das erste Torhütercamp der KeeperCademy von René und seinem Bruder Rico Adler in Norderstedt gestartet. Nachwuchstorhüter von elf bis 18 Jahren können dabei unter Profi-Bedingungen an drei (289 Euro) bis fünf Tagen (389 Euro) mit Ex-HSV-Torwarttrainer Ronny Teuber trainieren. Ex-Nationalkeeper Adler gibt Tipps und Feedback.

Rico und René Adler mit Ex-HSV-Torwarttrainer Ronny Teuber (v.l.) Foto: Witters