Lange Zeit war er mit knapp zehn Millionen Euro Ablöse der teuerste HSV-Einkauf aller Zeiten. Doch so richtig glücklich wurde Marcus Berg in Hamburg nie. Nachdem er anschließend für Panathinaikos Athen mächtig knipste und griechischer Torschützenkönig wurde, spielt Berg mittlerweile bei Al Ain in den Vereinigten Arabischen Emiraten. Auch dort läuft es: Elf Mal traf der Schwede in bislang 13 Spielen, steht mit seinem Klub auf Platz eins. Im Sommer fährt Berg als Stammspieler mit Schweden zur WM. Da fragt man sich: Was lief beim HSV nur schief mit ihm?

Das war ein ziemlich unglaublicher Sonnabend für Marcus Berg. Der Ex-HSV-Angreifer, mittlerweile für Wüsten-Klub Al-Ain tätig, traf beim 8:0 der Schweden gegen Luxemburg gleich vier Mal. Damit katapultierte sich der 31-Jährige in den Bereich der Top-Torjäger des Kontinents. Mit nun acht Toren in acht Quali-Spielen belegt Berg den vierten Platz der europäischen WM-Qualifikations-Torschützenliste. Vor ihm liegen lediglich Cristiano Ronaldo (Portugal) und Robert Lewandowski (Polen/jeweils 15 Tore) sowie der Belgier Romelu Lukaku (zehn).

Herzliche Glückwünsche gehen nach Schweden – denn Ex-HSV-Stürmer Marcus Berg ist zum dritten Mal Vater geworden. Nach Jolie und Brüderchen Leonels brachte Bergs Ehefrau Josefine nun erneut einen gesunden Sohn zur Welt. „Unser Prinz ist da“, schrieb Josefine in ihrem Blog. Und: „Ohne Marcus hätte ich das alles nicht geschafft!“ Der Angreifer war extra von seinem Nationalteam zurück nach Athen gereist, wo er bei Panathinaikos unter Vertrag steht. Mittlerweile ist Berg zurück in Stockholm und trifft dort morgen mit Schweden zum Auftakt der WM-Qualifikation auf Holland.

Glückliche Eltern: Marcus Berg und seine Josefine. Foto: Witters

Glückliche Eltern: Marcus Berg und seine Josefine. Foto: Witters

War das die letzte Chance auf einen Titel in seiner Karriere? Mladen Petric, der diesmal nicht im Kader stand, musste verfolgen, wie Panathinaikos Athen im Viertelfinale aus dem griechischen Pokal flog. Nach dem 0:0 im Hinspiel gegen Atromitos Athen setzte es im Rückspiel ein 0:1. Ex-HSV-Angreifer Marcus Berg kam nach 65 Minuten ins Spiel, konnte aber auch nichts mehr retten.

Neben Jacques Zoua knipste am Sonnabend mit Marcus Berg ein weiterer Hamburger. Der Schwede erzielte das Siegtor zum 2:1 von Panathinaikos Athen im Derby bei Atromitos. Mladen Petric wurde nach 67 Minuten eingewechselt. Die beiden Ex-HSV-Angreifer belegen mit ihrem Team Rang zwei in Griechenland, fünf Zähler hinter Spitzenreiter Olympiakos Piräus.