Er ist der Kult-Fan des HSV. Peter Dietz, den alle nur als „Helm-Peter“ kennen, hat nun in der „Bild“ HSV-Trainer Markus Gisdol attackiert. Was den 72-Jährigen stört, ist, dass der Coach immer häufiger geheim trainieren lässt. „Was ich mir von Gisdol 2018 wünsche?“, fragt „Helm-Peter“. „Ein bisschen mehr Lockerheit! Er kann mit seinen Geheimtrainings uns Fans gerne verscheißern – nur muss dabei auch endlich mal was rauskommen. Das sind Nebenschauplätze, an denen er sich aufreibt. Die bringen nichts – vergraulen aber uns Fans…“

Taktisch kehrt Trainer Markus Gisdol in Mönchengladbach zu einer Dreierkette zurück. Die Außenverteidiger Gotoku Sakai und Douglas Santos können diese bei gegnerischem Ballbesitz zu einer Fünferkette werden lassen. Die Aufstellung des HSV liest sich wie folgt: Mathenia – Papadopoulos, Mavraj, van Drongelen – Sakai, Jung, Ekdal, Douglas Santos – Hunt, Kostic – Hahn

Er wird schmerzlich vermisst beim HSV! Nicolai Müller befindet sich aktuell in der Reha, sein gerissenes Kreuzband soll schließlich so schnell wie möglich verheilen. Momentan könnte der HSV einen Spieler mit seiner Qualität sehr gut gebrauchen. Das weiß auch Markus Gisdol. Der Trainer blickt voraus: „Nicolai war in letztem Jahr so gut wie an jedem Tor von uns beteiligt. Er wird schmerzlich vermisst, das ist doch klar. Realistisch ist eine Rückkehr von ihm im April.“

Einen Tag nach bitteren und genau so unnötigen 1:2-Pleite gegen Frankfurt, haderte Coach Markus Gisdol mit der Art und Wiese, wie die Partie gegen die Hessen verloren ging. Vor dem letzten Hinrundenspiel in Gladbach (Fr., 20.30 Uhr) fordert er deshalb seine Spieler auf, noch giftiger zu spielen Gisdol: „Wir haben in den letzten beiden Spielen drei gute Halbzeiten gespielt, aber nur einen Punkt gemacht. Das ist zu wenig, keine Frage. Wir hätten mindestens vier Punkte machen müssen. Aber wir sind noch nicht in der Winterpause, haben noch ein Spiel vor uns.  Deshalb müssen wir jetzt noch intensiver, konsequenter und vielleicht auch unschöner spielen.“

Trainer Markus Gisdol haderte nach dem 1:2 gegen Eintracht Frankfurt mit dem Spielverlauf. „Wir haben eine gute Anfangsphase von uns gesehen“, sagte er. „Mit einem einfachen Fehler zum 1:1 lassen wir uns aber aus dem Tritt bringen und haben den Faden dann verloren. Wir hatten da eine Phase, die wir uns nicht erlauben können und die wir auch zuletzt nicht hatten. Diese 20 Minuten kannst du dir nicht erlauben und ich erwarte, dass Spieler in solchen Phasen die Verantwortung übernehmen. Wenn man dann in der zweiten Halbzeit keine Tore macht, dann hat man keine Punkte. Und wir brauchen Punkte.“

Auswärts will es in dieser Saison überhaupt nicht laufen. Der HSV kassierte auf Schalke die fünfte Niederlage auf einem fremden Platz in Folge – die längste Negativserie seit zweieinhalb Jahren. Deshalb will Coach Markus Gisdol nun die Punkte im heimischen Volksparkstadion holen. Er sagt: „Wir laufen den Punkten aktuell etwas hinterher. Da müssen wir vor allem in den Heimspielen punkten.“

Bobby Wood hatte die Länderspielpause zum Auftanken in Hamburg genutzt. Dem US-Team hatte der Stürmer, der zuletzt sehr unglücklich agiert und seinen Stammplatz an Fiete Arp verloren hatte, eine Absage erteilt. Auf die Frage des MOPO-Reporters, wie er Woods Leistungsstand zurzeit einschätze, sagte Trainer Markus Gisdol: „Bei Bobby ist es wie bei jedem anderen Spieler auch. Der Konkurrenzkampf, den wir jetzt wieder im Training haben, weil einfach mehr Leute fit sind, tut ihm gut. Außerdem musste sich sein Knie regenerieren. Da hat ihm die Zeit hier geholfen.  Bobby hat in dieser Woche gut trainiert. Er ist wieder dran.“

Fünf Tore und vier Vorlagen in zehn Ligaspielen. Pierre-Michel Lasogga hat sich in Englands zweiter Liga zuletzt den Frust, den er in seiner Hamburger Zeit aufgebaut hatte, von der Seele geschossen. Trainer Markus Gisdol aber musste zugeben, dass er den Stürmer nach dessen Leihe zu Leeds United ein wenig aus den Augen verloren habe. „Im Tagesgeschäft ist es so, dass der Kontakt ein Stück weit verloren geht, wenn der Spieler weg ist“, sagte Gisdol. „Aber ich freue mich total, dass er seinen Teil dazu beiträgt, dass Leeds ein Aufstiegskandidat ist. Das ist sehr schön für ihn.“

Erstmals hat sich Trainer Markus Gisdol auch zur Ausbootung von Lewis Holtby, der gegen Stuttgart völlig überraschend nicht zum HSV-Kader gehört hatte, geäußert. Auf die Frage des MOPO-Reporters sagte der Coach: „Das sind natürlich rein sportliche Dinge, die ich in erster Linie mit meinen Spielern bespreche.“ Etwas konkreter wurde er dann aber doch. „Nicht alle Spieler, die auf dem Trainingsplatz stehen, können im Kader dabei sein. Wir haben zuletzt auf andere Zehner gesetzt, aber Lewis verhält sich tadellos“, sagte Gisdol. Holtbys Nichtberücksichtigung sei „keine Entscheidung für die Ewigkeit. Es war im letzten Spiel so und es wird vielleicht auch im nächsten Spiel so sein, aber es ist schön zu sehen, dass Lewis Gas gibt“, erklärte Gisdol. „Er ist vielleicht in einem kleinen Tal, aber er tut alles, um sich daraus zu befreien. Lewis ist ein guter Bursche.“