Er ist immer für eine Überraschunng gut! Nachdem sich Torwart Christian Mathenia im Training am Fuß verletzte und die Vormittagseinheit vorzeitig beenden musste, übernahm Lewis Holtby eine ungewohnte Rolle: Der Mittelfeld-Mann streifte sich die Handschuhe des Keepers über und rückte zwischen die Pfosten.

Lewis Holtby zeigte im Training sein Können als Torwart. (Foto: Witters)

 

Alles halb so schlimm! Sowohl Torwart Christian Mathenia als auch Angreifer Tatsuya Ito haben sich „nur“ Prellungen zugezogen. Schmerzhaft, aber schon morgen könnten beide wieder einsteigen. Darüber wird vor der Übungseinheit im Volkspark nach Rücksprache mit den Ärzten entschieden.

Die Diagnosen stehen weiterhin aus, aber Torwart Christian Mathenia und Angreifer Tatsuya Ito sind bei der zweiten Einheit des Tages auf jeden Fall nicht dabei. Auf dem Platz arbeiten Filip Kostic, Luca Waldschmidt, André Hahn, Bobby Wood, Fiete Arp, Patric Pfeiffer und Josha Vagnoman sowie die Keeper Tom Mickel und Andreas Hirzel.

Nach Tatsuya Ito hat es einen weiteren HSV-Profi erwischt: Torwart Christian Mathenia humpelt vorzeitig in die Kabine, nach einem Zusammenprall mit André Hahn verletzte er sich am Sprunggelenk. Seinen Platz im Kasten übernimmt Lewis Holtby.

Trainer Christian Titz gewährt den Hamburger Profis ein freies Wochenende, erst morgen beginnt dann die Vorbereitung auf das Gastspiel beim VfB Stuttgart am kommenden Sonnabend. Viele Spiele nutzen die Zeit für einen Kurztrip: Torwart Christian Mathenia ist in Würzburg, Lewis Holtby in Erkelenz, die Brasilianer Douglas Santos und Walace in Mainland.

Die Entscheidung, einen Wechsel im Tor vorzunehmen und Christian Mathenia durch Julian Pollersbeck zu ersetzen, musste Christian Titz nicht bereuen. Trotz der Niederlage gegen Hertha BSC (1:2) war der Trainer des HSV mit dem 23-jährigen Keeper rundum zufrieden. „Julian hat ein richtig gutes Spiel gemacht“, sprach ihm Titz ein Sonderlob aus. „Er hat starke Paraden gezeigt und war mutig in der Spieleröffnung.“

Im Vergleich zum letzten Spiel unter Bernd Hollerbach nahm Christian Titz fünf Änderungen vor, unter anderem bekamen mit Julian Pollersbeck, Lewis Holtby und Matti Steinmann drei Akteure eine Chance, die zuvor unter Hollerbach keine Minute gespielt hatten. Vor allem Pollersbeck überzeugte und hinterließ die Frage, warum ihm zuvor meist Christian Mathenia vorgezogen wurde. Der U21-Europameister wehrte sieben Bälle ab. Bei den Gegentoren war er machtlos. Auch spielerisch konnte Pollersbeck, der sich oft weit vor seinem Strafraum aufhielt, überzeugen.

Foto: Witters

Der neue Trainer Christian Titz setzt also auf einen Wechsel im Tor: Statt Christian Mathenia, vom ersten bis zum 17. sowie vom 20. bis zum 26. Spieltag unter Markus Gisdol und später Bernd Hollerbach die Nummer eins, rückt Julian Pollersbeck beim HSV gegen Hertha BSC zwischen die Pfosten. Der 23-Jährige absolvierte in der laufenden Saison zwei Partien, zum Rückrunden-Beginn in Augsburg (0:1) und anschließend gegen Köln (0:2).

Christian Titz wird seine Entscheidung erst heute nach dem Abschlusstraining bekanntgeben, die Fans des HSV haben ihr Votum bereits abgegeben. Und es fällt eindeutig aus. Mehr als 5700 Anhänger beteiligten sich an der Umfrage auf HSV24, wer gegen Hertha BSC im HSV-Tor stehen solle: 71 Prozent entschieden sich für Julian Pollersbeck, sogar Tom Mickel (19 Prozent) erhielt mehr Stimmen als der bisherige Stammkeeper Christian Mathenia (zehn Prozent).