Direktor Sport Bernhard Peters  arbeitet seit 2014 für den HSV. Ex-Boss Dietmar Beiersdorfer hatte ihn damals von Hoffenheim loseisen können, seitdem ist der ehemalige Hockeybundestrainer hauptsächlich für den Nachwuchs in Hamburg verantwortlich. Und seine Arbeit kann sich bisher sehen lassen und hat offenbar auch die Verantwortlichen überzeugt. So berichtete die Bild, dass der im Sommer 2018 auslaufende Vertrag von Peters verlängert werden soll. Beide Parteien seien demnach stark an einer Einigung interessiert.

So gut sah es für den Nachwuchs des HSV schon lange nicht mehr aus! Die U21 steht nach dem Erfolg über Lübeck (2:0) an der Spitze der Regionalliga Nord, die U19 führt nach dem Sieg gegen Osnabrück (6:3) das Feld in der Bundesliga an und auch die U17 mischt nach dem Dreier in Braunschweig (3:1) als Dritter im Klassement mit nur einem Punkt Rückstand auf Hertha BSC und Werder Bremen ganz oben mit.

Das Nachwuchsleistungszentrum des HSV ist von der Deutschen Fußball Liga (DFL) zum vierten Mal in Folge mit drei Sternen und damit der bestmöglichen Bewertung ausgezeichnet worden. „Wir alle können stolz auf dieses Ergebnis sein“, bekräftigte Bernhard Peters, Direktor Sport beim Liga-Dino. „Die erneute Zertifizierung zeigt, dass alle unsere Mitarbeiter nach den höchsten Qualitätsansprüchen streben.“

Ziemlich clever, wie sich der HSV im Jugendbereich die Gegner für Testspiele aussucht. Auffällig häufig geht es in letzter Zeit gegen Teams aus Dänemark, schließlich könnten da ja interessante Nachwuchskicker dabei sein. Heute traf die U17 auf den FC Midtjylland, gewann mit 6:0. Zudem spielte die U19 gegen Odense BK, behielt mit 3:1 die Oberhand.

Walace wird zum zweiten Mal Vater. Die frohe Botschaft verkündete Freundin Kamila auf Instagram. Sie postete ein Bild mit dem kleinen Babybauch, schrieb dazu: „Ein unfassbares Glück, dass ich nicht in Worte fassen kann. Ich bin sehr glücklich.“ Kamila und Walace haben schon einen dreijährigen Sohn. 

Der HSV und Ex-Profi Marco Kostmann gehen ab Sommer getrennte Wege. Der 50-Jährige war 2015 von Arminia Bielefeld nach Hamburg gewechselt und als Torwart-Koordinator für den gesamten Nachwuchs sowie Torwarttrainer der U21 tätig. „Marco hat ausgezeichnete Arbeit geleistet und ein gutes Fundament für die Weiterentwicklung unserer Torhüter gelegt“, sagte Bernhard Peters, Direktor Sport. Dennoch entschied er sich für eine Trennung: „Wir haben uns bewusst dafür entschieden, einen anderen Weg einzuschlagen. Wir wollen auf dieser Position eine Veränderung, die auch zu den Möglichkeiten eines Nachwuchsleistungszentrums passt.“ Kostmann wäre gern geblieben, wie er betonte: „Ich bedauere es sehr, dass ich meine Vorstellungen und Ideen von nachhaltiger Torwartbegleitung und -entwicklung nicht weiterhin beim HSV umsetzen kann. Mein Nachfolger wird aber ein lohnenswertes Fundament vorfinden.“

Seit Sommer 2014 ist Bernhard Peters als Direktor Sport hauptverantwortlich für den Nachwuchs des HSV. An seiner Position und Funktion soll sich auch nach dem Ende von Dietmar Beiersdorfer nichts ändern. Das ist auch gut so, denn im Nachwuchs spielen Dinge wie  Zeit und Konstanz eine entscheidende Rolle.

„Wer sich im Fußball auskennt, weiß, dass es fünf, sechs, sieben Jahre dauert, bis diese Arbeit Früchte trägt“, sagt Peters, der den HSV nach einigen unbefriedigenden Jahren im Nachwuchs mittlerweile auf einem guten Weg sieht. „Inzwischen gibt es beim HSV mindestens fünf, sechs Jungs, die sauinteressant sind. Diese Top-Performer müssen wir fördern.“

Gemeint sind unter anderem die U-Nationalspieler wie Finn Porath, Christian Stark oder Mats Köhlert. Dass sie wie zuletzt Jonathan Tah, Seeler-Enkel Levin Öztunali oder Keren Demirbay woanders Karriere machen, will Peters vermeiden. Dafür gibt es einen langfristig angelegten Plan. Bei der Umsetzung müssen vor allem auch die Nachwuchskicker mitziehen und immer wieder „initiativ bleiben“, wie Peters sagt. „Ich hasse Mittelmaß. Das hat im Profi-Sport nichts zu suchen“, lautet seine Maxime.