Das plötzliche Karriereende von Ex-HSV-Stürmer Artjoms Rudnevs kam auch für Lettlands Nationaltrainer Aleksandrs Starkovs überraschend. „Ich wusste vorher nichts über Artjoms Entscheidung, mit dem Fußballspielen aufzuhören“, sagte Starkovs vor dem anstehenden WM-Qualifikationsspiel auf den Faröer über den 29 Jahre alten Ex-Nationalspieler. „Es war eine Überraschung für mich. Ich dachte nicht, dass er kurz vor dem Karriereende steht.“ Der 1. FC Köln hatte Ende vergangener Woche den eigentlich bis 30. Juni 2019 laufenden Vertrag mit Rudnevs auf Wunsch des Spielers aufgelöst. Nach Vereinsangaben hat „Rudi“ persönliche Probleme, auf die der Klub nicht näher einging. Rudnevs selbst äußerte sich bislang nicht zu den Gründen.

Ex-HSV-Trainer Bert van Marwijk hat Saudi-Arabien zur WM 2018 geführt, wird das Team in Russland aber nicht betreuen. Der Verband gab die Trennung vom Niederländer bekannt und stellte den Argentinier Edgardo Bauza als Nachfolger vor. Saudi-Arabien hatte sich am 5. September mit einem 1:0 gegen Japan für die WM-Endrunde qualifiziert. Im Gespräch mit dem niederländischen TV-Sender NOS erklärte van Marwijk, die Verhandlungen zur Vertragsverlängerung seien gescheitert. „Ich habe sie abgebrochen. In der vergangenen Woche sind einige Mitglieder meines Stabs entlassen worden. Das kann ich nicht akzeptieren“, sagte er. Zudem habe der Verband von ihm verlangt, dass er seinen Hauptwohnsitz in den arabischen Staat verlege. „Das war für mich nicht verhandelbar. Ich will dort nicht permanent wohnen“, sagte der 65-Jährige.