HSV-Legende Horst Hrubesch hat auch sein zweites Spiel als Interimstrainer der Frauen-Nationalmannschaft gewonnen. Drei Tage nach dem 4:0 gegen Tschechien setzte sich die DFB-Auswahl in der WM-Qualifikation auch in Slowenien verdient mit 4:0 (2:0) durch. Vor rund 500 Zuschauern im Sportni-Park von Domzale sorgten Lina Magull (10. Minute), Lana Golob (43./Eigentor), Alexandra Popp (53.) und Linda Dallmann (61.) für die Treffer des überlegenen deutschen Teams. Dzsenifer Marozsan vergab in der Schlussphase einen Strafstoß. Im Anschluss verweigerte Hrubesch ein klares Bekenntnis, ob er über das Spiel hinaus Trainer der Frauen bleibe. Im ZDF-Interview bekannte er allerdings, dass er sich schon sehr auf das Spiel des FC Bayern gegen den FC Sevilla freue. „Ich bin ja Bayern-Fans“, sagte er, „das war ich schon immer.“

Nach dem Rauswurf von Steffi Jones trainiert die Frauenfußball-Nationalmannschaft am Mittwoch erstmals mit Interims-Bundestrainer Horst Hrubesch. Die Mannschaft bereitet sich unter der HSV-Legende in Leipzig auf die WM-Qualifikationsspiele am Samstag (16.15 Uhr/ARD) gegen Tschechien in Halle an der Saale und am Dienstag kommender Woche in Slowenien (16.00 Uhr/ZDF) vor. Der 66 Jahre alte Hrubesch übernimmt die Leitung des Teams für die beiden Spiele gegen Tschechien und Slowenien. Bei der endgültigen Neubesetzung des Jones-Postens will sich der DFB nach eigenen Angaben Zeit nehmen.

Ex-HSV-Trainer Bert van Marwijk hat sich nach seinem desaströsen Debüt als australischer Nationalcoach zu Wort gemeldet. Nach dem 1:4 im Testspiel gegen Norwegen gab sich der Niederländer philosophisch. „Ich wusste ja, worauf ich mich eingelassen habe, als ich den Job akzeptiert habe“, sagte der 65-Jährige, der die Australier bis zum WM-Ende trainieren wird. „Leider bleibt uns wenig Zeit.“

HSV-Legende Horst Hrubesch hat bekräftigt, dass er den Job des Frauen-Bundestrainers nur für eine eng begrenzte Übergangszeit ausüben wird. Spätestens bis zum Länderspiel in Kanada am 10. Juni soll sein Nachfolger gefunden sein, sagte der 66-Jährige, der die DFB-Auswahl nur in den beiden WM-Qualifikationsspielen am 7. April in Halle gegen Tschechien und am 10. April in Slowenien interimsmäßig betreuen wird. „Es war für mich keine Frage, Verantwortung zu übernehmen. Es ist jedoch auch abgesprochen, dass ich es nur für die beiden Spiele mache. Diese beiden Spiele wollen wir unbedingt positiv gestalten“, betonte der Europameister von 1980. Die Nationalspielerinnen freuen sich auf die Zusammenarbeit mit Hrubesch. „Wir kennen uns von Olympia 2016, als er die U23 der Herren trainiert hat, da gab es den einen oder anderen Austausch“, sagte Lena Goeßling dem Internet-Portal „Sportbuzzer“. Hrubesch müsse nun dafür sorgen, „dass die Mannschaft sich findet, dass wir eine klare Linie haben – und ich denke, dass wird er hinbekommen. Ich freue mich auf Horst“, sagte die Wolfburgerin. Auch VfL-Teamkollegin Alexandra Popp erhofft sich neue Impulse: „Man wird sehen, was Horst aus uns zaubern wird. Grundsätzlich freuen wir uns auf einen neuen Input.“

Der australische Fußball-Verband FFA hat die Trainerfrage bei der Nationalmannschaft für die Zeit nach der WM in Russland (14. Juni bis 15. Juli) beantwortet. Der 54 Jahre alte Graham Arnold wird Ex-HSV-Trainer Bert van Marwijk im Anschluss an die Endrunde ablösen. Der frühere Niederländer hatte die Socceroos im Januar übernommen. Der 65-Jährige folgte auf Ange Postecoglou, der nach den erfolgreichen WM-Play-offs gegen Honduras im November zurückgetreten war. Van Marwijks Engagement war von vornherin auf fünf Monate begrenzt. Der Australier Arnold arbeitete in der Vergangenheit bereits als Assistenztrainer und Interimscoach für das Nationalteam. Derzeit betreut er noch den Erstligisten FC Sydney. Sein Vertrag beim Verband läuft bis zur WM 2022 in Katar.

Das plötzliche Karriereende von Ex-HSV-Stürmer Artjoms Rudnevs kam auch für Lettlands Nationaltrainer Aleksandrs Starkovs überraschend. „Ich wusste vorher nichts über Artjoms Entscheidung, mit dem Fußballspielen aufzuhören“, sagte Starkovs vor dem anstehenden WM-Qualifikationsspiel auf den Faröer über den 29 Jahre alten Ex-Nationalspieler. „Es war eine Überraschung für mich. Ich dachte nicht, dass er kurz vor dem Karriereende steht.“ Der 1. FC Köln hatte Ende vergangener Woche den eigentlich bis 30. Juni 2019 laufenden Vertrag mit Rudnevs auf Wunsch des Spielers aufgelöst. Nach Vereinsangaben hat „Rudi“ persönliche Probleme, auf die der Klub nicht näher einging. Rudnevs selbst äußerte sich bislang nicht zu den Gründen.

Ex-HSV-Trainer Bert van Marwijk hat Saudi-Arabien zur WM 2018 geführt, wird das Team in Russland aber nicht betreuen. Der Verband gab die Trennung vom Niederländer bekannt und stellte den Argentinier Edgardo Bauza als Nachfolger vor. Saudi-Arabien hatte sich am 5. September mit einem 1:0 gegen Japan für die WM-Endrunde qualifiziert. Im Gespräch mit dem niederländischen TV-Sender NOS erklärte van Marwijk, die Verhandlungen zur Vertragsverlängerung seien gescheitert. „Ich habe sie abgebrochen. In der vergangenen Woche sind einige Mitglieder meines Stabs entlassen worden. Das kann ich nicht akzeptieren“, sagte er. Zudem habe der Verband von ihm verlangt, dass er seinen Hauptwohnsitz in den arabischen Staat verlege. „Das war für mich nicht verhandelbar. Ich will dort nicht permanent wohnen“, sagte der 65-Jährige.