Von 2005 bis 2007 und von 2015 bis 2016 kickte Ivica Olic für den HSV, von 2012 bis 2015 stand der Kroate in Wolfsburg unter Vertrag. Nun freut sich der 38-jährige Fußball-Rentner auf das Duell seiner Ex-Klubs. „Das ist ein Super-Spiel. Der HSV spielt zu Hause richtig attraktiven Fußball und der VfL kommt mit seinem Super-Quartett Malli, Didavi, Origi sowie Gomez“, so Olic in der „Bild“. Morgen sitzt er im Volkspark auf der Tribüne. Aber wem wünscht er den Sieg? „Dem HSV. Da Hamburg die Punkte mehr braucht als Wolfsburg.“

Morgen lohnt es sich auf jeden Fall, frühzeitig im Stadion zu sein. Denn der Supporters Club lädt zum zehnjährigen Jubiläum des „Volksparketts“. Ab 17 Uhr sind mit Marcell Jansen und Ivica Olic zwei Ex-Profis zu Gast, die sowohl für den HSV als auch für den FC Bayern spielten. Für wen ihre Herzen schlagen? Sie werden es auf der Bühne sicher verraten.

Ivica Olic wird nur wenige Monate nach dem Ende seiner Karriere bald sein Debüt an der Seitenlinie geben. Der Ex-Stürmer vom HSV wird Teil des Trainerstabs der Nationalmannschaft seines Heimatlands Kroatien. „Es ist eine Ehre, erneut Teil des kroatischen Nationalteams zu sein, dieses Mal in einer anderen Rolle“, sagte der 38-Jährige. Als Spieler stand Olic in 104 Partien für Kroatien auf dem Platz, 2002 lief er das erste Mal bei einer Weltmeisterschaft auf. Zuletzt spielte Olic bis Sommer diesen Jahres für 1860 München. Die Kroaten unter dem neuen Trainer Zlatko Dalic treffen in den Playoffs für die WM 2018 auf Griechenland. „Unser Ziel ist, uns für die Weltmeisterschaft in Russland zu qualifizieren – ich denke, dass ich dazu etwas beitragen kann“, sagte Olic.

Ex-HSV-Profi Ivica Olic beendet nach dem Zweitliga-Abstieg mit dem TSV 1860 München seine Karriere. „Ich bin bereit, meine Fußballschuhe an den berühmten Nagel zu hängen. Ich denke, dass ich mit ruhigem Gewissen aufhören kann“, sagte der 37 Jahre alte Kroate der „Bild“. Olic war aus seiner Heimat zunächst zu Hertha BSC gekommen, schaffte den Durchbruch in Deutschland aber erst nach einem Engagement in Moskau und dem UEFA-Cup-Sieg mit ZSKA. Danach spielte der Stürmer in der Bundesliga für den HSV, Bayern München, den VfL Wolfsburg und noch einmal für den HSV. Von dort wechselte Olic dann zu 1860 München. Dem Fußball wolle er verbunden bleiben, erklärte der 104-malige Nationalspieler, ließ aber offen, in welcher Funktion. „Ich entscheide mich für die Richtung erst, wenn ich meinen Fußballlehrer-Schein gemacht habe. Das wird im nächsten Jahr sein“, sagte Olic.

Der HSV ist an einer Verpflichtung von Felix Uduokhai interessiert, der aufgrund des Lizenzentzugs für Zweitliga-Absteiger 1860 München ablösefrei zu haben ist. Das macht den 19-jährigen Verteidiger aber auch für andere Vereine attraktiv. Nun hat mit dem FC Augsburg ein weiterer Bundesligist bei Uduokhai angefragt. Ex-HSV-Profi Ivica Olic, der zuletzt bei den „Löwen“ mit ihm zusammenspielte, empfiehlt den Hamburgern, im Werben um den Junioren-Nationalspieler hartnäckig zu bleiben – weil er ihm eine große Karriere zutraut: „Felix erinnert mich an den jungen Jerome Boateng. Er hat auf jeden Fall ähnlich starke Veranlagungen.“ Mit dem Weltmeister spielte Olic von 2007 bis 2009 gemeinsam beim HSV.

Deutscher Meister und Pokalsieger mit dem FC Bayern, russischer Meister, Pokal- und UEFA-Cup-Sieger mit ZSKA Moskau, kroatischer Meister mit Dinamo Zagreb und NK Zagreb, dazu von 2007 bis 2009 und 2014/15 Publikumsliebling beim HSV: Ivica Olic blickt auf eine großartige Karriere zurück, die aber bitterer nicht hätte ausklingen können. Der 37-jährige Kroate verlor mit 1860 München das zweite Relegations-Duell mit Jahn Regensburg (0:2, Hinspiel 1:1), stieg in die Dritte Liga ab und erlebte schwere Ausschreitungen durch Münchner „Fans“. Sein Vertrag bei den „Löwen“ läuft aus, Olic kehrt zu seiner Familie nach Hamburg zurück.

Der frühere Hamburger Ivica Olic steht mit 1860 München vor dem Klassenerhalt in der Zweiten Liga. Das Relegations-Hinspiel zwischen dem Drittliga-Dritten Regensburg und dem Zweitliga-16. endete nach Toren  von Marc Lais (2.) und Florian Neuhaus (78.) mit 1:1. „Löwen“-Keeper Stefan Ortega hielt einen Elfmeter von Andreas Geipl (84.). Der 37-jährige Olic wurde in der 63. Minute beim Stand von 1:0 für Regensburg eingewechselt. Das Rückspiel findet Dienstag (18 Uhr) statt.