Da deutet sich der letzte Zugang des Jahres an – aber ein wichtiger für die Zukunft. Johannes Spors, bislang Chefscout bei RB Leipzig, hat seinen Vertrag beim Vizemeister aufgelöst und soll unmittelbar vor seinem Engagement beim HSV stehen. Spors, der unter Trainer Markus Gisdol bereits in Hoffenheim arbeitete, würde die Rolle von Benjamin Schmedes einnehmen, der kürzlich als Sportchef zum VfL Osnabrück wechselte.

Vorfreude? Nach dem Pokal-Aus sowie der heftigen Kritik von Investor Klaus-Michael Kühne bei vielen getrübt. Doch Sportchef Jens Todt gibt sich abgeklärt: „Das erste Spiel in Osnabrück ist abgeschüttelt. Das haben wir aufgearbeitet. Das war wirklich schlecht, das darf man auch nicht schönreden“, betonte er, blickte zugleich aber hoffnungsvoll auf den Liga-Start gegen Augsburg voraus: „Ich bin ganz fest davon überzeugt, dass wir einen anderen Auftritt unserer Mannschaft sehen werden.“

Am Sonnabend wird es wieder auf ihn ankommen. Hält Christian Mathenia den Kasten sauber, stehen die Chancen auf einen Auftaktsieg gut. Die Pokal-Schmach hat der HSV-Torwart abgehakt, wie er „Bild“ verriet: „So ein Spiel aus dem Kopf zu bekommen dauert zwei, drei Tage. Rauszufliegen bei einem Drittligisten, ist schon heftig. Der Trainer hat bei der Analyse klare Worte gefunden. Auch wir als Mannschaft wissen, dass so ein Auftritt nicht akzeptabel ist.“ Dass die Fans nach dem Abpfiff ihrem Ärger Luft verschafften, verstand Mathenia: „Wenn ich in Osnabrück auf der Tribüne gesessen hätte, hätte ich auch gepfiffen. Unsere Fans stehen Woche für Woche wie eine Wand hinter uns – egal, ob es scheiße läuft oder in die positive Richtung geht. Aber nach diesem Auftritt war die Reaktion ihr gutes Recht.“

HSV-Investor Klaus-Michael Kühne hat sich bei „Sky“ zur neuen Saison geäußert und Trainer Markus Gisdol unter Druck gesetzt: „Es wird wohl noch schwerer als ohnehin angenommen. Das Spiel in Osnabrück war sehr enttäuschend, ich war konsterniert. Der Trainer muss jetzt viel mehr an der Mannschaft arbeiten, muss sie viel mehr fordern, muss sie zum Team formen, muss Führungsspieler entwickeln – damit es eine Zukunftsperspektive gibt. Ich lebe momentan von der Hoffnung.“