Dass der Auftritt des HSV in Freiburg kritisch bewertet wird, geht Kyriakos Papadopolous auf den Keks. Der Abwehr-Boss stellte klar, dass er mit dem Ergebnis zufrieden sei: „Der Punkt ist wichtig, weil wir Freiburg so auf Distanz halten. Die sind immer noch hinter uns. Besser, wir spielen so und holen auswärts Punkte, als wenn wir schönen Fußball spielen und verlieren. Wir sind nicht Bayern München, fahren hierhin und gewinnen mal eben mit 3:0. Wir haben jetzt in den letzten vier Spielen sieben Punkte geholt und zweimal zu null gespielt. Das ist wichtig für uns und gibt ein gutes Gefühl.“

Als Verteidiger gilt es für Kyriakos Papadopoulos auch mal hart zuzulangen. Im „Abendblatt“ sprach er über seine Liebe zum harten Zweikampf. „Mit der perfekten Grätsche zum perfekten Zeitpunkt kann man ein Stadion wachrütteln. Mir gibt so ein Moment unglaublich Energie, ich muss diese Energie dann auch rausschreien. Das ist wirklich wie nach einem Tor“, sagte die Griechen-Kante. Hinzu kommt: „Und der Gegner wird eingeschüchtert. Wenn du deinen Gegenspieler erst einmal abgeräumt hast, dann überlegt er sich zweimal, ob er es noch einmal bei dir versucht.“

Für Kyriakos Papadopolous geht es am Sonntag zurück in den Pott, für ihn ist es eine ganz besondere Partie. „Schal­ke war mein ers­ter Ver­ein au­ßer­halb mei­ner Hei­mat Grie­chen­land. Ich ver­bin­de sehr viele po­si­ti­ve Er­in­ne­run­gen mit mei­ner Zeit dort“, sagte er der „Bild“. Und weiter: „HSV und Schal­ke sind geile Klubs, haben super Fans, ein groß­ar­ti­ges Sta­di­on und eine große Tra­di­ti­on. Aber Sonn­tag geht es für mich nur um den HSV.“

Er wackelte kurz, hat sich nun aber ins Team zurückgekämpft: Mergim Mavraj. Den Abstiegskampf mit dem HSV sieht der Albaner für jeden als Härtetest an. „Diese Si­tua­ti­on trennt die Spreu vom Wei­zen, oder die Jungs von den Män­nern. Eine echte Cha­rak­ter­fra­ge“, sagte er der „Bild“. Lobende Worte findet er für Trainer Markus Gisdol („Fach­lich sehr, sehr gut. Er hat mich in die­sem knap­pen Jahr bes­ser ge­macht. Er hat einen gro­ßen Bei­trag ge­leis­tet, dass wir letz­tes Jahr ge­ret­tet wur­den“) und Nebenmann Kyriakos Papadopolous: „Ein ver­dammt guter Ab­wehr­mann, der sich vor den Größ­ten nicht zu ver­ste­cken braucht.“

Das Fußball-Wunder ist ausgeblieben! Nach dem deftigen 1:4 im Hinspiel ist das griechische Nationalteam im Playoff-Rückspiel zu Hause gegen Kroatien nicht über eine Nullnummer hinausgekommen. Damit erlebt Kyriakos Papadopolous die WM 2018 in Russland nur auf der Couch. Der HSV-Verteidiger kam im zweiten Duell mit den Kroaten nicht zum Einsatz.