Gideon Jung ist beim nächsten Spiel gegen Schalke gesperrt, Kyriakos Papadopoulos und Rick van Drongelen haben beide Knie-Probleme. Wen will Trainer Christian Titz am Sonnabend gegen Schalke in die Abwehr stellen? Fest steht, trotz der angespannten Personallage ist keine Rückkehr von Mergim Mavraj (zur U21 abgeschoben) geplant. Titz will das Problem ohne den Albaner lösen. Und wer soll es machen? Albin Ekdal ist eher kein Kandidat, da er nach seiner langen Pause noch nicht wieder bei 100 Prozent ist. Titz hofft, dass zumindest Papadopoulos bis zum Schalke-Spieler wieder fit ist. Der Griechen würde dann an der Seite von Stephan Ambrosius spielen.

Nicht auf dem Platz ist heute weiterhin Kyriakos Papadopoulos. Der Grieche war angeschlagen von der Nationalmannschaft zurückgekommen. Er arbeitet im Kraftraum. Anfang der Woche soll er wieder in das Teamtraining einsteigen und am Sonnabend gegen seinen Ex-Verein Schalke dann womöglich auch spielen.

Nach dem 1:2 gegen Berlin hatte Kyriakos Papadopoulos Trainer Christian Titz heftig für seine Kader-Auswahl und seine Aufstellung kritisiert. Nun kündigt HSV-Boss Frank Wettstein Konsequenzen an. „Papa hat damit allen keinen Gefallen getan. Er hat nicht das Recht, die sportliche Situation zu ignorieren. Wir werden das nicht tolerieren.“ Und weiter: „Jeder muss sich fragen, welche Verantwortung er für die Situation trägt. Hätten die Spieler die Leistung gebracht, die wir uns erhofft hatten, würden wir nicht so in der Tabelle stehen. Ich stehe voll hinter den Maßnahmen vom Trainer.“ Mit Papa, der nun erst mal bei der Nationalmannschaft ist, soll Anfang der Woche telefoniert werden.

Dass der Auftritt des HSV in Freiburg kritisch bewertet wird, geht Kyriakos Papadopolous auf den Keks. Der Abwehr-Boss stellte klar, dass er mit dem Ergebnis zufrieden sei: „Der Punkt ist wichtig, weil wir Freiburg so auf Distanz halten. Die sind immer noch hinter uns. Besser, wir spielen so und holen auswärts Punkte, als wenn wir schönen Fußball spielen und verlieren. Wir sind nicht Bayern München, fahren hierhin und gewinnen mal eben mit 3:0. Wir haben jetzt in den letzten vier Spielen sieben Punkte geholt und zweimal zu null gespielt. Das ist wichtig für uns und gibt ein gutes Gefühl.“

Als Verteidiger gilt es für Kyriakos Papadopoulos auch mal hart zuzulangen. Im „Abendblatt“ sprach er über seine Liebe zum harten Zweikampf. „Mit der perfekten Grätsche zum perfekten Zeitpunkt kann man ein Stadion wachrütteln. Mir gibt so ein Moment unglaublich Energie, ich muss diese Energie dann auch rausschreien. Das ist wirklich wie nach einem Tor“, sagte die Griechen-Kante. Hinzu kommt: „Und der Gegner wird eingeschüchtert. Wenn du deinen Gegenspieler erst einmal abgeräumt hast, dann überlegt er sich zweimal, ob er es noch einmal bei dir versucht.“