Kein HSV-Spieler war in Wolfsburg häufiger am Ball als Douglas Santos. 62 Ballkontakte hatte der Brasilianer, der zudem mit einer beeindruckenden Passquote (86 Prozent) glänzen konnte. In den Zweikämpfen lief’s hingegen weniger gut. Nur sechs seiner 22 direkten Duelle gewann der Olympiasieger – das entspricht einem Wert von 27 Prozent und ist sicher ausbaufähig.

Passquoten von über 80 Prozent waren unter Markus Gisdol und Bernd Hollerbach die absolute Ausnahme, meist lag der HSV klar darunter. Das hat sich unter Christian Titz fundamental geändert. Schon zum fünften Mal unter Titz kamen in Wolfsburg mehr als 80 Prozent der HSV-Pässe an. Lewis Holtby hatte klar zum Ausdruck gebracht, dass ihm diese Art des Fußballs deutlich besser schmeckt – und das auch auf dem Platz gezeigt. Holtby selbst wies gemeinsam mit Aaron Hunt allerdings die schwächste Passquote des HSV auf. Der Wert betrug aber immer noch 67 Prozent. Unter Gisdol und Hollerbach wäre das noch ein guter Wert innerhalb der HSV-Mannschaft gewesen.

Luca Waldschmidt war ein Aktivposten beim 1:1 des HSV in Stuttgart. Er bereitete das 1:0 von Lewis Holtby vor, gab drei Torschüsse ab (die meisten aller Hamburger), gönnte sich aber auch seine Auszeiten. So hatte der 21-jährige Retter der Vorsaison nur 25 Ballkontakte, einzig VfB-Stürmer Mario Gomez (17 Ballkontakte) kommt von allen Spielern, die 90 Minuten auf dem Platz standen auf einen noch geringeren Wert. Auch die Pass- und Zweikampfquote von Waldschmidt fällt recht bescheiden aus. Zehn seiner 25 Pässe landeten beim Gegner, die Passquote lag damit bei 67 Prozent. Zudem konnte der Stürmer nur vier seiner 14 Zweikämpfe für sich entscheiden, das entspricht einer Quote von 28,6 Prozent.