Perus wegen Kokainmissbrauchs gesperrter Ex-HSV-Profi Paolo Guerrero (34) hat im Kampf um seine Teilnahme an der bevorstehenden Fußball-WM in Russland auch von den WM-Gegnern der Südamerikaner Unterstützung erhalten. Die Nationalmannschaftskapitäne Hugo Lloris (Frankreich), Mike Jedinak (Australien) und Simon Kjaer (Dänemark) plädierten in einem offenen Brief an den Weltverband FIFA für eine vorübergehende Aussetzung von Guerreros 14-monatiger Sperre während Perus WM-Auftritten in Russland.„Aus unserer Sicht wäre es einfach nur falsch, ihn auf Grundlage von Untersuchungen, die ergeben haben, dass er weder betrügen noch seine Leistung durch verbotene Mittel verbessern wollte, von einem der Höhepunkte seiner Karriere auszuschließen. Deswegen richten wir ein Gnadengesuch an das FIFA-Council und bitten um die Aussetzung der Sperre für den Zeitraum von Perus WM-Teilnahme“, schrieb das Trio. Guerrero ist nach einem positiven Dopingtest auf Kokain in zweiter Instanz durch den Internationalen Sportgerichtshof CAS zu einer 14-monatigen Sperre verurteilt worden und damit momentan nicht für die WM spielberechtigt.

Der wegen Dopings gesperrte frühere HSV-Profi Paolo Guerrero gibt den Kampf um seine WM-Teilnahme mit Peru nicht auf. An der Seite des Präsidenten des peruanischen Fußballverbandes FPF, Edwin Oviedo, reiste der 34-Jährige am Sonntag nach Zürich, um dort FIFA-Präsident Gianni Infantino zu treffen. In einem persönlichen Gespräch will Guerrero um eine Aufhebung oder Verkürzung seiner 14-monatigen Sperre bitten. „Es gibt einen Hoffnungsschimmer, eine Möglichkeit, doch noch die WM zu spielen“, verkündete der Ex-HSV-Star vor dem Abflug in einem Video. Er beendete seine über die sozialen Medien veröffentlichte Botschaft mit dem Satz: „Ich hoffe, aus der Schweiz mit guten Neuigkeiten zurückzukehren.“ Mehr als 10.000 Fans verfolgten das Video am Sonntag im Nationalstadion von Lima. Zuvor hatte es einen Protestmarsch vom zentralen Park Campo de Marte hinüber in die Arena gegeben. Er wurde angeführt von der Familie Guerreros sowie den Müttern der für die WM nominierten Spieler. Die Anhänger skandierten immer wieder: „FIFA, hör auf uns, Paolo ist unschuldig.“ Guerrero war positiv auf ein Abbauprodukt von Kokain getestet und im vergangenen Oktober zunächst für ein halbes Jahr gesperrt worden. Der Internationale Sportgerichtshof CAS weitete die Sperre nach einer Beschwerde der Welt-Anti-Doping-Agentur WADA am 14. Mai auf 14 Monate aus. Damit würde Guerrero die WM in Russland (14. Juni bis 15. Juli) verpassen.

Die schlechten Nachrichten für den früheren HSV-Stürmer Paolo Guerrero reißen nicht ab. Nachdem der 34-Jährige wegen Dopings für 14 Monate gesperrt und dies durch den Internationalen Sportgerichtshof CAS bestätigt worden war, steht fest, dass der Peruaner seinen WM-Traum begraben muss. Nun wurde Guerrero von seinem brasilianischen Klub Flamengo Rio de Janeiro auch noch suspendiert. Gut möglich, dass er seine Karriere nun beenden wird.

Perus Präsident Martin Vizcarra will dem wegen Dopings gesperrten Ex-HSV-Profi Paolo Guerrero doch noch zur Teilnahme an der WM in Russland verhelfen. Er habe die Regierung und den Botschafter Perus in der Schweiz gebeten, Guerrero im Fall einer Berufung beim Schweizer Bundesgericht gegen eine Entscheidung des Internationalen Sportgerichtshofs CAS in Lausanne zu unterstützen. Das Bundesgericht könnte die CAS-Entscheidung mit einer Verfügung kippen. Dann könnte der Stürmer zur WM fahren. Der 34-jährige wurde am Montag vom CAS wegen Dopings für 14 Monate gesperrt. Ihm droht damit, bei der ersten WM-Teilnahme seines Landes seit 36 Jahren nicht dabei zu sein. Guerrero war bei einer Kontrolle nach einem Länderspiel Anfang Oktober die Substanz Benzoylecgonin festgestellt worden, die auch in Kokain enthalten ist.

Der Streit über die Dopingsperre des Ex-HSV-Profis Paolo Guerrero geht in die nächste Runde. Der Peruaner hat beim Internationalen Sportgerichtshof CAS beantragt, dass die von der FIFA verhängte Sperre zurückgenommen wird. Gleichzeitig forderte die Welt-Anti-Doping-Organisation WADA den CAS auf, den Fall neu aufzurollen und die Sperre auf ein bis zwei Jahre zu verlängern. Der CAS hat aufgrund der Anträge zwei neue Verfahren eingeleitet. Am 3. Mai soll eine Anhörung in Lausanne stattfinden. Der 33 Jahre alte Angreifer war am 5. Oktober 2017 bei einer Dopingkontrolle nach dem 0:0 im Qualifikationsspiel gegen Argentinien positiv getestet worden. Der Weltverband FIFA sperrte den ehemaligen Spieler des FC Bayern und des HSV daraufhin zunächst für 30 Tage, dann für ein Jahr, beginnend mit dem 3. November. Im Dezember wurde die Sperre auf ein halbes Jahr reduziert. Guerrero könnte dadurch für Peru bei der WM in Russland auflaufen. Die Südamerikaner hatten sich erstmals seit 1982 wieder qualifiziert. Guerreros Anwalt hatte das Testergebnis im Winter als unerklärlich bezeichnet. Die bei dem Ex-Bundesliga-Profi entdeckte Substanz sei in Koka-Tee enthalten. Der Genuss von Tee mit Kokablättern und das Kauen der Blätter hätten in den Anden eine lange Tradition, hatte der Anwalt Bichara Neto gesagt. Zugleich wies er aber darauf hin, dass Guerrero gar keinen Koka-Tee getrunken, aber Medikamente wegen einer Grippe eingenommen habe.

Wird nun doch noch alles gut? Wegen Kokainkonsums wurde Paolo Guerrero von der FIFA für ein Jahr gesperrt – und drohte deshalb die WM mit Peru zu verpassen. Nach einem Bericht von „Globo Esporte“ hat der Weltverband die Sperre für den Ex-HSV-Star nun aber auf sechs Monate reduziert. Das würde bedeuten, dass sich Guerrero doch noch seinen Lebenstraum erfüllen kann. Peru qualifizierte sich erstmals seit 36 Jahren wieder für eine WM-Endrunde.

Der frühere HSV-Stürmer Paolo Guerrero (33) wird die WM 2018 in Russland wegen eines Dopingvergehens verpassen. Die Disziplinarkommission der FIFA sperrte den Kapitän der peruanischen Nationalmannschaft für ein Jahr. Guerrero war nach dem WM-Qualifikationsspiel gegen Argentinien (0:0) am 5. Oktober positiv auf ein Abbauprodukt von Kokain getestet worden. Am 3. November war Guerrero, der in der Bundesliga für den HSV und Bayern München gespielt hatte, zunächst vorläufig suspendiert worden. Bis zu diesem Tag im Jahr 2018 läuft nun seine Sperre. Guerrero ist bis dahin für alle nationalen und internationalen Spiele mit der Nationalmannschaft und seinem brasilianischen Klub CR Flamengo ausgeschlossen.

Foto: Witters

Die 30-tägige Dopingsperre des früheren HSV-Stürmers Paolo Guerrero (33) ist um weitere 20 Tage verlängert worden. Guerrero, der bereits Perus erfolgreiche WM-Playoffs gegen Neuseeland im November verpasst hatte, wird damit seinem brasilianischen Klub CR Flamengo im Finalhinspiel der Copa Sudamericana gegen Independiente aus Argentinien fehlen. Eine am 5. Oktober nach Perus WM-Qualifikationsspiel in Argentinien entnommene Urinprobe hatte ein „von der Norm abweichendes Analyseergebnis“ hervorgebracht. Deshalb war Guerrero vorläufig für 30 Tage von der FIFA suspendiert worden. Nach einer Anhörung hofft Guerrero, an der WM in Russland im kommenden Jahr teilnehmen zu dürfen.