Jetzt ist es offiziell! Ex-HSV-Manager Peter Knäbel übernimmt beim kommenden Gegner Schalke 04 die neugeschaffene Position des Technischen Direktors Entwicklung. Der 51 Jahre alte Ex-Profi wird am 15. April seine neue Stelle antreten. Im Rahmen der Neustrukturierung im Nachwuchsbereich ist Knäbel de facto neuer Chef der legendären Knappenschmiede, in der unter anderem die Weltmeister Manuel Neuer und Mesut Özil oder auch WM-Kandidat Leroy Sané ihr Rüstzeug erhielten. „Für unseren Nachwuchsbereich stehen in den kommenden Monaten und Jahren große und wichtige Aufgaben an. Wir wollen die Knappenschmiede nicht nur in ihrer Infrastruktur, sondern in der gesamten Struktur noch weiter vorantreiben“, erläuterte 04-Sportvorstand Christian Heidel diese Personalentscheidung: „Deshalb freuen wir uns, dass wir dafür mit Peter Knäbel einen der anerkanntesten Fachleute für Nachwuchsförderung in Europa für den FC Schalke 04 gewinnen konnten. Als gebürtiger Wittener und damit Kind des Ruhrgebiets wird er keine Eingewöhnungszeit benötigen.“ Ex-HSV-Keeper Mathias Schober und Till Beckmann, die die Jugendabteilung seit dem Ausscheiden von Oliver Ruhnert interimsmäßig geführt hatten, bleiben der Knappenschmiede in entscheidender Funktion erhalten: Schober als Sportlicher Leiter und Beckmann als Administrativer Leiter.

Wenn der HSV am Sonnabend um 15.30 Uhr bei den Bayern antritt, rechnet eigentlich niemand den Hamburgern eine Chance aus. Trainer Bernd Hollerbach aber kann darauf verweisen, den Rekordmeister schon mehrfach geschockt zu haben. Sein Bundesliga-Debüt hatte der heute 48-Jährige am 2. März 1991 als St. Pauli-Spieler im Münchner Olympiastadion gegeben. Der Kiezklub gewann unter Trainer Horst Wohlers mit 1:0 gegen die Bayern mit ihren Stars Stefan Effenberg und Olaf Thon. An der Seite von Hollerbach spielte damals übrigens auch der spätere HSV-Sportchef Peter Knäbel. Damit nicht genug: „Holler“ gewann auch sein erstes HSV-Spiel gegen die Bayern mit 2:1.

Nachdem Peter Knäbel im Mai als Sportdirektor des HSV abgelöst wurde, ist er noch ohne Job – aber umtriebig. „Ich habe viel Fußball geguckt, auch Abstand gewonnen – aber ebenso schon die Fühler nach neuen Projekten ausgestreckt“, sagte er der MOPO. Dem HSV prophezeit er eine gute Zukunft, allerdings muss sich die Mannschaft finden. Wenn sie das tut, wird der Weg nach oben führen.“