Nicht ganz fair vom HSV: Die U19 verzichtet auf ihr Pokal-Viertelfinale am Mittwoch gegen Eintracht Norderstedt, um Kräfte für die Bundesliga zu schonen. Dort geht es am Sonnabend bei Werder Bremen um den Titel und das Erreichen des Halbfinals der deutschen Meisterschaft. Rang drei hat der HSV in jedem Fall sicher, steht damit automatisch im DFB-Pokal – und braucht deshalb den Weg über den Hamburger Pokal nicht mehr. Trainer Daniel Petrowsky erklärte: „In Anbetracht des Spiels am Sonnabend und der damit verbundenen historischen Chance haben wir beschlossen, uns nur auf das Bremen-Spiel zu fokussieren und alle Kräfte für dieses Spiel zu bündeln.“

Chance vertan! Mit einem Sieg über Dynamo Dresden hätte die U19 des HSV den Titel in der Junioren-Bundesliga perfekt machen können. Doch das Team von Daniel Petrowsky vergeigte im Volkspark mit 0:3 (0:1) – trotz Profi-Leihgabe Fiete Arp. Weil Verfolger Hertha BSC das Topspiel gegen Werder Bremen (0:4) ebenfalls verlor, geht der HSV als Tabellenführer in den letzten Spieltag. Dort kommt es in Bremen zum Showdown, Werder ist einen Punkt zurück, gleiches gilt für die Berliner.

Zwischen Abitur und Abstiegskampf mit den Profis des HSV hat Fiete Arp heute ein anderes Ziel vor Augen. Das Sturm-Juwel soll die U19 zum Titelgewinn in der Nord-Staffel der Junioren-Bundesliga schießen. Um 13 Uhr wird die Partie gegen Dynamo Dresden auf dem Trainingsgelände im Volkspark angepfiffen. Gewinnt das Team von Trainer Daniel Petrowsky und verliert Hertha BSC zeitgleich gegen Werder Bremen, wäre der HSV nicht mehr vom ersten Platz zu verdrängen.

Die Profis kämpfen gegen den Abstieg, die A-Junioren um die Meisterschaft. Und Fiete Arp soll der U19 dabei helfen. Christian Titz strich das Sturm-Juwel aus dem 18-Mann-Kader für den morgigen Keller-Kracher beim VfL Wolfsburg. Sehr zur Freude von Daniel Petrowsky, der Arp am Sonntag (13 Uhr, Hagenbeckstraße) gegen Dynamo Dresden einsetzen kann. Zeitgleich empfängt Hertha BSC (als Zweiter ein Punkt hinter dem HSV) Werder Bremen (als Ditter vier Punkte hinter dem HSV). Sollte Werder gewinnen, würde ein HSV-Erfolg über Dresden den Titel bedeuten.

Während die Profis gegen den Abstieg kämpfen, ist die U19 in der Junioren-Bundesliga auf Titelkurs. Vor den beiden abschließenden Spielen am Sonntag (13 Uhr) gegen Dynamo Dresden und bei Werder Bremen (5. Mai) führt das Team von Trainer Daniel Petrowsky die Staffel Nord/Nordost mit 58 Punkten an. Doch aufgepasst: Hertha BSC (57) und Werder Bremen (54) sind dem HSV auf den Fersen. In der Weststaffel hat sich Schalke 04 bereits für die Endrunde qualifiziert, um den weiteren Platz kämpfen Borussia Dortmund und der VfL Bochum, die dezeit ein Pünktchen trennt. In der Staffel Süd/Südwest duellieren sich 1899 Hoffenheim (57) und der FC Bayern (55) um den Einzug in das Halbfinale um die deutsche Meisterschaft.

Die Profis kämpfen gegen den Abstieg, für die U19 geht es dagegen um den Titel in der Junioren-Bundesliga und die Qualifikation für die Endrunde um die deutsche Meisterschaft. Das Team von Daniel Petrowsky tritt heute (12 Uhr) bei Holstein Kiel an, schon um 11 Uhr wird die Partie zwischen Werder Bremen und Union Berlin angepfiffen. Um 13.30 Uhr folgt das Duell zwischen Dynamo Dresden und Hertha BSC. Die Tabelle drei Spieltage vor Schluss: HSV (55 Punkte) vor Hertha BSC (54 Punkte) und Werder Bremen (51 Punkte).

Die U19 des HSV hat sich für das Viertelfinale des Hamburger Oddset-Pokals qualifiziert. Das Team von Trainer Daniel Petrowsky setzte sich beim TSV Sasel mit 7:0 (4:0) durch. Die Tore erzielten Erolind Krasniqi (2), Dominic Cyriacks (2), Ole Wohlers, Julian Ulbricht und Tobias Knost.

Die Profis kämpfen gegen den Abstieg, die U19 braucht heute (15 Uhr) einen Sieg bei Schlusslicht Eintracht Braunschweig, um die Spitzenposition in der Junioren-Bundesliga zu verteidigen. In der Blitz-Tabelle ist das Team von Trainer Daniel Petrowsky auf Rang zwei zurückgefallen, da Konkurrent Hertha BSC durch einen Heimerfolg über Holstein Kiel (8:2) nun zwei Punkte voraus ist. Der HSV muss also bei den „Löwen“ kontern.

Nicht nur die Profis des HSV bekommen es heute mit Hertha BSC zu tun, auch die A-Junioren müssen gegen den Hauptstadt-Klub antreten. Für das Team von Trainer Daniel Petrowsky ist es allerdings ein Topspiel, als Spitzenreiter mit vier Punkten Vorsprung geht die Mannschaft in Berlin ab 13 Uhr in die Partie. Mit dabei: Josha Vagnoman, der vor einer Woche beim FC Bayern sein Bundesliga-Debüt feierte, und Marco Drawz, der ebenfalls in der Woche bei den Profis trainieren durfte. Mit einem Sieg würde man einen großen Schritt Richtung Meisterschaft machen. Übrigens: Schon am 7. April sehen sich beide Kontrahenten wieder, dann in Hamburg.