Hannover 96 kann am Sonntagabend beim HSV mit Torjäger Niclas Füllkrug planen. Der zuletzt angeschlagene Angreifer meldete sich rechtzeitig fit. Ob Füllkrug in Hamburg wie zuletzt gegen den VfL Wolfsburg mit Martin Harnik an seiner Seite stürmen wird, ließ 96-Coach André Breitenreiter offen. „Wir versuchen immer, mutig aufzutreten. Mal sehen, für welche Formation wir uns entscheiden“, sagte Hannovers Trainer. Im Tor der Niedersachsen wird wieder Philipp Tschauner stehen. Trotz des Patzers bei der 0:1-Niederlage gegen Wolfsburg vor einer Woche schenkt Breitenreiter seinem Stammkeeper weiter das Vertrauen. Daran, dass sein Team im Falle einer weiteren Niederlage den Blick in der Tabelle wieder nach unten richten müsste, verschwendet der Coach keinen Gedanken. „Wenn wir gegen Wolfsburg gewonnen hätten, würden wir jetzt hier nur über den Europapokal reden. Nein, das geht mir alles zu schnell.“

Der „Kicker“ hat nach Abschluss der Hinrunde seine „Rangliste des deutschen Fußballs“ präsentiert. Dort sortiert das Sportmagazin in den Kategorien „Weltklasse“, „Internationale Klasse“, „Im weiteren Kreis“ und „Im Blickfeld“ die Bundesliga-Spieler auf. Während sich 16 der 18 Stamm-Torhüter in einer dieser Güteklassen wiederfinden, fiel HSV-Torwart Christian Mathenia als einer von nur zwei Keepern durchs Raster. „Dass der HSV auf einem Abstiegsplatz überwintert, ist auch Ausdruck seines Torhüterproblems“, begründet das Fachmagazin. „Mathenia, im Vorjahr als Adler-Vertreter noch überzeugend, konnte den Status als neue Nummer 1 nicht rechtfertigen, leistete sich mehrere spielentscheidende Fehler.“ Auch im Noten-Ranking des „Kicker“ rangiert Mathenia mit einer Durchschnittsnote von 3,35 abgeschlagen an letzter Stelle. Der zweite Torwart, der es nicht in die Kicker-Hitliste schaffte, ist übrigens Ex-St. Pauli-Keeper Philipp Tschauner von Hannover 96. Angeführt wird das Ranking von Peter Gulácsi, der es als notenbester Torwart auch in die MOPO-Elf der Hinrunde geschafft hatte.