Fünf Tore und vier Vorlagen in zehn Ligaspielen. Pierre-Michel Lasogga hat sich in Englands zweiter Liga zuletzt den Frust, den er in seiner Hamburger Zeit aufgebaut hatte, von der Seele geschossen. Trainer Markus Gisdol aber musste zugeben, dass er den Stürmer nach dessen Leihe zu Leeds United ein wenig aus den Augen verloren habe. „Im Tagesgeschäft ist es so, dass der Kontakt ein Stück weit verloren geht, wenn der Spieler weg ist“, sagte Gisdol. „Aber ich freue mich total, dass er seinen Teil dazu beiträgt, dass Leeds ein Aufstiegskandidat ist. Das ist sehr schön für ihn.“

Für ihn persönlich läuft es in England richtig gut, nur sein Team wird langsam aber sicher nach unten durchgereicht. Die Rede ist von HSV-Leihgabe Pierre-Michel Lasogga, dem in bisher neun Ligaspielen für Leeds United fünf Tore gelangen. Mit den „Whites” konnte der bullige Angreifer aber nur eines der letzten fünf Ligaspiele gewinnen. Leeds steht inzwischen nur noch auf dem siebten Tabellenrang. Nur die ersten sechs haben aber die Chance auf einen Aufstieg (Plätze drei bis sechs Playoffs, Plätze eins und zwei direkter Aufstieg). Morgen (18.30 Uhr)  trifft Lasogga auf Brentford. Mit einem Sieg könnte Leeds zumindest Tuchfühlung mit den Aufstiegsplätzen halten.

 

Leeds United kann heute (20.45 Uhr) mit einem Sieg gegen den Tabellendritten Sheffield United den vierten Tabellenplatz festigen und bis auf einen Zähler an „The Blades” heranrücken. HSV-Leihgabe Pierre-Michel Lasogga wurde noch unter Woche bei der Pleite 1:3-Pleite im Liga-Pokal gegen Ex-Meister Leicester City geschont. Ob der Stürmer dadurch heute genügend Kraft hat, um die „Whites” zum Sieg zu schießen.

Zuletzt lief es für HSV-Leihgabe Pierre-Michel Lasogga und Leeds United nicht so gut.  Zwei Niederlagen in Folge gegen Cardiff (1:3) und Sheffield (0:3) haben die „Whites“ auf den fünften Rang abrutschen lassen. Jetzt hat sich Lasogga via Twitter zur Wort gemeldet und will mit seinem Team nach der Länderspielpause wieder angreifen. Am 14. Oktober muss Leeds im eigenen Stadion gegen Reading (16 Uhr) ran.

Zweikämpfe mit ihm taten fast ohne Ausnahme so richtig weh! Carsten Kober gehört zu den härtesten Raubeinen, die die Bundesliga je hervorgebracht haben. Noch immer verfolgt der inzwischen 49-Jährige die Geschehnisse rund um „seinen“ HSV – und Kober stößt dabei die Transferpolitik der Rothosen übel auf. „Der Kader ist zu dünn besetzt und die Mischung stimmt überhaupt nicht“, sagte er zur MOPO. Verwundert habe ihn aber der Umgang mit Pierre-Michel Lasogga: „Da gibt man einen Strafraumstürmer wie Lasogga ab und verpflichtet vier Wochen später mit Sejad Salihovic einen Spieler, der ihm die Bälle direkt auf den Kopf servieren kann. Das passt doch nicht zusammen.“

Ein Abend zum Vergessen für Pierre-Michel Lasogga und Leeds United. Die HSV-Leihgabe saß nach der Geburt seiner Tochter gegen Cardiff 90 Minuten auf der Bank und zu allem Überfluss verlor Leeds das Spiel auch noch mit 1:3 (0:2). Ausschlaggebender Faktor für die Pleite war die Gelb-Rote-Karte für Liam Cooper in der zweiten Minute der Nachspielzeit der ersten Hälfte. Durch die Niederlage verliert Leeds den Platz an der Tabellenspitze und rutscht auf den zweiten Rang ab.

Wechselt Pierre-Michel Lasogga zu Hannover 96? Viele HSV-Fans werden in den vergangenen Tagen gehofft haben, dass der Stürmer den kurzen Weg nach Niedersachsen zurücklegen und den Gehaltsetat des HSV damit spürbar erleichtern werde. Nun aber gab es von 96-Seite eine klare Absage. Am Rande des Testspiels gegen Twente Enschede sagte Sportchef Horst Heldt zur Transferpolitik des Aufsteigers: „Es wird definitiv noch etwas passieren.“ Aber: „An Lasogga ist nichts dran.“