Am Sonnabend in Frankfurt (15.30 Uhr) will der HSV den nächsten Schritt in Richtung Wunder Klassenerhalt machen. Trainer Christian Titz sprach auf der Pressekonferenz über…

…das Spiel: „Ich erwarte ein ähnliches schweres Spiel wie in Hoffenheim. Wir müssen die Zweikämpfe annehmen und unser Spiel durchsetzen. Wir werden Frankfurt nicht unterschätzen, auch wenn es gerade bei ihnen nicht so läuft. Frankfurt stand während der Saison schon auf einem Champions-League-Platz und hat seine Stärken unter Beweis gestellt. Für die Eintracht gehts um den Europapokal.“

…Papadopoulos und Hunt: „Sie haben heute ganz normal trainiert, sind beide einsatzfähig. Aaron ist ein Spieler, der den Unterschied machen kann.“

…die über 5000 mitreisenden Fans: „Die Mannschaft benötigt diesen Funken, der überspringt. Wir sind sehr froh, dass wir wieder von so vielen Fans unterstützt werden.“

…das „Halbfinale“ gegen Frankfurt: „Ich glaube, dass es sehr positiv war, dass bei uns das Restprogramm letzte Woche als Viertelfinale und jetzt als Halbfinale dargestellt wurde. Wir haben aber nichts erreicht, sind zwei Punkte hinten dran. Wir sind die Mannschaft, die etwas gewinnen kann. Wir haben die Chance aufzuholen, wenn der Gegner patzt. Wir möchten jetzt den Weg weitergehen. Wir freuen uns alle auf das Spiel!“

…das Wolfsburg-Ergebnis: „Das spielt während unseres Spiels keine Rolle. Danach gucken wir auf die Ergebnisse der Gegner.“

…Wood: „Es freut mich für ihn, dass er den Elfmeter reingemacht hat. Es hat ihm Auftrieb gegeben. Wir sind froh, dass wir ihn wieder in der Mannschaft haben.“

…Arp: „Fiete wird wieder in der U19 spielen.“

…den möglichen Sprung auf Rang 16: „Der Sprung auf den Relegationsplatz wäre für uns alle etwas Besonderes. Das ist unser Ziel. Aber ich will mich noch nicht mit dem Was-Wäre-Wenn beschäftigen. Ich habe einen Glauben an meine Mannschaft, dass sie es schaffen kann.“

…die Anspannung: „Es gibt nicht um ein Leben, sondern um ein Fußballspiel.“

…den Ex-Frankfurter Waldschmidt: „Ich bin froh, dass ich so einen Spieler in meinen Reihen habe. Luca ist ein wichtiger Spieler für uns. Ob er in der Startelf stehen wird, werden wir sehen.“

Bevor sich der HSV-Tross am Nachmittag auf den Weg in den Süden macht, stellte sich Trainer Christian Titz den Fragen der Reporter. Wie will er den VfB Stuttgart knacken? Setzt er wirklich auf Debütant Stephan Ambrosius im Duell mit Nationalstürmer Mario Gomez? Wer greift für sein Team an? Bei der Pressekonferenz sprach HSV-Coach Titz über…

…die Suspendierung von Mergim Mavraj: „Er hat nichts verbrochen, sich nichts zuschulden kommen lassen. Aber dazu ist alles gesagt: Es hat sportliche Gründe, dass er bis auf Weiteres bei der U21 trainert. Grundsätzlich ist es so, dass für keinen Spieler endgültig die Tür zu ist. Abgesehen von Walace, der sich leider zu viel geleistet hat. Über ihn mache ich mir keine Gedanken.“

…das Gespräch mit Papadopoulos: „Er ist sehr emotional und auch jähzornig. Und das ist eigentlich eine positive Eigenschaft. Wenn ich mich an Gespräche mit meinem Vater erinnere und er mich jedes Mal hinausgeworfen hätte, wenn ich jähzornig war, wäre ich nicht lange zu Hause geblieben. Kyriakos hat sich vor die Mannschaft gestellt und aufrichtig entschuldigt, das ganze Team zum Essen eingeladen. Er hat sich sehr einsichtig gezeigt und dabei Größe bewiesen. Man darf ja nicht vergessen, dass er ein sehr stolzer Mensch ist.“

…die Personallage: „Bobby Wood wird nicht dabei sein, er ist nach der Länderspielreise müde und auch angeschlagen. Bei Lewis Holtby müssen wir das heutige Training abwarten.“

…den Stuttgart-Kader: „Neben Holtby sind auch Albin Ekdal und Kyriakos Papadopoulos angeschlagen. Wir müssen jetzt im Training schauen, wie sie durchkommen. Danach wird dann der Kader bekanntgegeben.“

…Abwehr-Juwel Stephan Ambrosius: „Er hat eine sehr gute Trainingswoche hinter sich, ich kenne seine Qualitäten und ohne zu viel vorwegnehmen zu wollen: Er ist in der engeren Auswahl.“

…den VfB Stuttgart: „Sie haben sieben Spiele nicht verloren, haben also einen sehr guten Lauf. Es wird eine schwierige Aufgabe. Aber ich bin davon überzeugt, dass wir das Zeug haben, dort drei Punkte mitzunehmen. Dafür müssen wir gut ins Spiel hineinfinden.“

…die Formkrise von Jungstar Fiete Arp: „Es ist völlig normal, dass ihn die ganze Situation überfordert. Er ist in der Schule sehr im Stress, setzt sich ins Auto, fährt schnell zum Training. Da entscheiden wir von Woche zu Woche, wie wir damit umgehen. Er schlägt sich auch mit einer kleinen Erkältung herum. Aber ich finde, dass er sich dennoch gut entwickelt.“

…die Sturmbesetzung: „Wir haben es im Training mit Luca Waldschmidt ausprobiert und er kann eine Alterntive sein.“

…über seine Wünsche zum Geburtstag am Sonntag: „Ich wünsche mir, dass jeder Spieler, der auf den Platz geht, alles raushaut, was drin ist. Und dass es reicht, um drei Punkte mitzunehmen.“

Am Montag wurde seine Beförderung bekanntgegeben, einen Tag später stellte der HSV in Christian Titz seinen letzten Hoffnungsträger im Abstiegskampf vor. Fünf Einheiten hat der neue Trainer geleitet, nun fiebert er seinem Debüt am Sonnabend gegen Hertha BSC entgegen. Bei der Pressekonferenz spricht Titz über…

…seine Trainingseindrücke: „Ich bin sehr zuversichtlich. Die Gruppe hat gut trainiert, daher gehe ich mit einem guten Gefühl ins Spiel.“

…das Gefühl vor seiner Premiere: „Es gibt nur einen Unterschied: Meine Mannschaft hat vorher wenig Spiele gewonnen, das war bei der U21 anders. Ich komme mit dem Druck sehr gut zurecht. Mein Fokus liegt darauf, die Mannschaft bestmöglich vorzubereiten.“

…den großen Trainings-Kader: „Wir wollten den Konkurrenzkampf erhöhen, andere Typen reinbringen, auch für die Kommunikation in der Kabine. Es hat dazu geführt, dass sich die Spieler voll reingehängt haben.“

…die Kader-Entscheidung: „Auch die U21 hat am Sonnabend ein Spiel, daher werden wir morgen schon Spieler ins Training des Regionalliga-Kaders abgeben. Es wird Veränderungen geben in der Startelf, so viel steht fest. Wir wollen einen guten Mix aus jungen und erfahrenen Spielern.“

…die Druck-Situation: „Ich habe mich darauf gefreut. Das ist doch wenigen vergönnt, als Trainer in der Bundesliga mit so vielen guten Spielern arbeiten zu dürfen.“

…das geplante Fan-Spalier für den Teambus: „Das hat mich immer unglaublich beeindruckt. Ich weiß, wie wichtig es für die Jungs ist, zu spüren, dass die Fans die Mannschaft unterstützen. Ich weiß, dass es sehr positiv auf sie einwirken wird.“

…die Stimmung in der Mannschaft: „Alle sind sehr offen und bereit, die neuen Impulse, die wir reinbringen, auch umzusetzen. Ich habe den Eindruck, dass jeder daran glaubt, das Spiel gegen Berlin für uns entscheiden zu können.“

…seinen Kontakt zu Bernd Hollerbach: „Ich habe versucht, Kontakt aufzunehmen, ihn aber nicht erreicht. Daher konnte ich ihm nur eine Nachricht schicken.“

…die Torwart-Frage: „Wir warten das Abschlusstraining morgen ab und werden im Anschluss daran eine Entscheidung treffen.“

…die Kapitäns-Frage: „Wenn der aktuelle Kapitän von Anfang an spielt, dann gibt es keinen Grund, etwas zu verändern. Wenn nicht, werden wir eine andere Lösung finden.“

…seinen Unterstützer Thomas von Heesen: „Es ist ein sehr angenehmer Austausch. Wir haben auch die Entscheidung getroffen, dass er bei uns auf der Bank sitzen wird.“

…seine Personalentscheidungen: „Ich habe Arianit Ferati, Momo Kwarteng, Mo Gouaida, Marco Drawz und Josha Vagnoman mitgeteilt, dass sie morgen mit der U21 oder der U19 trainieren. Wie der 18-Mann-Kader aussehen wird, entscheiden wir dann am Freitag nach dem Training.“

Fünf Einheiten hat Christian Titz nun als Trainer der HSV-Profis hinter sich gebracht, die Spannung hält der neue Coach weiter hoch. Auch heute standen wieder 33 Spieler auf dem Platz. Doch wie sieht seine Taktik für die Premiere im Kick der letzten Hoffnung am Sonnabend gegen Hertha BSC aus? Wer drängt in die Startelf? Wem droht die Tribüne? Fragen, die Titz heute ab 14 Uhr bei der Pressekonferenz gestellt bekommt. Seine Antworten gibt es hier bei HSV24.

Seit 24 Stunden ist Christian Titz neuer HSV-Trainer. Um 13 Uhr begann seine erste Pressekonferenz im neuen Job. In dieser machte der 46-Jährige einen gut sortierten und organisierten Eindruck. Er sprach über…

… seinen Vorgänger: „Großen Dank an Bernd Hollerbach, ich kenne ihn sehr gut und wünsche ihm alles Gute.“

… seinen Plan: „Das klingt sehr platt, aber ich beschäftige mich wirklich erstmal nur mit dem Spiel am Sonnabend gegen Hertha BSC. Dafür nutzen wir unsere Energie.“

… seinen Plan, neue Talente einzubauen: „Wir wissen, dass die Gruppengröße heute nicht optimal war, aber gegen Ende der Woche werden wir den Kader reduzieren. Durch die U21/U19-Spieler wird der Konkurrenzkampf auf dem Platz angetrieben.“

… den aktuellen Kader: „Wir haben gute Spieler im Kader. Nun setzen wir neue Trainingsreize und werden beobachten, wie die Spieler reagieren. Alle haben nun wieder die gleiche Chance, alles ist auf Null, auch die Torhüter-Position. Was war, zählt jetzt nicht mehr. Wir sind dabei das zarte Pflänzchen weiter zu entwickeln!“

„Wir steigen ab, wir kommen nie wieder – wir haben Bruno Labbadia.“ Hohn und Spott für den eigenen Trainer. Die Fans des VfL Wolfsburg hatten nach dem 1:2 gegen Bayer Leverkusen für Irritationen gesorgt, weil sie den Ex-HSV-Coach, der sein zweites Spiel als „Wölfe“-Coach absolvierte, verunglimpften. Vor dem Duell bei 1899 Hoffenheim (Sonnabend, 15.30 Uhr) reagierte Labbadia cool. „Ich wünsche mir am meisten, dass wir alle die Mannschaft – auch wenn Dinge nicht gelingen und das wird so sein – über 90 Minuten unterstützen“, erklärte er. „Ich habe von Anfang an gesagt, dass wir das nicht einfach so erwarten können, weil der erste Impuls dafür vor allem von der Mannschaft ausgehen muss.“

Bei dieser Frage brauchte Bernd Hollerbach erst mal eine Denkpause. Mit wem er denn nun nach den Entlassungen von Sportchef Jens Todt und Vorstands-Boss Heribert Bruchhagen über sportliche Kader-Fragen spreche, wurde der Trainer auf der Pressekonferenz gefragt. Eine Antwort fiel ihm sichtlich schwer. „Aktuell hat sich heute einiges verändert“, sagte er und fügte hinzu: „Ich weiß nicht, wie die Planungen des Vereins aussehen. Ich konzentriere mich nur auf die Mannschaft. In den Planungsfragen wird demnächst sicher einiges passieren.“ Über die zahlreichen offenen Zukunftsfragen und Spekulationen über möglicherweise anstehenden Wechsel seiner Profis wolle er sich nicht allzu viele Gedanken machen, versicherte Hollerbach: „Ich erwarte von allen Spielern, die hier sind und die einen Vertrag haben, dass sie bis zuletzt alles geben, sich bis zum Schluss reinhauen, ihr Bestes geben. Das erwarte ich. Alles andere sind Spekulationen. Ich habe auch nicht das Gefühl, dass sich jemand hängenlässt. Alle hauen sich voll rein. Wir laufen pro Spiel über 120 Kilometer, wir haben überall die besten Werte. Wir haben nur das Problem, dass wir zu wenig Tore machen. Das Problem haben wir schon die ganze Saison. Daran arbeiten wir. Mehr können wir nicht machen. Von der Einstellung und der Art und Weise des Auftretens kann ich der Mannschaft keinen Vorwurf machen.“

Lobende Worte fand Bernd Hollerbach auf der Pressekonferenz für Bakery Jatta. „Der Einsatz, den er gezeigt hat, das war klasse. Er ist marschiert, hat sich reingehauen. Er ist ein guter Junge, der eine klasse Entwicklung durchgemacht hat“, sagte der Trainer. „Auch Luca Waldschmidt hat wieder einen Schritt nach vorne gemacht. Wir arbeiten daran, dass wir die jungen Spieler individuell besser machen. Sie sind gute Beispiele auch für andere Spieler, dass man sich über gute Leistungen im Training anbieten kann.“

Tatsuya Ito hat unter Bernd Hollerbach zuletzt viermal in Folge nicht zum Kader gehört. Der Japaner bleibe aber „ein Bestandteil unserer Mannschaft“, erläuterte Trainer Bernd Hollerbach bei der Pressekonferenz. „Er hat jetzt nur ein, zwei Spiele für die U21 gemacht, weil er wenig Spielpraxis hatte.“ An eine dauerhafte Degradierung in die Regionalliga denke er aber nicht, versicherte der Coach: „Es ist ähnlich wie bei Fiete. Die jungen Spieler haben in der Hinrunde sehr gute Leistungen gebracht, aber es ist doch völlig normal, dass junge Spieler noch Schwankungen haben. Er arbeitet und trainiert gut und kann sich genau wie die anderen Spieler weiter übers Training anbieten. Tatsuya ist ein Spieler, dem die Zukunft gehört.“