2. Liga und der HSV. Für viele Fans klingt das noch immer wie eine Horror-Vorstellung. Sie wird aber vermutlich bald Gestalt annehmen. Welche HSV-Spieler aber wissen eigentlich, wie es in der 2. Liga zugeht? Spricht: Wer hat im deutschen Unterhaus schon gekickt? Aus dem aktuellen Kader trifft das auf zehn Spieler zu, die auf insgesamt 431 Einsätze in der 2. Liga kommen. Angeführt wird die Liste von Bobby Wood (90 Spiele), der von 2010 bis 2016 für 1860 München, Erzgebirge Aue und Union Berlin stürmte. Auf Platz zwei folgt Mergim Mavraj, der von 2010 bis 2014 insgesamt 86-mal für den VfL Bochum und Greuther Fürth auf dem Platz stand. Dritter ist Nicolai Müller, der von 2006 bis 2011 für Greuther Fürth spielte und dort 69-mal zum Einsatz kam. Auf Platz vier rangiert Bjarne Thoelke, der zwar noch kein Pflichtspiel für den HSV absolviert hat, aber für die Zeit von 2012 bis 2017 in der 2. Liga auf 38 Einsätze bei Dynamo Dresden und dem Karlsruher SC verweisen kann. Fünfter im HSV-Ranking ist Christian Mathenia, der in Darmstadts Aufstiegs-Saison 2014/15 alle 34 Spiele für die „Lilien“ bestritt. Lewis Holtby folgt auf Platz sechs mit 33 Spielen für Alemannia Aachen. Von 2007 bis 2009 war das. Siebter ist Julian Pollersbeck, der in der Saison 2016/17 auf 31 Spiele für den 1. FC Kaiserslautern kam. Sejad Salihovic spielte 2007/08 27-mal für die TSG Hoffenheim im Unterhaus. Eine Saison später kickte Dennis Diekmeier in der 2. Liga – und zwar 17-mal für den 1. FC Nürnberg. Ersatztorwart Tom Mickel hat ebenfalls Erfahrung in Liga zwei. In der Saison 2014/15 spielte er sechsmal für Greuther Fürth.

46.739 Zuschauer – das war zumindest die offizielle Zahl, die der HSV nach dem 0:0 gegen Mainz kommunizierte. Tatsächlich waren Tausende Karteninhaber dem Spiel allerdings ferngeblieben. Dennoch: Auch die offizielle Zuschauerzahl verstärkt den Trend von der Flucht der Fans aus dem Volkspark. Aktuell beträgt der Schnitt noch 49.462, das sind 2858 Zuschauer pro Spiel weniger als in der Vorsaison. Einen so verheerenden Rückgang verzeichnet kein anderer Bundesligist. Einzig Hertha BSC stößt überhaupt in ähnliche Regionen vor (1855 Zuschauer weniger/Schnitt: 45.529). Noch liegt der HSV hinter Dortmund, München, Schalke, Stuttgart und Gladbach auf Platz sechs des Rankings, dürfte aber bald von Frankfurt (48.708) überholt werden. In der 2. Liga wird der Schnitt voraussichtlich noch einmal deutlich absinken. Zum Vergleich: In Stuttgart und Hannover kommen in der aktuellen Bundesliga-Saison rund 6000 Zuschauer mehr zu den Heimspielen als das in der 2. Liga der Fall war.

Als einziger Innenverteidiger des HSV hat es Kyriakos Papadopoulos in die „Kicker-Rangliste des deutschen Fußballs“ geschafft. Während der Grieche nach seiner starken Rückserie im Frühjahr 2017 aber noch als fünftbester zentraler Abwehmann der Liga eingeordnet war, taucht der 25-Jährige inzwischen nur noch in der untersten Kategorie „Blickfeld“ auf. Dort hat das Fachmagazin zehn Innenverteidiger aufgelistet, die nicht zu den 17 besten gehören. Angeführt wird das Ranking von Mats Hummels (Bayern München), der seine Spitzenposition aus dem Vorjahr damit verteidigen konnte. Mergim Mavraj schaffte es nicht unter die besten 27 Innenverteidiger.

Die letzten beiden Heimspiele des Jahres gegen Wolfsburg und Frankfurt waren dürftig besucht. Das schlägt sich natürlich auch auf den Zuschauerschnitt des HSV aus. Insgesamt 451.910 Fans waren in der Hinrunde im Volksparkstadion – das bedeutet bei neun Heimspielen einen Schnitt von 50.212 (Auslastung 88 Prozent). Damit steht Hamburg ligaweit „nur“ noch hinter Dortmund, Bayern, Schalke, Stuttgart und Gladbach auf Rang sechs des Zuschauer-Rankings. Und von hinten macht Eintracht Frankfurt (49.763) Druck. Bedenklich ist, dass in der Hinrunde mit Bayern, Dortmund und Werder bereits die Teams im Volkspark zu Gast waren, gegen die traditionell am meisten Fans kommen. Nur das Spiel gegen München war mit 57.000 Zuschauern ausverkauft.

Eine Studenten-Jury der Mediadesign Hochschule in Düsseldorf hat das schönste Heimtrikot der neuen Bundesliga-Saison gekürt. Den Titel holte sich RB Leipzig. Der HSV landete nur auf Platz zwölf. Die Begründung: „Der HSV hat in seinen Erinnerungen geschwelgt und läuft mit einem 1980er Jahre Design auf. Rote Querstreifen, V-Ausschnitt und Ärmelbündchen lassen die Stimmung alter Zeiten aufkommen. Gut abgestimmt sind wie immer die Logos. Ordentlich, aber nicht wirklich inspirierend.“

Rick van Drongelen im neuen HSV-Heimtrikot (Foto: Witters)

In der europäischen Zuschauer-Tabelle landete der HSV in der Saison 2016/17 auf Platz 13. Zu den 17 Heimspielen im Volkspark pilgerten 889.798 Anhänger, das bedeutet einen Schnitt von 52.314 Besuchern pro Spiel. Vor dem HSV liegen Borussia Dortmund (79.712), FC Barcelona (78.464), Manchester United (75.290), FC Bayern (75.000), Real Madrid (71.368), Schalke 04 (60.762), FC Arsenal (59.957), West Ham United (56.972), Benfica Lissabon (55949), Celtic Glasgow (55.667), Manchester City (54.019) und der FC Liverpool (53.016). Ach, würden die Hamburger doch auch sportlich mit diesen Klubs im Wettbewerb stehen…

Mit einem Schnitt von 51.016 Zuschauern pro Heimspiel liegt der HSV laut einer Berechnung von „transfermarkt.de“ in der laufenden Saison 2016/17 auf Platz 14 der meistbesuchten Stadien in Europa. Das Volksparkstadion hat eine Auslastung von 89,4 Prozent. Die Rangliste wird von Borussia Dortmund (78.813) angeführt, es folgen der FC Barcelona (77.970), Manchester United (75.288), der FC Bayern (75.000) und Real Madrid (68.446). Im Bundesliga-Vergleich belegt der HSV hinter dem BVB, München, Schalke 04 (60.477) und Gladbach (51.387) den fünften Platz.

Der HSV ist jetzt schon Vize-Meister! Zumindest wenn es nach Studenten der Media Design Hochschule in Düsseldorf geht. Hinter Borussia Dortmund wählten die Studenten das weiße Trikot in den Kategorien Gesamteindruck, Design, Farbgebung, Visiualität, Details, Material und Passform auf den zweiten Platz. „Akzente in rot und blau spiegeln die Vereinsfarben authentisch wieder“, heißt es in der Auswertung der Jury, der besonders der Polokragen gefiel. 

Großes Kompliment für Sportchef Peter Knäbel: Das Fachmagazin „Kicker“ hat die Transferaktivitäten der 18 Bundesligaklubs bewertet, als Experte stand Ex-Leverkusen-Manager Reiner Calmund parat. Der HSV, im Vorjahr noch Letzter, landet auf Platz acht. Die Zugänge wurden auf einer Skala von 0 (enttäuschend) bis 10 (voll überzeugend) Punkten bewertet. Hier die Einstufung der im Sommer verpflichteten HSV-Profis: Hunt 8, Ekdal 7, Gregoritsch 7, Spahic 7, Hirzel 5, Sakai 5, Schipplock 5.