Die U21 des HSV hat in Barsinghausen die Tabellenführung in der Regionalliga Nord zurückerobert – zumindest für gut 24 Stunden. Beim 1. FC Germania Egestorf-Langreder gewann die Mannschaft von Trainer Steffen Weiß mit 5:2 (2:1). Es war der erste Dreier für die „Rothöschen“ nach fünf sieglosen Spielen in Folge. Christian Stark (14.) und Mohamed Gouaida (18.) hatten in der ersten Halbzeit, in der Henrik Weydandt (33.) für Egestorf verkürzen konnte, den Grundstein für den Erfolg gelegt. Nach der Pause bereitete Stark zunächst das 3:1 durch Frank Ronstadt (59.) vor. Fabian Gmeiner erhöhte nach einem Konter auf 4:1 (71.). Acht Minuten später erzielte Regionalliga-Top-Knipser Törles Knöll sein 18. Saisontor zum 5:1. Marco Schikora (86.) betrieb nur noch Ergebniskosmetik für die Gastgeber, die in der Regionalliga auf dem siebten Platz stehen. Der HSV führt die Tabelle mit 57 Punkten aus 29 Spielen nun wieder an. Weiche Flensburg hat zwei Zähler weniger auf dem Konto, allerdings drei Partien weniger absolviert. Am Donnerstag empfängt Weiche um 18.15 Uhr den Tabellenvierten VfB Lübeck zum Top-Spiel, könnte also mit einem Sieg wieder am HSV vorbeiziehen.

Die U21 des HSV nimmt Kurs auf die Rückeroberung der Tabellenführung in der Regionalliga Nord. In Barsinghausen führt die Mannschaft von Steffen Weiß nach der ersten Halbzeit mit 2:1 gegen den 1. FC Germania Egestorf-Langreder. Christian Stark (14.) und Mohamed Gouaida (18.) sorgten für einen Blitzstart der „Rothöschen“. Arianit Ferati bereitete beide Treffer vor. Der Tabellensiebte aus Niedersachsen verkürzte durch Henrik Weydandt (33.).

Aus dem HSV-Nachwuchs sind Aaron Opoku und Arianit Ferati im Training mit dabei. Der 19-jährige Opoku, eigentlicher Kapitän der U19, spielte zuletzt dreimal für die U21 des HSV. Bei der U19 hatte der offensive Mittelfeldspieler zwölf Tore in 16 A-Jugend-Bundesliga-Spielen in dieser Saison. Ferati hatte am Sonnabend beim 2:3 der U21 in der Regionalliga gegen Lüneburg getroffen.

Nach drei Niederlagen in Folge und nun schon fünf Spielen hintereinander ohne Sieg hat man beim HSV die Meisterschaft in der Regionalliga Nord und einen möglichen Aufstieg in die Dritte Liga schon abgehakt. Trainer Steffen Weiß, der das Amt von Christian Titz übernahm, rechnet auch nicht mehr damit, dass ihm künftig die Top-Talente aus dem Profikader oder der U19 abgestellt werden: „Gerade unsere Leute aus der zweiten Reihe werden jetzt ins kalte Wasser geworfen. Sie müssen sich schnell vom Jugend- auf den Herrenfußball umstellen.“ Das Ziel des 29-Jährigen für den weiteren Saisonverlauf: „Wir müssen nun Schritt für Schritt machen und uns in jedem Spiel verbessern.“

Sollte die HSV-U21 ihre Spitzenposition in der Regionalliga Nord halten, würden die „Rothöschen“ in den Drittliga-Aufstiegsspielen auf den Nordost-Meister treffen, der aller Voraussicht nach Energie Cottbus heißen wird. Nach der heutigen Auslosung tritt der Nord-Meister zunächst am 24. Mai zu Hause an, am 27. Mai käme es dann zur Entscheidung in Cottbus. Die Brandenburger können sich ihrer Spitzenposition angesichts von 15 Punkten Vorsprung im Nordosten deutlich sicherer sein als die „Rothöschen“, die nach dem heutigen 2:0-Sieg von Weiche Flensburg gegen Egestorf-Langreder nur noch fünf Punkte Vorsprung auf Weiche haben. Der HSV hat bereits 25 Spiele absolviert, Flensburg erst 23.

Der HSV hat Nachwuchstrainer Vahid Hashemian in das Trainerteam der U21-Regionalligamannschaft berufen, um Problemen mit der Deutschen Fußball Liga aus dem Weg zu gehen. Wie die „Sport Bild“ berichtet, muss ein in die zweite Mannschaft des Vereins versetzter Profi laut DFL-Richtlinien auch dort von einem Fußballlehrer trainiert werden. Beim HSV sind Walace und Mergim Marvraj vom Bundesliga-Team in die Trainingsgruppe der U21-Mannschaft versetzt worden. Weil der frühere U21-Trainer Christian Titz zum Coach des Bundesliga-Teams befördert wurde und dessen Nachfolger Steffen Weiß nur über den A-Trainer-Schein verfügt, hat der HSV das Trainerteam bei der U21 erweitert. Der 41-jährige Iraner Hashemian, der einst als Mittelstürmer beim HSV spielte, besitzt die Fußballlehrer-Lizenz. Er war zuvor Co-Trainer bei der U17 des Vereins.

Wie sieht es aus mit der Zukunft von Christian Titz? Bleibt der HSV-Trainer auch im Abstiegsfall Coach der Profis. „Zunächst einmal finde ich es sehr schön, dass mir Frank Wettstein und Bernhard Peters das Vertrauen aussprechen. Bernhard Peters ist ja ein Vorantreiber im Verein, der die Jugendarbeit sehr vorangebracht hat und dem ich auch etwas zu verdanken habe. Er hat dazu beigetragen, dass ich heute hier sitze“, sagte Titz etwas ausweichend im „Sportclub“ des NDR-Fernsehens: „Ich wollte immer das Maximum erreichen, das habe ich jetzt hier beim HSV erlangt. Aber auch mit der Aufgabe, die ich vorher ausgeübt habe, war ich sehr zufrieden. Ich fand schon, dass ich ein großes Glück erfahren habe, bei so einem großen Verein die U21 trainiert zu haben.“ Ob er zurückgehen werde, falls ihm für die kommende Saison nicht das Vertrauen bei den Profis geschenkt wird. „Damit beschäftige ich mich gar nicht“, antwortete Titz, „weil ich immer noch in dem Glauben liege, dass wir mit der Mannschaft etwas erreichen können.“

Die U21 des HSV hat im Titelrennen der Regionalliga Nord zwei wichtige Punkte verschenkt. Gegen die U23 von Hannover 96 reichte es auf der Wolfgang-Meyer-Sportanlage in Stellingen nur zu einem 1:1 (1:0). Bakery Jatta hatte die „Rothöschen“ schon in der ersten Minute in Führung geschossen. Nachdem 96-Verteidiger Timo Hübers wegen einer Notbremse die Rote Karte sah (36.), deutete alles auf einen Sieg des Tabellenführers hin. Valmir Sulejmani aber bestrafte die schwache Hamburger Chancenverwertung in der 80. Minute. Törles Knöll hatte direkt vor dem Gegentor (80.) und in der 88. Minute beste Möglichkeiten ausgelassen, um den HSV zum Sieg zu schießen. In der Tabelle hat die U21 des HSV sechs Punkte Vorsprung auf die zweite Mannschaft des VfL Wolfsburg. Die Hamburger haben allerdings ein Spiel mehr absolviert.

Halbzeit bei der U21 des HSV: Der Tabellenführer der Regionalliga Nord führt nach 45 Minuten auf der Wolfgang-Meyer-Sportanlage in Stellingen mit 1:0 gegen die U23 von Hannover 96. Wie schon gegen den VfB Lübeck trafen die „Rothöschen“ erneut in der ersten Minute. Bakery Jatta nagelte die Kugel unter den Querbalken. Seit der 36. Minute sind die Hamburger zudem in Überzahl. 96-Verteidiger Timo Hübers senste Frank Ronstadt kurz vor dem Sechzehner als letzter Spieler um und sah dafür zu Recht die Rote Karte.

Christian Titz gibt die Hoffnung auf den Klassenerhalt des HSV noch nicht auf. „Der Glaube, dass, wenn wir einmal gewinnen, etwas zu bewegen, der ist groß“, sagte er bei der MOPO Players Night dem TV-Sender Sky Sport News HD. Titz setzt vor allem auf die Mentalität: „Fußball ist ein Spiel, das sehr stark im Kopf entschieden wird.“ Persönlichen Druck verspüre er nicht, sagte der 46 Jahre alte Fußballlehrer. Als Trainer der U21, die an der Tabellenspitze der Regionalliga Nord steht, habe er auch Spiele gewinnen müssen. „Das ist aber leichter, wenn man oben steht.“