Trauen Sie dem HSV noch den Klassenerhalt zu? Diese Frage stellte die MOPO, mehr als 2800 Anhänger beteiligten sich am Online-Voting. Das Ergebnis: 67 Prozent glauben daran, dass sich das Team von Christian Titz noch rettet. Da hat der Sieg gegen Schalke 04 jede Menge Euphorie freigesetzt.

Wie Vorgänger Bruno Labbadia wird auch Markus Gisdol als Retter des Dinos in die Vereinshistorie eingehen. Das 2:1 gegen Wolfsburg am letzten Spieltag der vergangenen Saison war der Höhepunkt seiner Amtszeit. Nach der Rettung folgten das peinliche Pokal-Aus in Osnabrück, zwei Siege zum Saisonstart und dann der aktuelle Absturz bis auf Platz 17. Von seinen insgesamt 48 Liga-Spielen auf der HSV-Bank könnte Gisdol nur 14 gewinnen. Bei zehn Unentschieden gab es 24 Niederlagen. Der erschütternde Punkteschnitt pro Spiel liegt bei 1,08! Die letzten vier Spiele gingen allesamt verloren, Gisdol wirkte zunehmend ratlos, seine Maßnahmen griffen nicht mehr. Folgerichtig kam es nun zur Entlassung.

Markus Gisdol feiert mit den HSV-Fans den Klassenerhalt. (Foto: Witters)

Nach dem Abpfiff ließ auch der sonst so ruhige und besonnene Jens Todt seinen Gefühlen freien Lauf. Mit Trainer Markus Gisdol sowie dessen Assistenten Frank Fröhlich und Frank Kaspari kugelte er über den Rasen. „Es ist unglaublich. Wir sind unglaublich glücklich und stolz auf diese Mannschaft. Ein großes Lob an die Spieler und vor allem auch an den Trainer, der das Team nach diesem Start wieder aufgerichtet hat“, sagte Todt, der nie den Glauben verloren hatte: „Wir haben am Ende gemerkt, dass noch etwas geht. Und gefühlt die einzige präzise Flanke im Spiel saß dann. Dass dann mit Luca ausgerechnet ein Spieler getroffen hat, der es schwer hatte, freut mich extrem. Das ist ein unvergesslicher Moment für ihn. Wir haben jetzt einen Grund, um glücklich und stolz zu sein und deshalb wird jetzt auch gefeiert!“

Auf das wilde Spiel folgte eine wilde Party! Mit mehr als 80 Leuten, neben den Trainern, Spielern und Verantwortlichen waren auch viele Mitarbeiter und Fans dabei, feierte der HSV das 2:1 gegen Wolfsburg und den damit verbundenen Klsssenerhalt auf der Reeperbahn im „Gaga“. Auf Instagram postete Linksverteidiger Matthias Ostrzolek ein Foto mit seinem Frisur-Vorbild. Nein, nicht mit Heino, sondern mit HP Baxxter. Hyper, Hyper!