Das Spiel gegen Berlin hatte Walace lieber zu Hause als im Stadion verfolgt. Trainer Christian Titz bezeichnete das als respektlos. Am Dienstag soll es ein Gespräch geben. Sein Berater Rogério Braun sagt: „Walace weiß genau, welche Pflichten er als Profi hat. Wenn er der Mannschaft helfen kann, dann wird er der Mannschaft helfen. Walace wird sich über ein Gespräch mit dem Trainer freuen.“

Am Tag nach der Ankunft im Trainingslager standen heute für Streik-Profi Walace die nächsten Krisengespräche beim HSV an. Vorstands-Boss Heribert Bruchhagen und Sportchef Jens Todt geigten dem Brasilianer dabei in Anwesenheit von dessen Berater Rogério Braun die Meinung. Bruchhagen sprach dem 22-Jährigen dabei mündlich eine Abmahnung aus. „Es war ein formaler Vorgang. Wir haben ihn angehört, dann konfrontiert mit unserer Sichtweise und schließlich die Abmahnung im Beisein von Zeugen ausgesprochen“, erklärt Bruchhagen, der erklärte, dass Gespräch in einer ruhigen Atmosphäre stattgefunden habe. Die schriftliche Abmahnung werde noch folgen. „Es ist völlig klar, dass der Spieler bleiben soll.“ Am Sonnabend soll der abwanderungswillige Olympiasieger erstmals wieder mit der Mannschaft trainieren.