Lienen: HSV hat sich etwas vorgaukeln lassen

Ewald Lienen, Technischer Direktor und Kult-Figur des FC St. Pauli, glaubt, dass der HSV sich ähnlich wie sein eigener Verein durch die große Aufholjagd der Vorsaison hat blenden lassen. „Man darf nicht vergessen, dass man bei solchen Rettungsaktionen am Limit spielt“, erklärte er im TV-Talk „Sky 90“. „Das gaukelt so ein bisschen eine Spielstärke vor, die du im Normalfall, wenn du nicht mit dem Rücken zur Wand stehst, nicht hast.“

Bruchhagen: „Habe mich täuschen lassen“

Der frühere Vorstandsvorsitzende Heribert Bruchhagen hat in dem TV-Talk „Sky 90“ eigene Fehler eingestanden und erklärt, dass er seine Entlassung nachvollziehen könne. „Man kennt ja die Mechanismen des Geschäfts“, sagte er. „Ich habe mich täuschen lassen durch die guten Ergebnisse der Rückrunde. Und auch wenn ich nicht Spieler verpflichte, bin ich als Vorstandsvorsitzender doch in der Gesamtverantwortung. Und wenn die Ergebnisse nicht stimmen, dann rollen die Köpfe.“ Er sei „schon sehr traurig darüber, aber es gehört zu den Gesetzen des Geschäfts. Ich bin ja aufgrund dieser Mechanismen auch für Didi Beiersdorfer geholt worden. Das passiert im Bundesliga-Fußball“.

HSV kommt traditionell schlecht ins Jahr

Die Statistik spricht zunächst gegen die Gisdol-Elf: Denn der HSV ist einer der Lieblingsgegner des FC Augsburg. Siebenmal gewannen die Schwaben seit ihrem Aufstieg 2011 bereits gegen den Dino. Zudem haben die Hamburger keines der letzten sechs Auftaktspiele eines neuen Jahres für sich entschieden. Immerhin: Aus den letzten vier Bundesliga-Duellen mit dem FCA holte der HSV drei Siege.

Transfer? Gisdol wünscht sich „gute Lösung“

Ohne neue Spieler wird der HSV am Sonnabend in Augsburg in die Rückrunde starten. Die Hoffnung auf eine Verstärkung für das Team bleibt bei Gisdol allerdings unverändert. „Das Thema ist hinlänglich bekannt. Wir halten die Augen offen. Wir würden uns eine gute Lösung wünschen. Aber die gute Lösung hinzubekommen, ist im Winter auch eine große Herausforderung“, sagt der Coach.

Ekdal will beim HSV anführen

Für Albin Ekdal ist neben dem Klassenerhalt mit dem HSV die WM-Teilnahme im Sommer mit Schweden das große Ziel für 2018. „Die WM ist ein Traum für mich. Es ist das erste Mal seit zwölf Jahren, dass Schweden wieder dabei ist und für mich wäre es die erste Weltmeisterschaft überhaupt“, sagte Mittelfeld-Stratege in einem Interview auf der Vereinshomepage. In der Rückrunde will Ekdal sich in Hamburg als Führungsspieler zeigen: „Ich bin jetzt schon meine dritte Saison hier beim HSV und gehöre zu den dienstälteren Spielern. Wir haben viele junge Spieler mit viel Talent, die wir Führungsspieler anleiten müssen. Mergim, Papa, Bobby, Aaron und ich – wir alle müssen die Verantwortung übernehmen und stets Vorbilder sein.“