Die Statistik spricht zunächst gegen die Gisdol-Elf: Denn der HSV ist einer der Lieblingsgegner des FC Augsburg. Siebenmal gewannen die Schwaben seit ihrem Aufstieg 2011 bereits gegen den Dino. Zudem haben die Hamburger keines der letzten sechs Auftaktspiele eines neuen Jahres für sich entschieden. Immerhin: Aus den letzten vier Bundesliga-Duellen mit dem FCA holte der HSV drei Siege.

Ohne neue Spieler wird der HSV am Sonnabend in Augsburg in die Rückrunde starten. Die Hoffnung auf eine Verstärkung für das Team bleibt bei Gisdol allerdings unverändert. „Das Thema ist hinlänglich bekannt. Wir halten die Augen offen. Wir würden uns eine gute Lösung wünschen. Aber die gute Lösung hinzubekommen, ist im Winter auch eine große Herausforderung“, sagt der Coach.

Für Albin Ekdal ist neben dem Klassenerhalt mit dem HSV die WM-Teilnahme im Sommer mit Schweden das große Ziel für 2018. „Die WM ist ein Traum für mich. Es ist das erste Mal seit zwölf Jahren, dass Schweden wieder dabei ist und für mich wäre es die erste Weltmeisterschaft überhaupt“, sagte Mittelfeld-Stratege in einem Interview auf der Vereinshomepage. In der Rückrunde will Ekdal sich in Hamburg als Führungsspieler zeigen: „Ich bin jetzt schon meine dritte Saison hier beim HSV und gehöre zu den dienstälteren Spielern. Wir haben viele junge Spieler mit viel Talent, die wir Führungsspieler anleiten müssen. Mergim, Papa, Bobby, Aaron und ich – wir alle müssen die Verantwortung übernehmen und stets Vorbilder sein.“

Am Sonnabend wird Fiete Arp 18 Jahre alt – gefeiert wird die Volljährigkeit mit seinen Teamkollegen in Jerez. „Auf meinen 18. Geburtstag freue ich mich natürlich. Besonders ihn hier im Kreis mit den Jungs zu verbringen. Da gibt es sicherlich Schlimmeres“, sagte Arp in einem Interview auf der Vereinshomepage. Mittlerweile ist der Stürmer fester Bestandteil des Bundesliga-Kaders. Was hat sich dadurch verändert? Arp: „Kaum etwas, wenngleich ich mich persönlich noch sicherer und integrierter in der Mannschaft fühle. Dadurch kann ich mich offener zeigen und bin weniger verklemmt als ich es noch zu Beginn war.“ Für das Jahr 2018 sei er „voll motiviert und optimistisch“. Sein Ziel für die Rückrunde: „Fürs Erste aus dieser prekären Situation herauszukommen und unbedingt den Abstieg zu vermeiden. Das ist das Ziel von jedem Einzelnen hier und dafür sollten wir alle an einem Strang ziehen.“ Zu seiner persönlichen Entwicklung sagt Fiete: „In meinen Augen fehlt da auf jeden Fall noch sehr viel, um so zu spielen, wie ich das gerne hätte. In allen Bereichen ist noch Luft nach oben und ich freue mich einfach nach wie vor über jede Minute und Erfahrung, die ich sammeln kann.“