Kölns Trainer Stefan Ruthenbeck erwartet für das Keller-Duell mit dem FSV Mainz 05 am Sonnabend einen anderen Auftritt seines Teams als beim 0:6 bei 1899 Hoffenheim. „Ich habe das Gefühl, dass es nach der Klatsche eine Reaktion der Mannschaft geben wird. Die hat es immer gegeben, darauf verlasse ich mich“, sagte er. Durch einen Sieg gegen Mainz könnte der FC trotz des katastrophalen Saisonstarts den Rückstand auf den Relegationsrang auf drei Punkte verkürzen. „Dass wir noch dabei sind, ist ja schon fast eine Sensation“, meinte Ruthenbeck.

In der Rückrunden-Tabelle ist der 1. FC Köln Neunter, am HSV sind die Rheinländer schon vorbei, der Rückstand auf Mainz (16.) und Wolfsburg (16.) beträgt nur noch fünf Punkte. Für Trainer Stefan Ruthenbeck herrschte nach dem jüngsten Erfolg gegen Bayer Leverkusen (2:0) aber etwas zu viel gute Laune. Die Stimmung sei ihm „im Moment ein bisschen zu euphorisch“, sagte der 45-Jährige: „Es bleibt ein Wunder, wenn wir es schaffen sollten.“

Kölns Trainer Stefan Ruthenbeck nimmt die Schlagzeilen vor dem heutigen Duell des Vorletzten HSV mit seinem Team, Letzter im Klassement, mit Humor. „Ich habe ja einiges gehört. Es sei das ‚Endspiel der Endspiele‘, ja sogar ‚die Mutter aller Endspiele‘. Nun ja, es ist ein Endspiel, wie auch schon gegen Gladbach, weil wir zum Punkten verdammt sind“, stellte der FC-Coach fest.

Nach zwei Dreiern in Folge wittert der 1. FC Köln wieder eine Chance auf den Klassenerhalt. Kein Wunder, dass Trainer Stefan Ruthenbeck von seiner Truppe Vollgas fordert: „Die Ausgangssituation ist keine andere wie vor Gladbach. Wir müssen punkten, werden voll auf Sieg spielen, von der ersten bis zur letzten Sekunde. Wir haben in der Winterpause 17 Endspiele ausgerufen – und das leben wir auch. Natürlich analysieren wir den HSV, aber wir schauen vor allem auf uns.“

„Wenn man Gladbach schlägt und Wolfsburg schlägt, dann kann man auch den HSV schlagen“, sagte Kölns Trainer Stefan Ruthenbeck heute mit Blick auf Spiel beim direkten Konkurrenten am Sonnabend (18.30 Uhr). Holt der FC auch dort einen Sieg, würde er bis auf drei Punkte an die Hamburger heranrücken. „Wir waren schon abgestiegen. Totgesagt. Nichtskönner“, meinte Ruthenbeck: „Ich sehe eine Mannschaft, die sich wehrt, die sehr aggressiv ist, die an sich glaubt und die nie aufsteckt. Jetzt hat der HSV den Druck. Die sehen auch, was sich in Köln gerade entwickelt.“

Nach dem 2:1-Sieg im Derby gegen Gladbach hat Schlusslicht Köln (neun Punkte) neuen Mut geschöpft. Am Sonnabend (18.30 Uhr) geht’s zum Vorletzten, den HSV (15 Punkte). FC-Trainer Stefan Ruthenbeck: „Die Mannschaft hat eine Leidenschaft rausgehauen, das ist sensationell. Wir haben das erste Endspiel gewonnen. Nächste Woche wartet das nächste Endspiel gegen den HSV und da freuen wir uns drauf.“

Beim 1. FC Köln soll es noch vor der heutigen Verpflichtung von Armin Veh als neuen Geschäftsführer Sport Überlegungen gegeben haben, Bruno Labbadia als neuen Trainer und „Feuerwehrmann“ zu verpflichten. Gegenüber Sky sagte der ehemalige HSV-Trainer nun: „Nein, ich werde nicht Trainer in Köln. Schwer zu sagen, wann sie mich wieder in der Bundesliga sehen.“ Momentan wird der FC von U19-Coach Stefan Ruthenbeck trainiert.